17.03.2026
AUSBILDUNG

WU Ignite Ventures startet VC Analyst Program für Studierende

Mit dem neuen VC Analyst Program bindet WU Ignite Ventures Studierende in die Praxis von Venture-Capital-Investments ein. Das Programm umfasst die Mitarbeit an realen Deals, Workshops und ein Mentoring durch etablierte Investor:innen aus der österreichischen Startup-Szene.
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© NIKLAS STADLER | www.niklasstadler.at

Die Investmentgesellschaft der Wirtschaftsuniversität Wien, WU Ignite Ventures, startet das VC Analyst Program. Das Programm richtet sich an Studierende der WU und soll Einblicke in den Bereich Venture Capital geben. Der offizielle Auftakt fand am 13. März bei dem Wiener Scaleup Fiskaly statt, als Co-Host fungierte i5Growth. Zahlreiche Vertreter:innen aus der Venture-Capital- und Startup-Szene waren bei dem Auftakt anwesend.

Mitarbeit im Investmentprozess

Die Teilnehmer:innen arbeiten im Rahmen des Programms im Investmentprozess des Venture-Capital-Fonds mit. Zu den Aufgaben der Analyst:innen zählt die Identifikation von WU-Gründer:innen auf und abseits des Campus. Zudem unterstützen sie bei Due-Diligence-Prüfungen sowie im Transaktionsprozess und arbeiten mit den Gründer:innen der Portfoliounternehmen von WU Ignite Ventures zusammen. Diese Beiträge fließen in die Portfolio- und Investitionsentscheidungen der Gesellschaft ein.

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„Viele Programme erklären, wie Venture Capital funktioniert. Wir gehen einen Schritt weiter: Studierende arbeiten bei uns direkt im Investmentprozess mit und erleben, wie Entscheidungen über reale Startup-Investments entstehen“, sagt Rudolf Dömötör, Co-Geschäftsführer von WU Ignite Ventures und Direktor des WU Entrepreneurship Center.

Markus Aumer aus dem Investment Management der WU Ignite Ventures ordnet das Programm im Hinblick auf den Arbeitsmarkt ein: „Top-Studierende interessieren sich zunehmend für Venture Capital – bislang kommt der Zugang jedoch oft sehr spät. Mit dem VC Analyst Program schaffen wir einen frühen, praxisnahen Einstieg direkt in den Investmentalltag“. Das Format adressiere den Bedarf an Nachwuchstalenten im Venture-Capital-Markt, in dem klassische Juniorrollen zunehmend abnehmen.

Kohorte und Partnernetzwerk

Die erste Kohorte läuft von März bis Juni. Aus 93 Bewerbungen wurden in einem dreistufigen Auswahlverfahren zwölf Teilnehmer:innen ausgewählt. Die Hälfte der aktuellen Kohorte besteht aus Frauen. Künftig soll das Programm jährlich von Oktober bis Juni stattfinden.

Ein Bestandteil des Programms ist ein Curriculum aus 13 Workshops. „Der inhaltliche Teil wird bewusst von jenen Partnern getragen, die tagtäglich investieren, Fonds aufbauen und mit Gründer:innen arbeiten – direkt in deren Offices“, sagt Anna Langen, Program Lead des VC Analyst Program. Zu den teilnehmenden Partnerunternehmen gehören unter anderem 3VC, der aws Gründungsfonds, AustrianStartups, Calm/Storm, Speedinvest und Elevator Ventures. Flankierend findet ein individuelles Mentoring durch aktive Investor:innen statt.

Beteiligungen von WU Ignite Ventures

WU Ignite Ventures ist eine 100-prozentige Tochter der WU Stiftung und investiert in universitäre Spin-offs in der Pre-Seed-Phase. Gefördert wird die Gesellschaft durch das Modul 1 der aws Spin-off-Initiative. Pro Jahr sollen bis zu acht Teams mit bis zu 50.000 Euro unterstützt werden (brutkasten berichtete). Die Investments erfolgen über sogenannte SAFE-Verträge (Simple Agreement for Future Equity). Voraussetzung für ein Investment ist ein Bezug des Gründungsteams zur WU in Form von Studierenden, Alumni oder Faculty. Erste Beteiligungen wurden im Oktober 2025 kommuniziert (brukasten berichtete). Erst Ende Feber erfolgte zudem die Einsetzung eines Investment Committees (brutkasten berichtete).

