04.11.2025
EXPANSION

Wiener TU-Spin-off UpNano expandiert nach China

Hierzulande hat es bereits einige Schlagzeilen geschrieben. Auch in den USA ist es etabliert. Nun geht es gen Osten: Das Wiener TU-Spin-off UpNano expandiert nach China.
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UpNano & Husun Technologies in Peking | Foto: UpNano

UpNano ist ein TU-Wien-Spin-off, dass mittlerweile schon einige Schlagzeilen geschrieben hat. So holte es sich etwa im vergangenen Oktober ein Sieben-Millionen-Euro-Investment – brutkasten berichtete. Damals beteiligten sich unter anderem der aws Gründungsfonds, Novacapital und die IGO Innovation GmbH.

Seit seiner Gründung im Jahr 2018 hat sich UpNano auf hochpräzisen 3D-Druck spezialisiert. Das Startup kann mit seiner 2PP-3D-Drucktechnologie detailreiche Strukturen im Mikro- und Nanobereich drucken. Auch lebende Zellen können gedruckt werden – brutkasten berichtete auch dazu.

Expansion nach China und Kooperation mit lokalem Distributor

Nun erreicht das Startup einen weiteren Meilenstein: UpNano expandiert nach China – „nach erfolgreicher Etablierung in Europa und den USA“, wie in einem Pressebericht vermeldet wird.

Konkret basiert die Expansion auf einer Partnerschaft mit Husun Technologies, einem Distributor für 3D-Drucksysteme und -lösungen, mit Sitz in Peking. Gemeinsam wollen die verpartnerten Unternehmen die „NanoOne-Serie“ von UpNano künftig chinesischen Forschungseinrichtungen und Industriezweigen zugänglich machen.

Demolabor in Peking

Das Herzstück der Kooperation sei ein Hightech-Demolabor in Peking, das mit einem „NanoOne 1000“-System ausgestattet wird. Dort sollen Machbarkeitsstudien, Schulungen und Demonstrationen abgehalten werden. Vor Ort soll es potenziellen Kund:innen möglich sein, das System von UpNano für ihre eigenen Anwendungen zu testen – „etwa in Mikrofluidik mit Hard- und Software oder Elektronik“.

Bernhard Küenburg, CEO von UpNano, erklärt: „China ist ein bedeutender, zugleich anspruchsvoller Markt. Mit Husun Technologies haben wir einen Partner gefunden, um dort Fuß zu fassen.“ Der Distributor soll Teil des Partnernetzwerkes von UpNano werden und die 2PP-Technologie am Markt etablieren, heißt es.

„Die Technologie von UpNano ist eine ideale Ergänzung unseres Portfolios in Hochleistungs-3D-Drucksystemen“, wird Yongfend Qiao, CEO von Husun Technologies zitiert.

Erst Ende 2024 stellte UpNano seinen jüngsten 515-nm-Laser namens „NanoOne green“ vor. Dieser soll „neue Detailstufen und deine höhere Kompatibilität mit transparenten Materialien“ ermöglichen.

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Secureo verkauft Sicherheitsprodukte wie Tresore. (c) Canva

Im Juni 2023 berichtete brutkasten über die Millionen-Insolvenz des Tiroler Security-Startups Secureo. Wie es seitens des aktuellen Managements heute heißt, trieben Managementfehler das Unternehmen im Sommer 2023 letztlich in die Schieflage, unter die Secureo mit dem erfolgreichen Abschluss der Sanierung nun einen Schlussstrich zieht. Das Team rund um Geschäftsführerin Caroline Reinalter hatte die Führung des Unternehmens in dieser kritischen Phase übernommen.

„Durch konsequente Kostensenkungen in verschiedenen operativen Kernbereichen wurde das Unternehmen bereits erfolgreich stabilisiert“, heißt es von Secureo. Ein zentraler Baustein der neuen Effizienzstrategie sei eine umfassende Softwareumstellung in den kommenden Jahren, die die internen Prozesse nachhaltig optimieren werde.

Managementfehler in der Vergangenheit

Zum damaligen Zeitpunkt der Insolvenz wurden von Seiten des Unternehmens kaum Informationen bekanntgegeben. Heute begründet Secureo gegenüber brutkasten die Insolvenz mit kapitalintensiven Managementfehlern in der Vergangenheit. Das aktuelle Management stellt hierzu klar, dass es keine Verantwortung für die insolvenzauslösenden Faktoren der Vergangenheit trage.

Zuerst hohe Investments, dann Insolvenzverfahren

Secureo ist seit seiner Gründung 2014 von einer wechselhaften Geschichte geprägt. In seinen Anfangsjahren legte das Unternehmen als E-Commerce-Plattform für Sicherheitsprodukte ein rasantes internationales Wachstum hin, das von namhaften Investoren wie Hans Peter Haselsteiner mit Millionenbeträgen unterstützt wurde.

In den darauffolgenden Jahren kam es zu weitreichenden Veränderungen. Die Produktpalette wurde verkleinert: Mit der Marke secureo.at fokussierte sich das Unternehmen gänzlich auf Tresore, Safes und Waffenschränke. Mit dem erfolgreichen Sanierungsverfahren sei nun eine Expansion in den EU-Raum geplant

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