26.11.2020

Wirtschaftskammer Wien startet Webseminar-Reihe zum Thema „Homeoffice“

Die Wirtschaftskammer Wien startet vom 27. November bis zum 4. Dezember eine Webseminar-Reihe zum Thema "Homeoffice". Der Bogen spannt sich von Online-Telefonie über Arbeitsrecht, technische Tipps bis hin zur digitalen Kommunikation. Martin Heimhilcher, Spartenobmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, hat uns mehr über die Webseminar-Reihe erzählt.
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Home Office
Martin Heimhilcher, Spartenobmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien | (c) Haris Dervisevic / derbrutkasten
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Durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns ist das Thema
Homeoffice stark in den Mittelpunkt gerückt. Homeoffice ist allerdings für viele Österreicher noch Neuland und es gibt zahlreiche Herausforderungen, die bewältigt werden müssen – egal ob im EPU, KMU oder im Großbetrieb.

Die Wirtschaftskammer Wien hat dies zum Anlass genommen und eine eigene Webseminar-Reihe zum Thema Homeoffice ins Leben gerufen. Martin Heimhilcher, Spartenobmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, über die Intention der Webseminar-Reihe „Wir haben diese Reihe gestartet, da Homeoffice in Zeiten von Corona und den damit einhergehenden Lockdowns so viele Menschen betrifft. Wir wollen die Mitglieder der Wirtschaftskammer Wien bestmöglich bei allen relevanten Aspekten unterstützen.“

Homeoffice: Die Fragestellungen

Im Zeitraum vom 27. November bis zum 4. Dezember werden anhand von vier Terminen sowohl technische als auch rechtliche Aspekte rund um das Thema Homeoffice erläutert. Der Bogen spannt sich von Online-Telefonie über Arbeitsrecht, technische Tipps bis hin zu digitaler Kommunikation. Fragestellungen, die im Zuge der Webseminarreihe beantwortet werden:

  • Wie kann ich meinen Job überhaupt sinnvoll von zuhause durchführen?
  • Wer übernimmt welche Kosten beim temporären Auszug aus dem Büro?
  • Wie hole ich mein Bürotelefon auf mein Handy, ohne dass alle meine Privatnummer sehen?

„Das Arbeitsrecht ist natürlich ein ganz zentrales Thema, aber nicht nur: Denn wir zeigen auch auf, was einerseits bei der Technik und andererseits bei der Online-Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern zu beachten ist“, so Heimhilcher.


Das Webseminar im Überblick

Experten aus Recht, Kommunikation und Wirtschaft werden die Teilnehmer zu allen relevanten Aspekten rund um das Thema „Homeoffice“ informieren. Im Anschluss können auch selbst Fragen an die Vortragenden gestellt werden.

 „Uns war es wichtig, dass die Mitglieder ihre Fragen an die Experten stellen können. Die Webinare sollen nicht nur praxisnahe sein, sondern sich vor allem an den Bedürfnissen der Mitglieder orientieren“, so Heimhilcher über die Zielsetzung.

Teilnehmen können alle Mitglieder der Wirtschaftskammer Wien, und zwar kostenlos.
Anmelden kann man sich ganz einfach auf der Website der Sparte Information und
Consulting der Wirtschaftskammer Wien. Hier ein Überblick über die Termine:

Webseminar: Online-Telefonie

Fr 27.11.2020, 14-15:00 Uhr

Wie kann man mit einer Cloud-Telefonanlage die üblichen Probleme bei der Umleitung ins Homeoffice umgehen? Wie hole ich alle Funktionen meines Bürotelefons auf mein Handy? Eine einzige Telefonnummer und eine Voicemail garantieren uneingeschränkte Erreichbarkeit, ganz gleich, wo Sie sind und welches Endgerät Sie verwenden, ohne teure Weiterleitungen und mit den gewohnten Funktionen der Telefonanlage. Die Experten Joachim Fischer und Martin Grund zeigen die neuesten digitalen Möglichkeiten.

Webseminar: Arbeitsrecht

Mo 30.11.2020, 14-15:00 Uhr

Ist es überhaupt in meinem Interesse, dass die ArbeitnehmerInnen zuhause arbeiten und wenn ja, soll dies auf Dauer sein? Was hat der Gesetzgeber beim Homeoffice geplant? Das und viel mehr erfahren Sie von Mag. Wolfram Hitz, Referent für Arbeits- und Sozialversicherungsrecht der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich.

