28.09.2023

XR Landscape Austria: So ist Österreich bei AR-/VR-Projekten aufgestellt

Die österreichische XR-Landschaft wächst - langsam, aber stetig. Die XR Landscape Austria hat wiederholt die nationale Szene analysiert.
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Eine Frau mit VR-Brille
WavebreakmediaMicro - stock.adobe.com

Es tut sich was in der österreichischen XR-Szene. Matthias Grabner und Clemens Wasner, beide Vorstandsmitglieder bei AI Austria, veröffentlichten die Analyse „XR Landscape Austria“. Sie bietet einen Überblick über Firmen, Plattformen und Institutionen im XR-Bereich.

XR ist ein Sammelbegriff für AR (Augmented Reality), VR (Virtual Reality) und MR (Mixed Reality). Die Analyse wird seit über fünf Jahren regelmäßig durchgeführt, und wurde ursprünglich 2018 als AR/VR Landscape Austria veröffentlicht.

Keyfindings XR Landscape Austria

Kernaussagen der Analyse beinhalten etwa, dass das österreichische XR-Ökosystem stabil und ohne große Sprünge bleibt. Das Wachstum ist langsam, aber stetig. Globale Tech-Firmen würden Österreichs XR-Potenzial erkennen, und daher lokale Niederlassungen aufbauen. National wurden über 100 Projekte gelistet, 43 davon in Wien.

Den Peak der von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützten Projekte erreichte Österreich im Jahr 2019. Danach setzte – wohl durch die Pandemie – ein Abfall ein. 2021 zeichnete sich eine leichte Erholung ab – seitdem sinkt die Anzahl der von der FFG geförderten Projekte jedoch stetig.

Österreich setzt auf Gesundheitsprojekte

Die meisten nationalen Projekte befinden sich im Gesundheitsbereich, gefolgt von der Industriebranche und dem Mobilitätssektor. Die meisten XR-Projekte, die von der FFG unterstützt werden, kommen von Unternehmen. Mit größerem Abstand dahinter sind Projekte von nicht-universitären Forschungsinstituten, und Universitätsprojekte. Das Ziel des Analysereports sei laut Grabner die Hervorhebung und Vernetzung der aktivsten Mitglieder der XR-Szene.

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Sasha Lipman und Petra Capin | (c) tech2impact

2020 startete tech2impact in Wien als Mentoring-Programm für Impact-Startups (brutkasten berichtete damals). Das erklärte Ziel der Gründerinnen Sasha Lipman und Jelena Popovic zum Start: „Gründer:innen gezielt dort zu unterstützen, wo sie es am meisten brauchen bzw. spezifische Bedürfnisse haben.“ Dafür gab es ein Netzwerk an Mentor:innen.

Mit der Zeit wurde das Programm weiterentwickelt. Co-Gründerin Popovic ging – für sie kam später Petra Capin. 2022 startete man ein Accelerator-Programm (brutkasten berichtete), 2024 wurde eine umfassende Neuaufstellung kommuniziert. Man gehe „von einem unternehmenszentrierten zu einem personenorientierten Modell über“, hieß es damals. Es folgten weitere Initiativen, darunter die mehrmalige Organisation des Events Insideout Summit im Rahmen der ViennaUp.

„Haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht“

Doch wie das Führungsduo Lipman und Capin via LinkedIn bekanntgab, wird tech2impact bald geschlossen. Im Herbst setze man noch einen letzten Durchgang des Programms „Edge“ um, im Frühling 2027 werde man dann das Geschäft beenden. „Wir haben mehr Geschäftsmodelle ausprobiert, als wir zählen können, alle mit demselben Ziel: tech2impact zu einem nachhaltigen Business zu machen, das nicht nur von Projekt zu Projekt läuft“, schreiben Lipman und Capin.

Trotz Erfolgen und finanziellen Wachstums, die erreicht worden seien, sei man stark von äußeren Faktoren wie Förderzyklen und Budgets von Partnern abhängig geblieben. „Wir haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht, die es gebraucht hätte“, so die beiden weiter. Getreu den eigenen Prinzipien stehe letztlich die mentale Gesundheit an erster Stelle. Man werde die Vision aber in anderen Formaten vorantreiben.

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