27.05.2024
GETRÄNKE-STARTUP

Nach Insolvenz und Neustart: Wonderful Biodrinks (ehem. Pona) sponsert Filmfestival

Ende des vergangenen Jahrs gelang Anna Abermann der Neustart ihres Getränke-Startups Pona als Wonderful Biodrinks. Nun setzt das Unternehmen einen Marketing-Schritt in einer engen Zielgruppe.
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Wonderful Biodrinks - Pona - Anna Abermann | (c) Griselda Photography
Anna Abermann | (c) Griselda Photography

Der Neustart sei eine „Chance, die man im Leben nicht zweimal bekommt“, sagte Anna Abermann gegenüber brutkasten Anfang des Jahrs. Im Sommer 2023 hatte ihr Getränke-Startup Pona Insolvenz anmelden müssen. Mit einem neuen Geschäftspartner an Bord erfolgte Ende des Jahrs die Neugründung als Wonderful Biodrinks – brutkasten berichtete ausführlich.

Wonderful Biodrinks sponsert Vienna Shorts 2024

Nun, einige Monate später, setzt Wonderful Biodrinks einen größeren Marketing-Schritt, wie das Startup in einer Aussendung bekannt gibt. Das Unternehmen wird Sponsor des Kurzfilmfestivals Vienna Shorts 2024. Konkret wird dabei die Marke „bitterschön“ beworben, ein Tonic auf Basis von Kräutern und natürlicher Chinarinde.

„Harmoniert perfekt mit der kreativen und innovativen Atmosphäre des Festivals“

Wonderful Biodrinks will sich mit dem Schritt einen Namen in der eher engen Zielgruppe der Kurzfilm-Begeisterten machen. „Unsere Philosophie, natürliche und authentische Produkte zu schaffen, harmoniert perfekt mit der kreativen und innovativen Atmosphäre des Festivals“, kommentiert Anna Abermann.

Neue Strategie mit konkreteren Zielgruppen

Der Schritt, in einer kleinen, konkreten Zielgruppe intensiv zu werben, passt in die neue Strategie, die Abermann gegenüber brutkasten Anfang des Jahres darlegte: „Wir werden generell vorsichtiger sein. In der Vergangenheit hatten wir eine klare Wachstumsstrategie, die für Getränke am Markt üblich war bzw. ist. Diese Strategie bedingt jedoch auch größere Marketingverpflichtungen, gerade im Handel und im Export. Das werden wir in Zukunft genauer überdenken und uns eventuell auch gegen eine Listung oder Partner entscheiden.“

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Das neue Labor von Sequestra ist weltweit einzigartig. | © sequestra

Es ist wohl eine der großen Fragen unserer Zeit: Wie kann der CO2-Gehalt in der Atmosphäre reduziert werden? Das Wiener Startup sequestra nimmt sich dieses Problems an. In seinem neu eröffneten und weltweit einzigartigen Labor erhebt es, wie viel CO2 in Schlacken, Aschen und Baurestmaterialien gebunden werden kann. Dadurch sollen die technologischen und monetären Nutzungsmöglichkeiten von diesen Materialen bewertet werden können. Kernstück ist die selbst entwickelte Analyseplattform Luma, die durch automatisierte Versuchsabläufe fundierte Daten über die CO2-Bindung und Materialumwandlung liefert.

„Maßnahmen zur CO2-Reduktion, sei es durch Verringerung industrieller Emissionen oder das Entfernen von CO2 aus der Atmosphäre, müssen durch transparente und wissenschaftlich fundierte Methoden belegt werden. Bei sequestra arbeiten wir an audit- und zukunftsfähigen Lösungen, welche das Rückgrat der Messung und Validierung von CO2-Bindung durch Mineralisierung bilden“, erklärt Chief Scientific Officer Matthias Ginterseder.

Ziel ist die globale Marktführung

Zu sequestras Kunden zählen Unternehmen z. B. aus der Stahl-, Zement- oder Bauindustrie. Die Absicht des Greentech-Startups ist klar. Es möchte globaler Marktführer im Feld der Messung und Optimierung von CO2-Mineralisierungsprozessen, also der Bindung von CO2 in z. B. mineralischen Reststoffen, werden. Mittelfristig will sequestra seine Messmethoden und Analysetechnologien zum Industriestandard entwickeln.

Sequestra untersucht wie viel CO2 in diversen Materialien gebunden werden kann. | © sequestra

2027 sollen Anlagen vermarktet werden

„Zurückblickend freuen wir uns sehr, sogar deutlich früher als ursprünglich geplant von unseren ersten Schritten der Technologieentwicklung bis zur Inbetriebnahme des kommerziellen Labors fortgeschritten zu sein“, sagt Roberto Lerche-Antoniazzi, Founder and Co-CEO von sequestra. Das Wiener Startup baut aktuell eine vorindustrielle Anlage am Standort Attnang-Puchheim. Ende 2027 möchte das Greentech-Unternehmen erste industrielle Anlagen zur CO2-Abbindung vermarkten.

Laut eigenen Angaben gehört die Firma zu den am schnellsten wachsenden Greentech-Unternehmen Mitteleuropas. Anfang des Jahres schloss sie eine Seed-Finanzierungsrunde über drei Millionen Euro ab. Überdies wurde sequestra durch die aufeinander aufbauende Förderprogramme der FFG unterstützt.

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