17.03.2021

Wikipedia verpasst sich ein Geschäftsmodell

Die Wikimedia Foundation will es großen Tech-Konzernen bequemer machen, die Wikipedia zu nutzen. Dafür sollen Google, Apple und Co. bezahlen.
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Wikipedia
(c) fotolia / ArtemSam

Kaum etwas steht sosehr dafür, dass Wissen frei verfügbar sein soll, wie die Wikipedia. Die mächtige Online-Enzyklopädie wird von Freiwilligen geschrieben, lektoriert, verbessert. Und dahinter steht eine NGO, die sich über Spenden finanziert. Bisher. Nun verpasst sich die Wikimedia Foundation ein Geschäftsmodell, das noch heuer starten soll. Bezahlen sollen andere Internet-Riesen wie Google oder Apple. Für Leserinnen und Leser bleibt das Lexikon kostenlos.

Siri und Alexa lesen Wikipedia

Wikimedia Enterprise heißt die neue Premium-Schiene für große Unternehmen. Sie können sich schon bisher über eine API direkt Inhalte aus der Wikipedia holen und in eigenen Diensten präsentieren. Google tut das zum Beispiel in Form von Wissens-Boxen in der Websuche. Aber auch Apple oder Amazon nutzen Wikipedia-Einträge für ihre Sprachassistenten Alexa und Siri. Wikimedia Enterprise soll diese Schnittstelle noch angenehmer machen und dafür Geld verlangen.

„Etwas zurückgeben“

„Es gibt seit langem das Gefühl in den Wikimedia-Communitys, dass diese Unternehmen mehr tun sollten für die Vorteile, die sie aus den von ihnen genutzten Inhalten ziehen, und daher etwas zurückgeben sollten“, heißt es auf der Website von Wikimedia. Für Forschung, Bildung und nichtkommerzielle Nutzung soll die Schnittstelle weiterhin kostenlos bleiben, betont der Wikipedia-Betreiber. Eine weniger ausgefeilte Basis-Version der Schnittstelle soll auch für eine kommerzielle Nutzung kostenlos verfügbar bleiben.

Verwaltung für große Konzerne vereinfachen

Welche ganz konkreten Features Wikimedia Enterprise haben wird, ist noch nicht finalisiert. In einem ersten Schritt geht es aber vor allem darum, Daten in Echtzeit bereitzustellen und die „beste letzte Version“ abrufbar zu machen. Letzteres zielt darauf ab, falsche Informationen und Vandalismus einzudämmen – große Konzerne bekommen also die von der Community am besten bewertete Version und nicht die aktuellsten Änderungen.

Und letztlich geht es auch darum, Daten so bereit zu stellen, dass Konzerne keine großen Teams mehr brauchen, um Wikipedia-Artikel für die eigenen Services aufzubereiten. Genau das sei bisher der Fall, sagt die Leiterin des Projekts, Lane Becker, dem Magazin Wired: „Sie alle haben Teams, die sich der Verwaltung von Wikipedia widmen – große Teams“, was „eine Menge Arbeit auf niedriger Ebene erfordert – Reinigung und Verwaltung -, die sehr teuer ist.“ Die Liste an Kunden will die Foundation übrigens laut FAQ im Sinne der Transparenz veröffentlichen.

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Exit51
© Exit51 - Michael Jiresch, Gründer Exit51.

Mit der Entwicklung der österreichischen Startup-Szene wächst auch die Zahl profitabler Unternehmen, die sich mit einem möglichen Verkauf auseinandersetzen. Klassische M&A-Berater konzentrieren sich häufig auf größere Transaktionen, wodurch kleinere Unternehmen bei der Suche nach geeigneter Beratung vor Herausforderungen stehen, meint Exit51-Gründer Michael Jiresch. Deshalb richtet er sein Angebot gezielt auf dieses Marktsegment aus.

Exit51: Exit-Strategie und diskrete Käufersuche

Das Unternehmen aus Wien begleitet Unternehmer:innen beim Verkauf profitabler Unternehmen, die für klassische M&A-Berater häufig zu klein sind – von der Exit-Strategie über die diskrete Käufersuche bis zu Verhandlung und Closing. Typischerweise liegen die begleiteten Unternehmen bei einem EBIT von etwa 250.000 bis 1 Mio. Euro und einem Jahresumsatz bis rund 10 Mio. Euro, heißt es per Aussendung. Im Fokus stehen unter anderem SaaS, E-Commerce, Ed-Tech, digitale Gesundheitsangebote sowie Agenturen und technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

„Für einen Unternehmer kann der Verkauf eines Unternehmens mit 250.000 oder 500.000 Euro EBIT eine der wichtigsten wirtschaftlichen Entscheidungen seines Lebens sein. Für viele klassische M&A-Berater ist eine solche Transaktion dagegen zu klein. Genau diese Lücke wollen wir schließen“, sagt Jiresch.

Sell-Side-Beratung

Der Gründer verfügt über 15 Jahre Buy-Side-M&A-Erfahrung auf Konzernebene. Diese umfasst die Suche nach geeigneten Unternehmen, Due Diligence, Verhandlungen sowie die anschließende operative Führung übernommener Unternehmen. Seit 2024 begleitet er gemeinsam mit seinen Partnern auch Unternehmer:innen bei Unternehmensverkäufen. Mit Exit51 liegt der Fokus nun auf der Sell-Side-Beratung und der Begleitung von Unternehmer:innen beim Unternehmensverkauf.

Ein schlankes Setup und der Einsatz von KI für Recherche, Marktanalyse, Käufer-Matching und Due Diligence sollen eine effiziente und professionelle Begleitung auch bei kleineren Transaktionen ermöglichen. Exit51 setzt dabei auf die Kombination aus Technologie und persönlicher Erfahrung: KI übernimmt dort, wo sie Prozesse schneller und effizienter machen könne – etwa bei Recherche, Marktanalyse oder Käufer-Screening. In den entscheidenden Phasen des Verkaufsprozesses bleibe der persönliche Kontakt zentral, heißt es.

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