24.03.2025
PETS

XXOO Pets Family: Linzer Startup baut stilvolle Möbel für Haustiere

Das oberösterreichische Startup XXOO Pets Family bietet Haustierprodukte mit außergewöhnlichen Designs an. Gründerin Anna Song erklärt ihre Idee.
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XXOO Pets Family, Kratzbaum, Kratzbäume, Möbel für Haustiere
© XXOO Pets Family/FB - Haustierdesign-Möbel aus Linz.

Anna Song war jahrelang Haustierbesitzerin und hatte Freude daran, für ihre Haustiere einkaufen zu gehen. Doch jedes Mal, wenn sie nach etwas Besonderem suchte, fand sie in allen Shops nur dasselbe – und jahrelang keine Veränderung: kein Design und meist maskuline Farben, wie sie sich erinnert. „Das passte für mich überhaupt nicht zu meinen Haustieren“, sagt die XXOO-Pets-Family-Founderin. „So entstand meine Idee, Haustierprodukte mit außergewöhnlichem Design in verschiedenen Styles und Farben anzubieten. Produkte, die sowohl zur Persönlichkeit des Haustiers als auch zum Stil des Haustierbesitzers passen.“

XXOO Pets Family: minimalistischer Beginn

Anfang 2024 hat Song als Einzelunternehmerin, die beim i2b Businessplan-Wettbewerb den zweiten Platz in der Kategorie EPU gewonnen hat, ihre Idee in limitierter Menge getestet und Kundenfeedback gesammelt. „Vor Kurzem haben wir die Gründung der GmbH abgeschlossen und erweitern nun gezielt unser Sortiment“, erklärt sie. „Während der Testphase habe ich den Großteil alleine gemacht, da mein Ziel war, mit minimalen Ressourcen die Idee zu testen – so war der gesamte Prozess effizienter und das Risiko geringer. Jetzt, da die GmbH-Gründung abgeschlossen ist, bin ich dabei, auch mein Team gezielt zu erweitern.“

Nach dem Website-Launch gab es für XXOO Pets Family Bestellungen aus ganz Europa und regelmäßige Anfragen nach weiteren Designs und Farben. „Unsere Zielgruppe sind stilbewusste Haustierbesitzer, die Wert auf Design, Kreativität und Individualität legen. Sie suchen nach außergewöhnlichen Haustierprodukten, die sich von der Masse abheben – einige Kunden warten sogar monatelang auf bestimmte Designs“, sagt Song, die ihrem Konzept neben der Kreativität auch eine emotionale Ebene unterlegt hat.

Emotion und Storytelling

„Unsere Produkte mit ihrem außergewöhnlichen Design wecken bereits auf den ersten Blick Emotionen“, präzisiert sie. „Durch Storytelling können wir Inhalte schaffen, die Emotionen auslösen.“ Besonders beliebt dabei ist der „Kratzbaum Blume“, wobei auch personalisierte Tiermöbel möglich sind.

„Positives Feedback“

Wer ein Haustier hat, kennt es vielleicht. Ob die kleinen Vierbeiner ihr Möbelstück annehmen, gleicht manchmal einer Lotterie und der Karton der letzten Online-Bestellung wird zu einem Himmelbett, während das erworbene Möbelstück unbenutzt verstaubt. Bei XXOO Pets Family scheint es dieses Problem nicht zu geben, man habe bisher nur positives Feedback von Kunden erhalten.

„Unsere Produkte bieten mehr als nur die Grundfunktionen und sind speziell auf die Bedürfnisse der Haustiere abgestimmt. Zum Beispiel hat unser Katzenbett auch einen Kratzstamm und integriertes Katzenspielzeug. Unsere Farben sind oft verspielt und so gewählt, dass sie auch von Haustieren wahrgenommen werden können“, erklärt Song.

Die Produktion der kreativen Möbel erfolgt in China. Dort arbeitet Song mit sechs Partnerproduzenten zusammen, die gemeinsam mit ihr Designs entwickeln und die Produkte nach ihren Vorgaben herstellen.

XXOO Pets Family: Expansion als Ziel

Derzeit arbeitet die Gründerin an der Planung neuer Designs und der Erweiterung des Sortiments. „Zudem bereite ich die Expansion unseres Vertriebskanals in den stationären Handel vor“, sagt sie. „Gleichzeitig fokussiere ich mich auf die Entwicklung unserer Marketingstrategie und den gezielten Teamaufbau.“

Zu den weiteren Zielen des Startups gehören weitere Designs in Produkte umzusetzen, das Performance-Marketing zu starten und den Kundenstamm aufzubauen. Auch die Expansion auf weitere Marktplätze (wie Amazon) steht im Fokus der Founderin, sowie der Ausbau weiterer Vertriebswege.

