Xund: Wiener HealthTech holt sich 6 Millionen Euro Investment
Die Finanzierungsrunde wurde von Lead Ventures angeführt, mit Beteiligung von J&T Ventures und fortgesetzter Unterstützung der Bestandsinvestoren. Neben der DACH-Region soll die Expansion auch nach Großbritannien erfolgen.
Bereits im September 2022 machte das Wiener Healthtech-Scaleup Xund mit einer Finanzierungsrunde in Höhe von sechs Millionen Euro auf sich aufmerksam (brutkasten berichtete).
Nun legt das 2018 gegründete Unternehmen erneut nach: In einer frisch verkündeten Pre-Series-A-Runde konnte sich Xund erneut sechs Millionen Euro sichern – angeführt von Lead Ventures, begleitet von J&T Ventures und unterstützt von den bestehenden Investoren – zu diesen zählen MassMutual Ventures, tba network und LANA Ventures.
Mit dem neuen Kapital will Xund insbesondere in der DACH-Region sowie in Großbritannien weiter expandieren und laut eigenen Angaben „seine europaweite Führungsposition“ im Bereich KI-gestützter Gesundheitsversorgung ausbauen.
Xund bietet Software-as-a-Medical-Device-Lösungen
Xund entwickelt MDR-zertifizierte Software-as-a-Medical-Device-Lösungen (SaMD), die bereits bei führenden Versicherungen, Krankenhäusern und Pharmaunternehmen im Einsatz sind und einen digitalen, KI-basierten Patientenpfad von Prävention bis zur Diagnose unterstützen. Das frische Funding ermöglicht neben der geografischen Expansion auch die Weiterentwicklung neuer Lösungen wie „RAVE“, einem Large Language Model (LLM) für den Gesundheitsbereich.
InvestAI: Scaleup möchte von 200 Milliarden Euro profitieren
“Klarheit in die wichtigsten Entscheidungen im Gesundheitssystem zu bringen” – so beschreibt Lead Ventures-Managing-Partner Balázs Haszonics die Mission von Xund und betont, dass das Startup mit seinen digitalen Lösungen nicht nur die Patientenerfahrung verbessern, sondern auch Workflows in Gesundheitseinrichtungen effizienter gestalten könne. J&T Ventures-Partner David Polach wiederum sieht in KI-gestützten SaMD-Angeboten den Schlüssel für ein „effizienteres, zugänglicheres und datengesteuertes Gesundheitssystem.“
Mit der jüngst angekündigten EU-InitiativeInvestAI, die 200 Milliarden Euro für europäische Tech-Innovationen bereithält, ist das Timing für Xund günstig. Co-Founder und CEO Tamás Petrovics zeigt sich überzeugt, “die Weichen für ein datengesteuertes, personalisiertes Gesundheitssystem zu stellen, das die Versorgung nachhaltig verändern wird.”
Innovation & Unternehmertum: Jetzt für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 nominieren oder bewerben
Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 zeichnet Frauen unter 35 Jahren für Leistungen im Bereich von Innovation und Unternehmertum in Österreich aus. Einreichungen sind in drei Kategorien bis zum 17. August 2026 möglich. Die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro Preisgeld dotiert.
Innovation & Unternehmertum: Jetzt für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 nominieren oder bewerben
Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 zeichnet Frauen unter 35 Jahren für Leistungen im Bereich von Innovation und Unternehmertum in Österreich aus. Einreichungen sind in drei Kategorien bis zum 17. August 2026 möglich. Die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro Preisgeld dotiert.
Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig
Auch dieses Jahr wird der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) vergeben. Erstmalig erfolgt die Ausschreibung in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Mit dem Preis soll die Sichtbarkeit von Frauen erhöht werden, die in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement in Österreich tätig sind. Die Auszeichnung erinnert an die Namensgeberin Brigitte Bierlein, die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte Österreichs, und würdigt zugleich das Lebenswerk der Schirmherrin des Preises, der ehemaligen Bundesministerin Maria Rauch-Kallat.
Ziel der Initiative ist es, Frauen im unternehmerischen und wirtschaftlichen Umfeld sichtbar zu machen und deren Leistungen durch öffentliche Aufmerksamkeit sowie politische Anerkennung zu unterstützen. Die Veranstalter:innen wollen damit erfolgreiche Frauen als Vorbilder für nachfolgende Generationen positionieren, um junge Talente zur Verfolgung von Laufbahnen in Wirtschaft, Forschung und Innovation zu motivieren. Das soll auch langfristig zum Abbau von Geschlechterungleichheiten in Führungspositionen beitragen.
Die Voraussetzungen für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026
Konkret richtet sich die Ausschreibung an Frauen unter 35 Jahren, die in Führungspositionen oder mit Verantwortung in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Organisationen tätig sind. Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Entrepreneurship, Innovation und Technologie, angewandte wirtschaftlich-technische Forschung und Wissenschaft, Familienunternehmen sowie Startups.
Für eine Nominierung müssen die Leistungen der Bewerberinnen einen Bezug zu Österreich aufweisen. Das kann durch eine Wirkung auf den Wirtschafts- oder Innovationsstandort, eine entsprechende Tätigkeit im Land oder relevante Projekte mit Österreich-Fokus passieren. Die Staatsbürgerschaft und der aktuelle Wohnsitz der Kandidatinnen sind für die Vergabe hingegen kein Kriterium.
Die Vergabe des Preises erfolgt dieses Jahr in drei Kategorien, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind:
Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge: Diese vom BMWET vergebene Kategorie richtet sich an Frauen, die als Gründerinnen, Unternehmensübernehmerinnen oder Managerinnen mit Ergebnisverantwortung zur Entwicklung eines Unternehmens beitragen. Berücksichtigt werden laut Ausschreibung Leistungen in Bereichen wie Betriebsübernahmen, Generationenwechseln, Internationalisierung, Wachstum aus bestehenden Strukturen, Social Entrepreneurship sowie bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle.
Forschung, Innovation & Transfer: In dieser von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gestifteten Kategorie werden Frauen ausgezeichnet, die wissenschaftliche Arbeit mit wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Wirkung verbinden. Der Fokus liegt auf der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen – wie etwa Spinoffs, technologiegetriebene Startups oder Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – sowie auf Lösungen mit wirtschaftlicher Relevanz oder Skalierbarkeit.
Ehrenpreis Maria Rauch-Kallat: Gesellschaftlicher Impact & Role Model: Diese vom BMWET vergebene Auszeichnung würdigt Frauen, die durch eine Vorbildfunktion und einen gesellschaftlichen Beitrag über Branchengrenzen hinweg wirken. Preisträgerinnen sollen beispielhaft für gesellschaftlichen Wandel und Empowerment stehen. Die Ausgezeichnete erhält neben dem Preisgeld einen Platz im WoMentoring-Programm des club alpha.
Zeitplan und Nominierungsverfahren
Die Einreichfrist für Nominierungen hat bereits begonnen und läuft bis zum 17. August 2026. Für Mitte September ist die Veröffentlichung der Liste „35 under 35“ mit den nominierten Frauen vorgesehen. Anfang November tritt eine achtköpfige Fachjury aus den Bereichen Unternehmertum, Wissenschaft und Startups zusammen, um die Preisträgerinnen auszuwählen. Die feierliche Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 statt.
Nominierungen können sowohl als Selbstnominierung der Bewerberinnen als auch als Fremdnominierung durch Dritte eingereicht werden.
Jetzt Nominieren oder Bewerben!
Die Einreichung von Nominierungen und Bewerbungen ist über die Online-Formulare des Bundesministeriums möglich.
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