Webseminar: Technische Tipps

Do 03.12.2020, 14-15:00 Uhr

Welche Ausstattung sorgt für effizientes und komfortables Arbeiten sowie für Videokonferenzen, die möglichst „echt“ wirken? Ing. Mag. Dr. Vincenz Leichtfried, Berater für digitale Transformation und Datensicherheit, zeigt Ihnen außerdem, wie man Daten sicher mit anderen teilt, sodass sie von jedem Gerät aus und gleichzeitig mit anderen bearbeitet werden können. Dabei wird auch erläutert wie Sie sich den Datenschutz für Ihr Unternehmen zu nutzen machen.

Webseminar: Digitale Kommunikation

Fr 04.12.2020, 14-15:00 Uhr

Die Unternehmensberaterin und -trainerin Mag. Ulrike Brezovich gibt Ihnen einen Einblick, wie man bei Online-Besprechungen und Kundenmeetings kommuniziert, was die Spielregeln für die virtuelle Zusammenarbeit sind und wie virtuelle Führungskompetenzen aussehen!


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Marie Pierer, Designerin und Mitgründerin von Studio Furore, und Nino Groß, Head of Brand & Communications bei Instahelp | © Niki Pommer
Marie Pierer, Designerin und Mitgründerin von Studio Furore, und Nino Groß, Head of Brand & Communications bei Instahelp | © Niki Pommer

Bunt, warm, lebendig und offen: So beschreibt Instahelp seinen neuen Auftritt. Die 2015 gegründete Plattform für Online-Therapie und psychologische Beratung hat gemeinsam mit Studio Furore Logo, Typografie, Farbwelt, Fotografie und Illustration neu entwickelt. Entstanden ist laut Aussendung alles in Graz.

Der Auftritt soll laut Aussendung ein Gegenentwurf zur häufig cleanen und zurückhaltenden Ästhetik des Gesundheitsbereichs sein. Das in der Aussendung als „schnell“ beschriebene Logo rückt ein Kernattribut der Plattform ins Zentrum: den garantierten Erstkontakt mit Psycholog:innen binnen 24 Stunden.

Nino Groß, seit Jänner Head of Brand & Communications bei Instahelp, formulierte laut Aussendung den Markenauftrag, das Thema in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.

Über sein Netzwerk kam er laut Aussendung mit Marie Pierer in Kontakt, Designerin und Mitgründerin von Studio Furore. brutkasten hat bei beiden nachgefragt, was Gründer:innen und Marketingverantwortliche aus dem Projekt lernen können.

1. Die Marke laufend hinterfragen

„Man sollte wohl nie damit aufhören, seine Marke kritisch zu betrachten. Auch, wenn man etwas Ikonisches geschaffen hat“, sagt Groß. Spätestens wenn Markenelemente nicht mehr praktikabel oder im Kontext des Zeitgeists nicht mehr zielführend seien, sei es an der Zeit, etwas zu verändern.

Bei Instahelp sei die Ausgangssituation ideal gewesen: ein starkes Fundament und zehnjähriges Bestehen. „Die Grundidee war von Beginn weg, auf dem Bestehenden aufzubauen und es in die Zukunft zu tragen“, so Groß. Die Marke solle Strahlkraft über den Health-Bereich hinaus bekommen.

„Sei mutig.“: Der neue Auftritt von Instahelp soll laut Aussendung nicht klinisch oder distanziert wirken, sondern nahbar und selbstbewusst | © Studio Furore / Instahelp

2. Mit den W-Fragen beginnen

Als erste Best Practice nennt Groß die strategische Annäherung mit den wichtigsten W-Fragen: „Wozu machen wir das, wo wollen wir damit hin, welche Ziele soll die Marke erreichen, die sie bislang noch nicht erreicht hat?“

Pierer beschreibt den Ausgangspunkt ihrer Arbeit so: „Am Anfang steht für uns immer die Frage: Was wollen wir eigentlich vermitteln, wen wollen wir erreichen und was sollen Menschen fühlen, wenn sie mit der Marke in Berührung kommen?“

Darauf aufbauend entwickle Studio Furore ein Konzept mit einer klaren Herleitung. Daraus entstehe Schritt für Schritt die Brand Identity, von Logo, Farben, Typografie und Bildwelt bis hin zu Layoutsystem, Gestaltungselementen und Tonalität. Ziel sei ein Aha-Moment, „bei dem man versteht, warum etwas genau so gestaltet ist“.

3. Innen- und Außenperspektive zusammenbringen

Groß steuerte das Projekt in Abstimmung mit der Geschäftsführung und entwickelte das markenstrategische Konzept. Eingebunden waren außerdem die internen Design-Verantwortlichen, die den bisherigen Markenauftritt verantwortet hatten, sowie der CTO.