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kalkül
© kalkül - Michael Leister (links) und Lukas Weilguny (rechts) von kalkül.

Entstanden ist kalkül aus einem eigenen Problem. Lukas Weilguny und Michael Leister entwickeln als Selbstständige seit 2017 Software für Unternehmen. Als ihr damals genutztes Rechnungsprogramm nach einer Übernahme spürbar schlechter wurde, sahen sie sich nach Alternativen um und testeten mehr als zehn Buchhaltungsprogramme.

„Wir haben kein einziges gefunden, das wirklich einfach und gleichzeitig auf Österreich zugeschnitten war. Buchhaltung ist der langweiligste Teil im Alltag von Selbstständigen. Niemand will stundenlang eine Software lernen, nur um die erste Rechnung zu schreiben. Genau das ändern wir“, erinnert sich Leister.

kalkül: von 1.000 auf 10.000 Nutzer:innen

Also schufen sie 2023 eine eigene Lösung: Ihre Software, die von der we-dev e.U. betrieben wird, dient der Erstellung von Angeboten und Rechnungen, führt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit und deckt Mahnwesen und Zahlungsabgleich ab. Laut Unternehmen ist sie auf die österreichischen Steuervorgaben abgestimmt.

Im November 2024 zählte kalkül 1.000 Nutzer:innen, im Februar 2026 waren es 5.000. Seither hat sich die Zahl innerhalb von sieben Monaten noch einmal verdoppelt. Treibende Kraft hinter dem organischen Wachstum waren den Gründern zufolge persönliche Empfehlungen und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Bezahlte Werbeanzeigen testen die Gründer erst seit Kurzem. Das Unternehmen ist eigenfinanziert und hat bis heute keine externe Finanzierung aufgenommen.

Allgemein wird der Markt für Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum von deutschen Anbietern dominiert. Österreich werde dort meist nur als kleines Nischenland mitgedacht. Besonderheiten wie Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, BAO-Aufbewahrungspflichten oder Verzugszinsen nach österreichischem Recht werden oft nur oberflächlich abgedeckt, sagen die Founder. Kalkül sei hingegen exakt für diesen Markt gebaut, inklusive Rechnern für Einkommensteuer, SVS-Beiträge, Gewinnfreibetrag und Abschreibungen.

Freemium-Modell

Um Selbstständige gerade zu Beginn zu entlasten, setzt kalkül auf ein Freemium-Modell: Kernfunktionen wie Angebote, Rechnungen, Mahnwesen und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind ohne Limits dauerhaft kostenlos. Ein Abo indes schaltet Zusatzfunktionen wie den automatischen Bankabgleich mit über 2.600 Banken frei. Der überwiegende Teil der 10.000 Nutzer:innen verwendet die Gratisversion, wie man mitteilt.

„Als wir das Abo eingeführt haben, gab es dafür wochenlang praktisch keine exklusiven Funktionen. Trotzdem haben Leute bezahlt, einfach um die Entwicklung zu unterstützen. Das war für uns das ehrlichste Feedback, das wir bekommen konnten“, sagt Weilguny.

Integrierte Registrierkassenlösung als nächster Schritt

Als nächsten großen Schritt kündigen die Gründer eine integrierte Registrierkassenlösung an. Parallel baut kalkül die Zusammenarbeit mit Steuerberatern aus: Enger Partner ist die Linzer Kanzlei Raml & Partner, die zwölffach als „Steuerberater des Jahres“ (in der Kategorie „Allrounder Oberösterreich“) ausgezeichnet wurde. Weitere Kooperationen sind geplant. Mittelfristig soll außerdem eine KI-gestützte Belegerkennung Ausgaben automatisch auslesen und kategorisieren.

Welche Funktionen zuerst kommen, entscheidet – laut Foundern – weitgehend die Community: Je häufiger ein Feature angefragt wird, desto weiter rückt es nach vorn. „Wir wollen das einfachste Rechnungsprogramm für Selbstständige in Österreich sein“, sagt Leister. „Mit 10.000 Nutzern sind wir ein gutes Stück weiter, aber bei 376.112 Ein-Personen-Unternehmen im Land haben wir noch viel vor uns.“

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