03.07.2018

YodelTalk einziges zentraleuropäisches Unternehmen im Partner Program von Twilio

Twilio hat ein neues Partner Program namens "Build" aufgesetzt. Als einziges zentraleuropäisches Unternehmen wurde das Wiener Startup YodelTalk dazu eingeladen.
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YodelTalk
(c) YodelTalk. Das YodelTalk-Team vom Standort Wien.

Twilios Portfolio reicht als führende Cloud Communications Platform von Voice SMS über Video-Authentifikation bis hin zu Netzwerkverbindungen. Mit dem Fokus auf API-first Applications richtet sich Twilio hauptsächlich an Entwickler. YodelTalk hingegen hat einen intelligenten Telefonassistenten für Business-Telefonie entwickelt, der mit Machine Learning und Natural Language Processing ausgestattet ist. So versteht der Assistent, wer anruft, und welcher Kollege sich am besten um das Anliegen des Anrufenden kümmern kann. Darüber hinaus lässt sich der YodelTalk-Assistent in mehrere SaaS-Tools und Chatplattformen (z.B. Microsoft Teams, Slack, HipChat) integrieren.

+++ YodelTalk bekommt 225.000 Euro Wachstumskapital +++

Früherer Zugang zu neuen Twilio-Technologien für YodelTalk

Insofern ergänzen sich beide Unternehmen mit ähnlicher inhaltlicher Ausrichtung, aber unterschiedlicher Zielgruppe, sehr gut. Man erwartet sich vom Partner Program „Build“, die Reichweite noch weiter erhöhen zu können. Für YodelTalk besteht die große Chance darin, nun schnelleren Zugang zu neuen Technologien von Twilio zu erhalten. Erst vor einigen Wochen berichtete YodelTalk, eine Kooperation mit dem Silicon-Valley-Unternehmen Zapier gestartet zu haben. Darüber hinaus wurde das Wiener Startup von Beratungs-Multi Gartner „Cool Vendor“ 2018 genannt.


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REEDuce-Gründerin Birgit van Duyvenbode (Mitte) bei der Eröffnung der neuen Schilf-Lärmschutzwand | (c) Strabag

An der A1 Westautobahn bei Völlerndorf nahe St. Pölten geht eine neue Lärmschutzanlage in Betrieb. Statt auf herkömmliche Materialien wie Beton oder Aluminium setzt diese auf Schilf, Thermoholz und Lehm. Dahinter steckt das Wiener Startup REEDuce rund um Gründerin und CEO Birgit van Duyvenbode. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Baukonzern Strabag wurde die Technologie nun auf einem rund einen Kilometer langen Autobahnabschnitt umgesetzt.

REEDuce-Geschäftsführerin Birgit van Duyvenbode, Infrastrukturminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl bei der Präsentation der neuen Schilf-Lärmschutzwand an der A1.

4.000 Schilfbündel für einen Kilometer Lärmschutz

Die Anlage entstand im Zuge der Sanierung der A1 zwischen St. Pölten und Völlerndorf. Auf einer Fläche von rund 2.690 Quadratmetern wurden Lärmschutzelemente mit einem Rahmen aus thermisch behandeltem Holz, einer Lehmfüllung und beidseitiger Schilfabdeckung verbaut.

Das verwendete Schilf stammt aus dem Raum Neusiedler See. Für den rund einen Kilometer langen Abschnitt wurden insgesamt 4.000 Schilfbündel benötigt. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte. Die Nutzung des Rohstoffs soll gleichzeitig zur Pflege des Ökosystems am Neusiedler See beitragen.

Anders als konventionelle Lärmschutzwände soll die Konstruktion nach Angaben von REEDuce vollständig kreislauffähig sein. Zugleich soll sie dieselben technischen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz und Haltbarkeit erfüllen, wie herkömmliche Systeme.

„Mit dem ersten Autobahn-Kilometer unserer Lärmschutzwand aus Schilf, Thermoholz und Lehm erreichen wir einen wichtigen Meilenstein“, sagt Gründerin van Duyvenbode. Die Technologie zeige, dass Lärmschutz und Umweltschutz gemeinsam funktionieren können.

Von der Idee des Vaters zum Startup

Der Ursprung der Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals entwickelte das Sägewerk von van Duyvenbodes Vater im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand, die an der A22 bei Langenzersdorf errichtet wurde. Die Gründerin griff die Idee später auf und entwickelte die Technologie unter dem Namen REEDuce weiter.

Bereits Anfang 2022 berichtete brutkasten über das Startup. 2023 wurde REEDuce bei der #glaubandich Challenge zum „Startup des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr folgte ein erstes Pilotprojekt mit der Asfinag: An der S33 bei Herzogenburg wurde eine 16 Meter lange Testwand errichtet, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.

Mit der neuen Anlage an der A1 kommt die weiterentwickelte Technologie nun in deutlich größerem Umfang zum Einsatz. Für die Asfinag ist das Projekt zugleich eine Möglichkeit, weitere Erfahrungen mit der Bauweise aus regionalen Naturmaterialien zu sammeln.

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