21.07.2025
KONKURS

Wiener Startup Rex Eat muss Konkurs anmelden – Sanierung gescheitert

Erst im Sommer letzten Jahres wurde eine Sanierung angestrebt. Wegen nicht erfüllter Insolvenzquote ist diese nun allerdings gescheitert.
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(c) Rex Eat

Gut ein Jahr nach dem Versuch, sich über ein Sanierungsverfahren mit 30‑Prozent‑Quote neu aufzustellen, steht das Wiener Glasmahlzeiten‑Startup Rex Eat endgültig vor dem Aus. Am Montag wurde nun über KSV1870 bekannt, dass über das Vermögen der Rex Eat GmbH am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren „wegen nicht erfüllter Insolvenzquoten“ eröffnet wurde.

Mittagessen in kleinen Gläsern

2018 gegründet, überzeugte Rex Eat zunächst mit bis zu vier Wochen haltbaren Mittagsgerichten in Mehrweg­gläsern und einer retournierten Verpackungslogistik. Kurz nach Gründung verschickte das Unternehmen laut eigenen Angaben bereits über 500 Gläser pro Woche. Später entwickelte man in Zusammenarbeit mit der Sporthalle Wien und mit einer Ernährungswissenschaftlerin eine eigene Fitnesslinie (brutkasten berichtete).

Die beiden Gründer Felix Urbanek und Max Hammer teilten sich einen gemeinsamen Weg schon seit der Tourismusschule in Bad Gleichenberg. Nach einigen Stationen in Gourmet-Hotspots – darunter das Thermenhotel Ronacher, das Dots im Brunnerhof und „The Angler“ in London, startete das Duo sein Startup Rex Eat.

Die Idee war es, Mittagessen in kleine Gläschen zu verpacken und durch das „Einrexen“ in sogenannten Rexgläsern bis zu vier Wochen haltbar zu machen. Die Speisen werden aus regionalen und saisonalen Zutaten zubereitet und portionsweise verpackt. Bestellen kann man die Mahlzeiten auf der Website des Startups.

Gründe für die Sanierung

Im Juli 2024 folgte ein Sanierungsverfahren auf Eigenantrag. Im Gespräch mit brutkasten gab Gründer Felix Urbanek an, sich nach dem „Hoch in der Corona-Phase“ zunehmend auf Business-to-Business-Zweig fokussiert zu haben. Damit sei man langfristig allerdings verwässert. Urbanek nannte damals auch niedrige Margen und hohe Vorfinanzierungen als Gründe (brutkasten berichete). Ob einzelne Markenrechte oder Produktionsanlagen nun veräußert werden, ist offen.

brutkasten hat um ein Statement bei den Gründern angefragt, sobald dieses einlangt, wird es hier ergänzt.

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Die Helsing-Gründer (v.l.n.r.): Gundbert Scherf, Torsten Reil und Niklas Köhler | © Helsing
Die Helsing-Gründer (v.l.n.r.): Gundbert Scherf, Torsten Reil und Niklas Köhler | © Helsing

Nur fünf Jahre nach der Gründung 2021 galt Helsing aus München schon bislang als eines der wertvollsten Scaleups Europas. Mit einer Kombination aus DefenseTech und AI setzt das Unternehmen gleich auf beide aktuellen Hype-Branchen. Dabei baut Helsing selbst Drohnen und unbemannte Kampfflugzeuge und bietet gleichzeitig auch KI-Upgrades für bestehende Systeme wie den Eurofighter an.

Nun schloss Helsing seine Series-E-Finanzierungsrunde ab. Schon mit dem Seedinvestment über 100 Millionen Euro im Gründungsjahr 2021 hatte man für Aufsehen gesorgt. Seitdem folgten immer größere Investments. Mit der nunmehrigen Mega-Runde über 1,8 Milliarden US-Dollar (ca. 1,6 Mrd. Euro) bei einer Bewertung von 18 Milliarden US-Dollar liefert das Münchner Scaleup den neuen Deutschland-Rekord.

Kapital zum Großteil von US-Investoren, aber weiter „mehrheitlich in europäischem Besitz“

Die Investorennnachfrage habe das verfügbare Volumen deutlich überstiegen, heißt es von Helsing. Das Kapital kommt dabei von neuen und bestehenden Investoren – vorwiegend aus den USA. Konkret genannt werden vom Unternehmen Dragoneer Investment Group, Lightspeed Venture Partners, Disruptive, Iconiq, Growth Equity at Goldman Sachs Alternatives, JPMorganChase, Canada Pension Plan Investment Board (CPP Investments), General Catalyst, Plural und Stepstone. Zu den bestehenden Investoren von Helsing zählen zudem Prima Materia, Accel und Greenoaks.

Dabei wird jedoch betont: „Helsing bleibt mehrheitlich in europäischem Besitz.“ Auch der Verwaltungsrat des Unternehmens bleibe unverändert – dessen Vorsitz halten Spotify-Gründer Daniel Ek und Ex-EADS-Chef Thomas Enders. Die weiteren Mitglieder sind Jeannette zu Fürstenberg, Denis Mercier und die Helsing-Gründer Torsten Reil (Co-CEO), Gundbert Scherf (Co-CEO) und Niklas Köhler (President & CPO).

Das Kapital soll nun für die weitere Entwicklung von KI-Plattformen und die Expansion in weitere Länder genutzt werden. Zu den bekannten Kunden von Helsing zählen die Armeen der Ukraine, Deutschlands sowie mehrere europäischer Nato-Staaten.

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