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Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig
Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig

Auch dieses Jahr wird der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) vergeben. Erstmalig erfolgt die Ausschreibung in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Mit dem Preis soll die Sichtbarkeit von Frauen erhöht werden, die in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement in Österreich tätig sind. Die Auszeichnung erinnert an die Namensgeberin Brigitte Bierlein, die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte Österreichs, und würdigt zugleich das Lebenswerk der Schirmherrin des Preises, der ehemaligen Bundesministerin Maria Rauch-Kallat.

Ziel der Initiative ist es, Frauen im unternehmerischen und wirtschaftlichen Umfeld sichtbar zu machen und deren Leistungen durch öffentliche Aufmerksamkeit sowie politische Anerkennung zu unterstützen. Die Veranstalter:innen wollen damit erfolgreiche Frauen als Vorbilder für nachfolgende Generationen positionieren, um junge Talente zur Verfolgung von Laufbahnen in Wirtschaft, Forschung und Innovation zu motivieren. Das soll auch langfristig zum Abbau von Geschlechterungleichheiten in Führungspositionen beitragen.

Die Voraussetzungen für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026

Konkret richtet sich die Ausschreibung an Frauen unter 35 Jahren, die in Führungspositionen oder mit Verantwortung in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Organisationen tätig sind. Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Entrepreneurship, Innovation und Technologie, angewandte wirtschaftlich-technische Forschung und Wissenschaft, Familienunternehmen sowie Startups.

Für eine Nominierung müssen die Leistungen der Bewerberinnen einen Bezug zu Österreich aufweisen. Das kann durch eine Wirkung auf den Wirtschafts- oder Innovationsstandort, eine entsprechende Tätigkeit im Land oder relevante Projekte mit Österreich-Fokus passieren. Die Staatsbürgerschaft und der aktuelle Wohnsitz der Kandidatinnen sind für die Vergabe hingegen kein Kriterium.

Die Vorjahres-Preisträgerinnen: v.l. Marlene Rezk-Füreder (3. Platz), Anja Moser-Tscharf (2. Platz), Katharina Baumgartner (1. Platz), Lara Vadlau (Ehrenpreis); Foto: BMWET/Veronika Noisternig

Die drei Preiskategorien

Die Vergabe des Preises erfolgt dieses Jahr in drei Kategorien, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind:

  • Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge: Diese vom BMWET vergebene Kategorie richtet sich an Frauen, die als Gründerinnen, Unternehmensübernehmerinnen oder Managerinnen mit Ergebnisverantwortung zur Entwicklung eines Unternehmens beitragen. Berücksichtigt werden laut Ausschreibung Leistungen in Bereichen wie Betriebsübernahmen, Generationenwechseln, Internationalisierung, Wachstum aus bestehenden Strukturen, Social Entrepreneurship sowie bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle.
  • Forschung, Innovation & Transfer: In dieser von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gestifteten Kategorie werden Frauen ausgezeichnet, die wissenschaftliche Arbeit mit wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Wirkung verbinden. Der Fokus liegt auf der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen – wie etwa Spinoffs, technologiegetriebene Startups oder Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – sowie auf Lösungen mit wirtschaftlicher Relevanz oder Skalierbarkeit.
  • Ehrenpreis Maria Rauch-Kallat: Gesellschaftlicher Impact & Role Model: Diese vom BMWET vergebene Auszeichnung würdigt Frauen, die durch eine Vorbildfunktion und einen gesellschaftlichen Beitrag über Branchengrenzen hinweg wirken. Preisträgerinnen sollen beispielhaft für gesellschaftlichen Wandel und Empowerment stehen. Die Ausgezeichnete erhält neben dem Preisgeld einen Platz im WoMentoring-Programm des club alpha.


Zeitplan und Nominierungsverfahren

Die Einreichfrist für Nominierungen hat bereits begonnen und läuft bis zum 17. August 2026. Für Mitte September ist die Veröffentlichung der Liste „35 under 35“ mit den nominierten Frauen vorgesehen. Anfang November tritt eine achtköpfige Fachjury aus den Bereichen Unternehmertum, Wissenschaft und Startups zusammen, um die Preisträgerinnen auszuwählen. Die feierliche Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 statt.

Nominierungen können sowohl als Selbstnominierung der Bewerberinnen als auch als Fremdnominierung durch Dritte eingereicht werden.


Jetzt Nominieren oder Bewerben!

Die Einreichung von Nominierungen und Bewerbungen ist über die Online-Formulare des Bundesministeriums möglich.

Weitere Details und die vollständigen Vergaberichtlinien stehen auf der offiziellen Website zum Preis zur Verfügung.

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