18.11.2025
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Wiener KI-Startup thinkers.ai startet Kooperation mit Ontec AI

Das Wiener KI-Startup thinkers.ai startet eine Kooperation mit dem Technologieunternehmen Ontec AI, um Unternehmen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz zu begleiten. Dabei werden externe Datenanalysen mit internen Unternehmensdaten verknüpft, um KI-Anwendungen gezielt umzusetzen.
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thinkers.ai
© Gerhard Roza/ontec AI/Canva - Christian Casari, Ontec AI und Isabell Claus, thinkers.ai.

Das Wiener KI-Startup thinkers.ai schlug 2022 medial auf, als es als technologisch unabhängige Suchmaschine in Europa damals den Europa-Staatspreis in der Kategorie “Innovation und Digitalisierung” gewann. Und eine nicht näher bezifferte Finanzierungsrunde mit zehn Investor:innen aus Deutschland, Österreich und den USA abgeschlossen hat. Vor kurzem versprach es eine KI-Roadmap für Unternehmen in fünf Tagen (AI Fast Track) erstellen zu können – brutkasten berichtete. Nun startet man eine Kooperation mit dem Wiener Technologieunternehmen Ontec AI.

thinkers.ai: KI und Managementlogik

Mit ihrer neuen Kooperation wollen beide Unternehmen eine effektive Vorgehensweise schaffen, die Künstliche Intelligenz mit Managementlogik vereint und mit der Unternehmen KI nicht nur verstehen, sondern gezielt, sicher und strategisch steuern können sollen.

Thinkers.ai liefert dabei die Basis: Eine KI-gestützte Technologie, die präzise Daten aus sämtlichen externen Quellen – also aus dem Web, Datenbanken und Plattformen – strukturiert, interpretiert und direkt für Unternehmensentscheidungen nutzbar macht. Ontec AI bringe sein tiefes Verständnis für interne Unternehmensdaten, Prozesse und die technische Umsetzung konkreter KI-Use-Cases ein.

„Ordnung schaffen“

„Wir schaffen Ordnung in einem Umfeld, das sich täglich neu erfindet“, sagt Isabell Claus, CEO von thinkers.ai. „Unternehmen brauchen jetzt keine breite Tool-Welt, sondern Orientierung, Integration und einen effektiven Anwendungs-Push gegenüber ihrer – meist internationalen – Wettbewerber. Dafür müssen sie neben vielen anderen komplexen Themen zum Beispiel besser managen können, welche KI-Anwendungen wirklich Wert schaffen – und welche nur Energie kosten.“

Und Christian Casari, Head of Partnerships & Sales bei Ontec, ergänzt: „Der ‚AI Fast Track‘ (Anm.: von thinkers.ai) bringt die nötige Klarheit in ein Thema, in dem viele Unternehmen dringend Orientierung suchen. Ein essenzielles Fundament für Entscheidungen sind Informationen aus internen Daten. Unser Ziel ist es, diese niederschwellig zugänglich zu machen und damit die Erfolgsgrundlage für die Zukunft zu schaffen.“

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Graph Therapeutics
© Graph Therapeutics

Das Biotechnologieunternehmen Graph Therapeutics hat eine Finanzierungsrunde über fünf Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird sie von der Pariser Venture-Capital-Gesellschaft Daphni, die sich dem bestehenden Investorenkreis mit SquareOne, Merantix Capital und NAVEC Investment Management anschließt.

Graph Therapeutics: Gesamtfinanzierung auf über 10 Millionen

Darüber hinaus erhält das Unternehmen nicht verwässernde Fördermittel von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Austria Wirtschaftsservice (AWS). Einschließlich dieser Mittel beläuft sich die bisher eingeworbene Gesamtfinanzierung von Graph Therapeutics auf mehr als zehn Millionen US-Dollar.

Graph Therapeutics entwickelt eine KI-gestützte Plattform zur Erforschung neuer Medikamente gegen entzündliche und immunvermittelte Erkrankungen. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine eigene Pipeline an Wirkstoffkandidaten weiter ausbauen. Gleichzeitig sieht sich Graph dank der bereits in klinisch relevanten Modellen validierten Technologie gut positioniert, um strategische Partnerschaften einzugehen und seine Plattform über Lizenzvereinbarungen auch anderen Pharma- und Biotechunternehmen zugänglich zu machen. Der Einstieg von Daphni soll diesen Wachstumskurs beschleunigen und die Entwicklung neuer Präzisionstherapien auf Basis der Analyse echter Patientenzellen vorantreiben.

Gründerteam mit Erfahrung aus anderem Biotech

Graph Therapeutics nutzt dabei eine KI-gestützte Plattform, die Daten aus lebenden Patientenzellen mit modernen Analyseverfahren kombiniert, um die Ursachen von Erkrankungen des Immunsystems besser zu verstehen. Das Gründerteam bringt dabei Erfahrung aus dem Biotech-Unternehmen Allcyte mit, das später von Exscientia übernommen wurde. Ziel von Graph ist es, neue Angriffspunkte für Medikamente sowie Biomarker zu identifizieren und so die Entwicklung präziserer Therapien für entzündliche und immunvermittelte Erkrankungen zu beschleunigen.

„Unsere Plattform hat einen entscheidenden Wendepunkt erreicht. Wir gewinnen heute biologisch relevante Erkenntnisse, die unmittelbar in unsere eigenen Programme zur Wirkstoffentwicklung einfließen“, sagt Gregory Vladimer, Mitgründer und CEO von Graph Therapeutics. „Das Vertrauen von Daphni in unseren Ansatz ist ein starkes Signal, während wir die Investitionen in unsere Wirkstoffprogramme ausweiten. Mit ihrer Unterstützung und der unserer bestehenden Investoren verfügen wir sowohl über die notwendige Rückendeckung als auch über den Antrieb, Präzisionsmedikamente für entzündliche und immunvermittelte Erkrankungen zu entwickeln und der Branche zu zeigen, dass die systematische Entschlüsselung von Immunfehlfunktionen in echten Patientenzellen die tatsächlichen Krankheitsursachen sichtbar macht.“

Für Sofia Dahoune, Partnerin bei Daphni, steht Graph exemplarisch für die nächste Generation von TechBio-Unternehmen: „Ein Unternehmen, in dem tiefgreifende technologische Innovation untrennbar mit exzellenter Forschung und Entwicklung verbunden ist und das von einem Team mit nachgewiesener Expertise in der Präzisionsmedizin geführt wird. Die Komplexität immunvermittelter Erkrankungen erfordert genau einen solchen integrierten Ansatz.“

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