Diesen Mix zählt Groß zu den Best Practices des Projekts. Es gehe darum, jene, die den Markenkern gebaut haben, mit jenen zusammenzubringen, die ihn weiterentwickeln werden. „Diesen Wissenstransfer braucht es.“ Ebenso wichtig sei, offen und ohne Tabus zu diskutieren, was bleiben darf und was gehen muss. „Greift man die gesamte Identität an, ist das ein schmaler Grat.“

Dass die Entscheidungen im Unternehmen schnell fielen, hat Groß nach eigenen Angaben beeindruckt. Die Marke habe in ihrer Erscheinungsform seit zehn Jahren bestanden. „Von daher ist das keine kleine Intervention, wenn man an die gesamte Identität geht.“

4. Bei der Agentursuche das eigene Netzwerk nutzen

„Wir haben mehrere Angebote eingeholt, das sollte man immer“, sagt Groß. Ausschlaggebend sei im Endeffekt der persönliche Kontakt gewesen. Er kenne die Köpfe hinter Studio Furore schon lange und habe von ihnen nie etwas gesehen, das ästhetisch und handwerklich nicht auf sehr hohem Niveau gewesen sei.

Bei einem Mittagessen mit Pierer und Fotograf Kurt Bauer, der für die Bildwelt verantwortlich zeichnete, sei ihm nach ein paar Sätzen klar gewesen: „Die spüren die Marke.“

Startups und kleineren Unternehmen rät Groß, nach Möglichkeit persönliche Kontakte anzuzapfen, also Personen mit Erfahrung und guten Drähten in die Kreativwirtschaft. „Das spart einerseits Zeit und schützt vor Leerläufen. Andererseits ist es enorm wichtig für die qualitative Einschätzung.“

Der neue Markenauftritt von Instahelp: Die Bildwelt stammt von Fotograf Kurt Bauer | © Studio Furore / Instahelp

5. Konventionen brechen, wenn sie dem Ziel im Weg stehen

Die neue Marke tritt bunt und warm statt klinisch auf. „Ich sehe das eigentlich weniger als Mut, sondern vielmehr als Notwendigkeit“, sagt Pierer dazu. Psychische Themen seien gesellschaftlich schon stark mit Schwere und Unsicherheit behaftet. „Wie soll man Hoffnung vermitteln oder ein Gefühl des Aufatmens schaffen, wenn die Gestaltung genau diese Schwere noch verstärkt?“

Verharmlosen dürfe man das Thema dadurch nicht. „Aber ernst zu nehmen bedeutet nicht automatisch, dass etwas klinisch, kühl oder schwer aussehen muss.“ Dabei müsse jedes Element eine klare Bedeutung haben. „Es geht nicht einfach darum, ein schönes Logo oder eine bestimmte Farbe zu wählen. Die Gestaltung muss in sich stimmig sein und eine Geschichte erzählen.“

Für Pierer hat das Projekt auch eine persönliche Seite. In der Aussendung schildert sie, nach der Geburt ihres ersten Kindes selbst schwierige psychische Phasen erlebt zu haben. „Wenn ich damals von einem Angebot wie Instahelp gewusst hätte, wäre mir der Weg zur Unterstützung mit Sicherheit leichter gefallen.“

6. Mit kleinem Budget: wenige Dinge richtig machen

Startups mit kleinem Budget rät Pierer, sich am Anfang klar darüber zu werden, wofür man steht und was man vermitteln möchte. „Man braucht nicht sofort ein riesiges Branding oder unzählige Gestaltungselemente. Man braucht ein gutes Konzept.“

Ein durchdachtes Logo, eine passende Farb- und Typografiewelt und eine konsistente Bildsprache könnten schon viel bewirken. Pierer rät davon ab, Trends oder andere Marken zu kopieren, nur weil sie gerade gut funktionieren. Man solle herausfinden, was einen selbst besonders macht, und das konsequent sichtbar machen.

Außerdem solle das Erscheinungsbild flexibel bleiben und mit dem Unternehmen wachsen können. „Eine gute Markenidentität muss nicht von Anfang an riesig sein. Sie muss vor allem eine klare Idee haben.“

Die neue Markenidentität von Instahelp ist laut Aussendung inzwischen vollständig ausgerollt. Die Plattform arbeitet nach eigenen Angaben mit mehr als 400 Psycholog:innen und hat bis dato rund 450.000 Beratungen durchgeführt.

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Wirtschaftskammer Wien startet Webseminar-Reihe zum Thema „Homeoffice“

Die Wiener Wirtschaftskammer startet vom 27. November bis zum 4. Dezember eine Webseminar-Reihe zum Thema „Homeoffice“. Der Bogen spannt sich von Online-Telefonie über Arbeitsrecht, technische Tipps bis Digitale Kommunikation. Martin Heimhilcher, Spartenobmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, hat uns mehr über die Webseminar-Reihe erzählt.

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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