03.08.2022

woom bringt mit SooNice Kindersonnenbrillen aus Plastikmüll auf den Markt

Das Klosterneuburger Kinderfahrrad-Startup woom bringt in Kooperation mit dem österreichischen Kindersonnenbrillen-Label SooNice eine Sonderedition der SooNice Sunnies auf den Markt.
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© woom GmbH/SooNice GmbH

Zwei Kindermarken aus Österreich machen gemeinsame Sache. Konkret handelt es sich um das Klosterneuburger Kinderfahrrad-Startup woom, das gemeinsam mit dem österreichischen Startup SooNice eine „woom“ Sonnenbrille auf den Markt bringt. Das besondere an den Brillen von SooNice: Das Startup produziert seine Kindersonnenbrillen aus recycelten Plastikmüll.

Sonnenbrillen gibt es gratis zu woom bikes

Die Sonnenbrillen in der Sonderedition „woom red“ gibt es laut woom ab sofort zu jedem neu gekauften woom ORIGINAL 2, 3 oder 4 gratis dazu – so lange der Vorrat reicht. Regulär zu kaufen sind die Brillen mit woom Branding allerdings nicht.

Die Brillen sollen nicht nur starker UV-Strahlung, sondern auch vor dem Fahrwind schützen, so das Startup aus Klosterneuburg. Zudem sind sie biegsam und kratzfest. Vor allem die Scharniere als Verbindungsstück zwischen Brillengestell und -bügeln stellen bei Kinderbrillen eine Herausforderung in der Langlebigkeit dar, da Kinder diese gerne mal in die verkehrte Richtung biegen. Daher wurden mit einem italienischen Produktionspartner klick- und austauschbare Bügeln konzipiert.

(c)

SooNice setzt auf Econyl

Die Kindersonnenbrillen von SooNice werden in Wien designed und in Mailand gefertigt. Sie bestehen aus dem leichten und nachhaltigen Recycling-Material Econyl-Nylon. Das Material wird aus Resten von Fischernetzen, Stoffresten, Teppichböden und Industriekunststoffen erzeugt. Es kann laut dem SooNice unbegrenzt recycelt werden, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Nicht mehr benötigte SooNice Sunnies können übrigens wieder als Ressource für zukünftige Sonnenbrillen verwendet werden und sind somit ein zirkuläres Produkt.


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(c) Haris Dervisevic / brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


„Aufbrechen“ hat zwei Bedeutungen: sich auf den Weg machen und etwas aufbrechen, das verkrustet ist. Diese Ausgabe braucht beide Varianten. Denn die Frage, wie Österreich bei industrieller KI, punkto Kapital und hinsichtlich europäischer Regeln vorankommt, lässt sich nicht mit Abwarten beantworten. Wir haben mit Menschen gesprochen, die das verstanden haben, und uns Regionen angesehen, in denen die Umsetzung längst passiert.

Christoph Knogler steht an der Spitze von Keba, dem Linzer Technologieunternehmen für industrielle Automatisierung, und sitzt der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung vor. In unserer Coverstory (Seite 22) erklärt er, warum industrielle KI Europas eigentliche Chance ist und wo Österreich aufholen muss. Dass Oberösterreich mehr ist als Industrie, zeigt unser Standort-Check ab Seite 30: von der Tabakfabrik über die JKU bis zu den Exits von Emmi AI und Tractive.

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Aufbrechen muss auch Europa: Wie weit die Rechtsform „EU Inc.“ inzwischen ist, analysieren wir ab Seite 46. Antonella Mei-Pochtler und Franz-Stefan Gady diskutieren im Doppelinterview (Seite 50), wie Kapital und Sicherheit über Europas Handlungsfähigkeit entscheiden. Und Estland führt vor, was ein kleines Land erreichen kann, wenn es Digitalisierung konsequent denkt (Seite 54).

Was Unternehmen heute tatsächlich mit KI anfangen, haben wir in der zweiten Staffel unserer Serie „No Hype KI“ mit Expert:innen diskutiert; das Wichtigste daraus ist ab Seite 40 zu lesen. Frank Möbius, fast 30 Jahre bei BMW, erklärt, warum der Transfer neuer Technologien ins Unternehmen das Schwierigste ist (Seite 66).

Im Bereich „Beyond Business“ erklärt Toto Wolff im Interview (Seite 78), warum bei der Fehlersuche niemand die Hand hebt, der Angst hat, gefeuert zu werden, und wie er bei Mercedes deshalb auf eine No-Blame-Kultur setzt. Wir zeigen weiters, wie Reverse Mentoring Hierarchien auf den Kopf stellt (Seite 72), und fragen die Fotografin Antje Wolm, warum Führungskräfte heute lernen müssen, sichtbar zu sein (Seite 82).

Zum Abschluss ein Hinweis in eigener Sache: Diese Ausgabe liegt beim European Forum Alpbach auf, wo brutkasten auch heuer wieder vor Ort ist. Wenn du dort bist: Sprich uns an, wir freuen uns auf den Austausch!

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