04.12.2025
FINANZIERUNG

Klosterneuburger Lichttherapie-Startup Syntropic holt sich sechsstelliges Investment

Syntropic entwickelt eine Lichttherapie gegen Depressionen. Für seine Expansionspläne in den USA sicherte das Unternehmen eine mittlere sechsstellige Finanzierungsrunde.
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(c) Syntropic

Bereits im April 2024 kommunizierte das Klosterneuburger Startup Syntropic eine siebenstellige Finanzierungsrunde (brutkasten berichtete).

Nun erhält Syntropic nun erneut Kapital. Als alleiniger Investor tritt diesmal better ventures auf. Dabei handelt es sich um eine Allianz an Angel-Investor:innen rund um die deutsche Impact-Unternehmerin und Investorin Tina Dreimann. Das Investoren-Netzwerk verfügt laut eigenen Angaben über rund 250 Mitglieder – darunter zahlreiche führende Business Angels.

Bei dem Investment handelt es um eine Erweiterung einer bisher nicht bekannten, im ersten Qurtal 2025 abgeschlossen Finanzierungsrunde. An dieser waren außerdem xista science ventures, das Health-Angel-Netzwerk Springboard Health Angels, Wicklow Capital aus den USA sowie Vento Venture beteiligt. Im Gesamten beläuft sich die Finanzierungsrunde auf einen „mittleren sechsstelligen Betrag“.

Bei better ventures handelt es sich um eine Allianz an Angel-Investor:innen rund um die deutsche Impact-Unternehmerin und Investorin Tina Dreimann. Das Investoren-Netzwerk verfügt laut eigenen Angaben über rund 250 Mitglieder – darunter zahlreiche führende Business Angels.

Lichttherapie als Telemedizin

Syntropic entwickelt eine Lichttherapie, die gegen Depressionen helfen soll. Die Behandlung erfolgt über ein hauseigenes Gerät, das gezielt den Aufbau von Nervenzellverbindungen im Gehirn aktiviert. Dieser Mechanismus soll bei der Verbesserung depressiver Symptome eine zentrale Rolle spielen. Syntropic wurde 2023 aus dem Institute of Science and Technology Austria (ISTA) ausgegründet.

Die Therapie wird zu Hause angewendet und telemedizinisch begleitet. Erste präklinische Daten würden laut Syntropic deutliche Verbesserungen bei Antriebslosigkeit, Stress und sozialem Rückzug zeigen.

FDA-Zulassung in den USA geplant

Das Kapital soll nun in die laufende klinische Entwicklung und Studien fließen. Zudem ist auch die Vorbereitung der FDA-Zulassung in den USA geplant.

„Wir freuen uns sehr über das Investment von better ventures, denn das Netzwerk bringt weit mehr als Kapital ein, nämlich echte unternehmerische Erfahrung und strategische Perspektive. Für uns als MedTech-Startup in einer frühen, forschungsnahen Phase war genau diese Kombination entscheidend, um mit Fokus und Tempo Richtung Zulassung und Skalierung zu gehen“, so das Unternehmen in einer Aussendung.

2025 startete Syntropic Medical seine erste klinische Studie (LUX-Trial) an der Universität São Paulo in Brasilien. Kurz darauf folgte die Genehmigung für eine weitere Studie zur Anwendung zu Hause (NEON-Trial) zusammen mit NYU Langone Health, einem der führenden neurologischen Forschungszentren in den USA.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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