24.10.2017

ZOIN: Via Telefonnummer Geld an Freunde senden und empfangen

„ZOIN“, so heißt der neue Person2Person Payment-Service der BAWAG P.S.K. Und der Name ist Programm. Über die Smartphone-Kontaktliste können Beträge bis zu 400 Euro an Freunde und Bekannte überwiesen werden.
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Das klassische Szenario: Fünf Freunde wollen gemeinsam verreisen. Einer bucht die Flüge für alle und bezahlt sie auch gleich. Danach überweisen die vier anderen jeweils ihren Anteil. „Ich bräuchte auch noch deine Bankdaten, bitte“, heißt es also vier Mal.
Mit ZOIN, dem neuen Person2Person Payment-Service der BAWAG P.S.K., sollen solche und ähnliche Situationen nun der Vergangenheit angehören. Um Geld an Freunde zu überweisen oder zu empfangen, genügt es, die Telefonnummern auf dem Smartphone gespeichert zu haben, die Eingabe der IBAN ist nicht mehr erforderlich. Das Ziel ist, das Senden von Geld so einfach zu machen, wie das Senden von SMS.

Einladung per SMS

Um die Transaktion zu ermöglichen, müssen Sender und Empfänger beide über die BAWAG P.S.K. SmartPay App auf ZOIN registriert sein und über ein Konto bei einer österreichischen Bank verfügen. Wenn einer der beiden noch nicht registriert ist, bekommt er eine SMS mit einer Einladung, sich für ZOIN anzumelden.

Redaktionstipps

An Zahlungen erinnern

Bis zu 400 Euro könne pro Zahlung und Tag via ZOIN überwiesen werden. Bei Beträgen unter 25 Euro ist keine Eingabe eines PINs erforderlich. Und wer vergebens darauf wartet, dass Schulden für das letzte gemeinsame Bier zurückgezahlt werden, der kann seinen Freunden auch einfach eine Zahlungserinnerung schicken.

Mehr Infos gibt es hier.

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Österreich hat Probleme, seine KI-Expert:innen zu halten. | Symbolbild (c) Envato

Ein kürzlich erschienener Report der WU Wien dürfte gemischte Gefühle in Österreichs KI-Branche auslösen. Hierzulande habe man exzellente KI-Fachkräfte, aber zu wenige und obendrein Probleme, diese zu halten. Die Studie basiert auf der Analyse von 2,86 Millionen Beschäftigungsdatensätzen, also Job- bzw. Positionseinträgen, 1,23 Millionen individuellen Biografien und mehr als 123.000 Unternehmen in Österreich. 

Führend in technologischer Spezialisierung

Österreich belegt im europäischen Vergleich unter 38 Ländern Rang drei bei der technologischen Spezialisierung seiner KI-Fachkräfte. Eine Auszeichnung für die Alpenrepublik, schließlich zähle man in diesem Bereich zu den führenden Standorten in Europa. Trotzdem kommen diese Experten seltener in die breite Wirtschaft als in anderen vergleichbaren Ländern. 97 % der heimischen Unternehmen stellen keine KI-Spezialist:innen an.

„Wer ‚KI-Strategie‘ sagt und nicht ‚Menschen‘ meint, hat den Kern verfehlt: Adoption ist ein Personal-, kein IT-Thema“, sagt Can Tihanyi vom Institut für International Business der WU Wien: „Technologie-Adaption scheitert fast nie an der Technologie. Sondern an den Menschen, die fehlen, um sie in die Unternehmen zu tragen.“

Österreich verliert KI-Experten

Die wenigen Spezialist:innen, die es in Österreich gibt, wandern zudem im Laufe ihrer Karriere ab. Rund 17 % der Fachkräfte in Build-Rollen verlassen das Land. In Bereichen wie Generative AI oder Natural Language Processing ist es rund ein Viertel. Zudem stellen die Autoren der Studie fest, dass 44 % aller Abwander:innen bereits nach dem ersten Jahr Österreich den Rücken kehren.

„Wer hochqualifizierte KI-Expert:innen halten will, muss ihnen vom ersten Tag an attraktive Projekte, Entwicklungsperspektiven und fachliche Verantwortung bieten – genau im ersten Jahr entscheidet sich, ob jemand bleibt“, erklärt Andreas Schumacher, Chief Innovation Officer und Vorstandsmitglied der VTU Group. Der Nachwuchs bleibt hingegen aus, denn sechs Prozent der KI-Beschäftigten in Österreich sind Einstiegskräfte. „Österreich verliert nicht die Breite seiner KI-Fachkräfte, sondern seinen Platz im technologischen Spitzenfeld“, ergänzt Schumacher.

Mehr Ausbildungsplätze, Beratung und bessere Infrastruktur

Die Conclusio der Autoren ist klar: Es brauche mehr Ausbildungskapazitäten für KI-Fachkräfte an Universitäten. Unternehmen sollten zudem durch AI-Readiness-Programme unterstützt werden, KI im eigenen Betrieb einzusetzen. Ein Zugang zu geteilter Infrastruktur und Beratung könnte hierbei Abhilfe schaffen. Österreich benötige außerdem Maßnahmen, um KI-Spezialist:innen langfristig zu halten. Dabei brauche nicht jedes Unternehmen eigene KI-Teams, durch Transferzentren könne diese Lücke geschlossen werden.

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