18.06.2024
ARBEITSMARKT

Work-Life-Balance weniger wichtig: Darauf achten Jobsuchende heute

Für Jobsuchende sind vor allem das Gehalt und die Arbeitsplatzsicherheit bei einer neuen Stelle entscheidend, wie eine Umfrage von Hokify erhoben hat.
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Das Bild zeigt zwei Personen, die sich über einem Tisch die Hand geben. Der Fokus liegt auf dem Händedruck, während die Gesichter der Personen nicht sichtbar sind. Im Hintergrund ist ein unscharfer Mensch in kariertem Hemd erkennbar. Auf dem Tisch liegen Dokumente, ein Stift und ein Laptop. Die Szene vermittelt einen formellen oder geschäftlichen Kontext, wahrscheinlich eine Verhandlung oder eine Einigung.
Das Gehalt und Arbeitsplatzsicherheit sind für die Befragten entscheidend. (c) Adobe Stock / Michael

Wer seinen Arbeitsplatz wechseln will, achtet bei neuen Jobangeboten vor allem auf ein höheres Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit folgt mit etwas Abstand. Das hat die Jobplattform Hokify in einer Umfrage unter 1.000 Benutzer:innen ihrer App erhoben. Die Faktoren Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten werden erst danach genannt.

Flexible Arbeitszeiten und Work-Life-Balance

Hier lässt sich eine leichte Veränderung zum Vorjahr feststellen: Im „Fachkräftereport 2023“ der Jobplattform wurden Arbeitsplatzsicherheit und Gehalt von den Befragten noch als in etwa gleich wichtig eingeschätzt. Dadurch werde deutlich, dass die Teuerungen im vergangenen Jahr auch den Markt für Jobsuchende stark beeinflusst hätten: „In finanziell schwierigen Zeiten gewinnen Gehalt und Arbeitsplatzsicherheit wieder deutlich an Bedeutung“, erklärt Hokify-CEO Jutta Perfahl-Strilka.

Unternehmen könnten diese Faktoren auch im Recruiting berücksichtigen: Sind bei einer Stelle flexible Arbeitszeiten nicht möglich, könne das Gehalt oder die Arbeitsplatzsicherheit in einer Stellenanzeige betont werden. Diese sollte allgemein sehr klar formuliert werden: Knapp 60 Prozent der Befragten entscheiden innerhalb von fünf Minuten, ob sie sich für einen Job bewerben.

(c) Hokify

Schneller Recruiting-Prozess

Auch die Kommunikation im Bewerbungsprozess ist für Jobsuchende entscheidend. Für 22 Prozent der Befragten muss die Rückmeldung vom Unternehmen innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Vor allem im umkämpften Fachkräftesektor seien schnelle Bewerbungsprozesse ein Muss.

Werden Bewerber:innen nicht ausreichend informiert, könnten sie die Bewerbung wieder abbrechen oder ein anderes Jobangebot annehmen. „Wochenlange Bewerbungsprozesse und unbeantwortete Nachrichten können Betriebe sich derzeit einfach nicht leisten”, fasst Perfahl-Strilka zusammen.

Branchenwechsel für Fachkräfte

Knapp zwei Drittel der von Hokify befragten Arbeitnehmer:innen ziehen heuer einen Jobwechsel in Erwägung – da es sich um eine Umfrage auf der Plattform handelt, dürfte dieser Wert nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sein. Für 57 Prozent kommt sogar ein Branchenwechsel in Frage, vor allem im Handel, Bauwesen, Transport und Logistik sowie in der Gastronomie. Das lasse sich Hokify zufolge auf die guten Jobchancen und die starke Marktposition der Fachkräfte in diesen Branchen zurückführen. Die Wechselbereitschaft ging damit zurück – wie brutkasten berichtete lag sie im vergangenen Jahr noch bei 70 Prozent.

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Moritz Plassnig
© zVg - Moritz Plassnig.

CloudBees zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Software-Delivery und wird von namhaften Investoren wie Goldman Sachs Asset Management, Morgan Stanley Expansion Capital und HSBC unterstützt. 2018 übernahm das milliardenbewertete US-Unternehmen das Wiener Startup Codeship, das Gründer Moritz Plassnig ab 2011 aufgebaut hatte. Nach mehreren Führungspositionen in der Softwarebranche kehrt Plassnig nun zu CloudBees zurück und übernimmt dort die Rolle des CEO sowie einen Sitz im Board of Directors.

Zuletzt war Plassnig als Chief Product Officer bei Immuta tätig, einer Plattform für Datensicherheit und -governance, wo er die Bereiche Produktentwicklung, Technik und Kundenerfolg leitete.

Plassnig: „Softwareentwicklung im Umbruch“

„Die Softwareentwicklung befindet sich erneut in einem Umbruch“, sagt Plassnig. „Unternehmen stehen unter dem Druck, Agentic Coding einzuführen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Das erfordert Aufsicht, Nachvollziehbarkeit und menschliche Beteiligung. CloudBees hat mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, das Vertrauen der weltweit größten und am stärksten regulierten Engineering-Organisationen zu gewinnen. Die Frage jedes CIOs lautet derzeit: Wie kann ich mithalten, ohne die Kontrolle zu verlieren? Wir sind mit der richtigen Lösung zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Unter Plassnigs neuer Führung möchte CloudBees ein AI-first-Unternehmen werden, sowohl bei den entwickelten Produkten als auch intern. KI-Agenten sind bei CloudBees aktuell in den Bereichen Engineering, Marketing und Kundenbetreuung eingebettet.

„Kurs nicht beibehalten“

Die Plattform hilft Unternehmen dabei, Regeln festzulegen, Risiken zu kontrollieren und den Überblick über die Softwareentwicklung zu behalten. Änderungen durch Menschen oder KI sind jederzeit sichtbar und nachvollziehbar. So können große Unternehmen KI sicher nutzen, ohne ihre bisherigen Tools und Arbeitsweisen auszutauschen. Plassnig spricht bereits mit Kunden und wird dies auch in den nächsten Wochen weiter vorantreiben.

„Wir sind Anuj dankbar, dass er CloudBees profitabel und fokussiert hinterlassen hat. Aber der Vorstand hat Moritz nicht an Bord geholt, um den bisherigen Kurs beizubehalten“, kommentiert Sacha Labourey, Mitbegründer und Vorstandsmitglied von CloudBees, die Bestellung. „Agentic Coding verändert gerade grundlegend, was Unternehmen von uns erwarten, und CloudBees wird sich ebenso radikal wandeln. Moritz weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, Software mittels Agentic Coding zu entwickeln. Das verändert seine Sichtweise auf die Governance, die sowohl Unternehmen als auch Entwicklerteams benötigen. Er hat das nötige Gespür, um diese Transformation anzuführen.“

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