Mit Hilfe der Technologie des Salzburger AR-Startups Wikitude wurde eine App entwickelt, welche über Augmented Reality Einblick in die 150 Jahre alte Geschichte von Jack Daniel's gibt.
Wenn sich auf der Whiskey-Flasche plötzlich seltsame Bilder entfalten, dann muss das nicht zwingend am Konsum hochprozentiger Spirituosen liegen – sondern eher an der App von Jack Daniel’s, die mit der Technologie des Salzburger AR-Startups Wikitude entwickelt wurde und für iOs oder Android erhältlich ist.
Nach der Installation der App hält der User die Smartphonekamera an das Label. Daraufhin entfaltet sich ein dreidimensionales Bild mit Animation, und eine Stimme erzählt Details zur Herstellung der Spirituose, zur Destillerie oder zur Geschichte des Unternehmens. Insgesamt gibt es rund zehn Minuten Material rund um die 150 Jahre alten Whiskey-Marke.
Die App entwickelte Tactic aus San Francisco und nutzte dabei die Technologie des Salzburger Startups Wikitude. Im April 2019 wurde die App auf dem US-Markt veröffentlicht. Bisher nutzten schon mehr als 30.000 Whiskey-Fans die App. Nun ist sie auch auf Deutsch verfügbar.
Martin Herdina, CEO von Wikitude, gibt in diesem Kontext einen Ausblick, wie AR sich künftig bei Marketing- und Kundenbindungsmaßnahmen einsetzen lässt: „Die Zukunft wird sein, dass Smartphones die Verpackung selbst treffsicher erkennen. Das sollte mit der Chipstüte genauso gut funktionieren wie mit einer Whiskeyflasche, egal ob der Nutzer ein Apple, Android oder Windows Gerät verwendet“, sagt er: „Das ist technologisch hochkomplex und neu. Wir haben dazu bereits sehr gute Lösungen, die am Markt gefragt sind. Ich glaube, dass unsere Augmented Reality Software in der Welt des ’smart packaging‘ bald einiges bewegen wird.“ Wichtig sei dabei, dass die Lösung möglichst einfach funktioniert und dem Konsumenten einen klaren Nutzen bringt.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Die Entrahmungsanlage und Michael Altrichter | (c) 2nd Cycle
Anfang 2024 ist 2nd Cycle mit dem Ziel gestartet, gebrauchte Photovoltaikmodule automatisiert zu prüfen und wiederzuverwerten. Nun meldet das Amstettner Startup den ersten Verkauf einer Anlage: Die DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG hat als erster Kunde eine vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module erworben. Die Anlage ist laut Aussendung bereits in Betrieb.
Die Anlage erkennt unterschiedliche Modulformate und entfernt die Aluminiumrahmen automatisch. Sowohl intakte als auch bereits gebrochene, gerahmte Module können ohne mechanische Umrüstung verarbeitet werden. Das Unternehmen betont, dass die Anlage besonders materialschonend arbeite. Das soll zu einer hohen Reinheit der verwertbaren Rohstoffe Glas und Aluminium führen und damit den Wert der recycelten Materialien steigern. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die erste vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module am Markt.
Baustein einer vollautomatischen Recyclingstraße
Die Entrahmungsanlage ist eine zentrale Komponente einer von 2nd Cycle entwickelten vollautomatischen Recyclingstraße für gebrauchte PV-Module. Die Prozesskette ist auf Zero-Touch-Betrieb, hochreine Wertstofffraktionen und einen Durchsatz von bis zu 90 Modulen pro Stunde ausgelegt. Weitere Module für Reinigung, Entfernung der Anschlussdose und Delamination seien teilweise bereits entwickelt oder stünden kurz vor dem Abschluss, heißt es in der Aussendung. DAKA kann die Entrahmungsanlage eigenständig betreiben und später um weitere Komponenten ergänzen.
(c) 2nd Cycle
„Mit der ersten Kundenanlage zeigen wir, dass sich die automatisierte Aufbereitung von PV-Modulen in den industriellen Betrieb eines Entsorgungsunternehmens integrieren lässt. Entscheidend sind ein stabiler Prozess, definierte Fraktionen und ein planbarer Durchsatz“, sagt Simon Prüller, CEO und Co-Founder von 2nd Cycle.
Als Argument für den Bedarf verweist das Startup auf Zahlen des Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Dieses erwartet für die EU-27 ein kumuliertes Aufkommen von sechs bis 13 Millionen Tonnen PV-Abfall bis 2040 und 21 bis 35 Millionen Tonnen bis 2050.
Altrichter: „Dieser Stein ist ein massives Gebirge“
Altrichter ordnet den ersten Verkauf entsprechend ein: „Das erste verkaufte Produkt ist für jedes Startup ein Meilenstein. Im Falle von 2nd Cycle ist dieser Stein ein massives Gebirge: Das Produkt ist riesig, der Sales-Prozess komplex, der Markt entwickelt sich dynamisch. Umso beeindruckender ist dieser Erfolg!“
Zuletzt wurde 2nd Cycle auch mehrfach ausgezeichnet. Im September gewann das Startup beim Generali SME EnterPRIZE 2026 die Startup-Kategorie, die mit 10.000 Euro dotiert ist. Beim Riz up Genius Ideen- und Gründerpreis hatte das Projekt schon vor der Gründung den zweiten Platz in der Kategorie ökologisch genial belegt, bei der heurigen Jubiläumsverleihung war 2nd Cycle als Alumni vertreten.
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