04.06.2024
EXPANSION

Wiener Scaleup refurbed expandiert in vier weitere Märkte in Europa

Mit seinem Customer Electronics Segment breitet sich der Online-Marktplatz refurbed nun in allen Himmelsrichtungen aus.
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Es positioniert sich als eines der am schnellsten wachsenden Online-Marktplätze in Europa. Und das evidenzbasiert: Vor gut einem Jahr erreichte refurbed, das Scaleup für refurbished Elektroprodukte, eine Milliarde Euro an Außenumsatz – also jener Umsatz, der bis zum damaligen Zeitpunkt insgesamt über die Plattform geflossen ist.

Fünf Monate später rollte ein neues Investment an, und zwar in Höhe von 54 Millionen Euro im Rahmen einer Series-C-Runde. Damit legte man den Grundstein für den heute verkündeten Expansionsschritt.

refurbed nun in elf Märkten Europas vertreten

Seit 2017 hat das Wiener Scaleup rund um das Gründertrio Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl neben seinen Gründungsmärkten Österreich und Deutschland bereits Fuß in Italien, Irland, Schweden, die Niederlande und Dänemark.

Nun weitet das in Wien gegründete Scaleup seinen Markt aus: Im laufenden Juni startet refurbed mit dem Markteintritt in Belgien, Finnland, Portugal und Tschechien – und ist damit in insgesamt elf europäischen Märkten aktiv.

Zu Beginn Smartphones, Tablets und Laptops erhältlich

In den neuen Märkten soll vorerst das Segment der refurbished Customer Electronics angeboten werden. Das heißt: Vor allem Smartphones, Laptops und Tablets. Dieses Produktsegment zählt – nach eigenen Angaben – marktübergreifend zu den stärksten Nachfrage-Treibern des Scaleups. In weiterer Folge soll das gesamte refurbed Produktsortiment ausgerollt werden – und zwar mit weiteren elektronischen Artikeln für Haushalt und Beruf sowie Sport und Freizeit.

Akzeptanz von Nachhaltigkeit nimmt zu

Co-Founder und CEO Peter Windischhofer sieht die hohe Nachfrage im Beneluxer Raum sowie in Finnland und Portugal als Treiber dafür, „diese Marktregionen auf Grundlage evidenz- und datenbasierter Analyse auszubauen.“ Mit dem Markteintritt in Tschechien betrete man erstmals das Handelsgebiet Osteuropa, wo „unserer Analyse nach ein immenses Potenzial“ schlummert, so Windischhofer in einer Aussendung.

Akzeptanz von und Forderung zur Nachhaltigkeit im Elektronikmarkt würde Verbraucherentscheidungen in „all unseren europäischen Märkten, in denen wir aktuell aktiv sind“, beobachtet werden, meint Windischhofer weiter. Indes sehe der CEO es als folgerichtigen Schritt, in weitere Märkte Europas einzutreten. Aktuell beschäftige man europaweit über 300 Mitarbeitende. Im Sortiment befinden sich über 18.000 erneuerte elektronische Produkte.

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contextflow, Corona, Radiologie
(c) contextflow - Das contextflow-Team.

In den vergangenen Jahren war es um das auf KI-basierte Radiologie spezialisierte Wiener Startup Contextflow medial etwas stiller. Davor, im September 2021, hatte man eine bereits kommunizierte Investmentrunde um zwei Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro erweitert – brutkasten berichtete.

Contextflow-Deal: Millionen und Aktien

Nun gibt es wieder Neuigkeiten. 4DMedical, ein australisches Medizintechnikunternehmen für Atemwegsmedizin mit KI-basierter Bildgebung, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Contextflow unterzeichnet. Der Deal umfasst laut einer am Montag bei der australischen Börse eingereichten Mitteilung eine Cash-Vorauszahlung in Höhe von rund 18,6 Millionen australischen Dollar (aktuell ca. 11,5 Millionen Euro), 56.235 Aktien sowie einen Earn-out von bis zu 2,6 Millionen Optionen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Vorbehaltlich der Erreichung bestimmter Leistungsziele.

Die Übernahme soll 4DMedical eine umfassende kommerzielle Plattform direkt vor Ort in Europa ermöglichen und die globale Wachstumsstrategie beschleunigen.

Schnelle Expansion und eine Ersparnis

Während sich die Transaktion strategisch auf die geografische Expansion konzentriert, stärke sie zugleich die Technologieplattform von 4DMedical, heißt es in der Aussendung. Die KI-basierten Erkennungs- und Workflow-Tools von Contextflow, insbesondere im Bereich des Lungenkrebs-Screenings, sollen dabei die funktionellen Bildgebungsfähigkeiten von 4DMedical ergänzen, die eine quantitative Bewertung von Ventilation, Perfusion und Lungenmechanik ermöglichen.

Durch die Übernahme von Contextflow gewinnt 4DMedical ein in Europa ansässiges Team mit kommerzieller und technischer Expertise, einen etablierten Kundenstamm sowie eine klinische Präsenz in ganz Europa. Darüber hinaus erhält das Unternehmen eine CE-gekennzeichnete Produktsuite, die bereits in routinemäßigen klinischen Workflows eingesetzt wird, sowie eine regulatorisch konforme Plattform, die den Anforderungen der europäischen Medical Device Regulation (MDR) entspricht. Diese Grundlage diene 4DMedical dazu, den Zeit- und Komplexitätsaufwand für den Aufbau einer neuen regionalen Präsenz zu umgehen.

Contextflow-CEO wird General Manager

Durch diese Kombination komplementärer Produktsuiten sei das australische Unternehmen nun konkret in der Lage, funktionelle Lungenbildgebungslösungen in etablierte europäische radiologische Workflows einzuführen, Cross-Selling innerhalb der bestehenden installierten Kundenbasis zu betreiben, in Märkte mit etablierten Erstattungspfaden – einschließlich Deutschland – zu expandieren sowie die Markteinführungszeit für neue KI-gestützte Lösungen zu verkürzen. Die Ergänzung um eine kommerziell aktive, MDR-konforme Plattform reduziere dabei zusätzliche regulatorische Reibungsverluste und ermögliche skalierbares Wachstum in mehreren europäischen Märkten.

Markus Holzer, CEO von Contextflow, übernimmt künftig die Rolle des General Managers von 4DMedical Europe, verantwortet das Wachstum des Unternehmens in der Region und berichtet direkt an Gründer und CEO Andreas Fouras.

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