05.05.2026
MINDERHEITSBETEILIGUNG

Wiener EduTech E-Learning Group wird Teil der deutschen Sefera GmbH

Die Wiener E-Learning Group (ELG) vollzieht einen neuen Entwicklungsschritt: Mit Sefera aus Deutschland steigt ein strategischer Minderheitsinvestor ein, die Gruppe wird dadurch Teil eines größeren Bildungsverbunds.
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Das Team der E-Learning Group. (c) ELG

Im August 2024 erhielt die Wiener EduTech E-Learning Group (ELG) eine siebenstellige Revenue-based-Finanzierung von Round2 Capital. Es bietet digitale Bildungsangebote, die auf Berufstätige zugeschnitten sind. Das Kursangebot gestaltet sich modular und soll Individualität beim Lernen gewährleisten.

ELG bleibt eigenständig

Die in Wien sitzende Gruppe für Aus- und Weiterbildung wird nun Teil der Sefera GmbH, die sich eine strategische Minderheitsbeteiligung gesichert hat, wie eine Round2-Capital-Sprecherin bestätigt. Die Investmentsumme wurde nicht veröffentlicht.

ELG wird – so liest man es in der Aussendung – auch nach der Integration eigenständig weitergeführt und bleibt für Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Online-Studienprogrammen verantwortlich – ergänzt wird das Angebot durch die LUNEX University und die Ambis University. Round2 Capital wird das Unternehmen weiterhin als „Debt Provider“ unterstützen.

Hybrides Modell

Mit dieser Bündelung verfügt die Plattform nun über 15.000 Studierende, mehr als 100 Studienprogramme und mehrere europäische Akkreditierungen. Die Fusion soll konkret die europäische Präsenz der Gruppe stärken, indem Technologie mit Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung synchronisiert wird.

Durch die Verbindung digitaler Skalierbarkeit mit „On Campus“-Universitäten sei ein hybrides Modell entstanden, das Studierenden und Unternehmenskunden Flexibilität biete. Sefera beabsichtigt zudem, zusätzliche Investoren einzubinden, während die Gruppe auf internationale Expansion und die Weiterentwicklung KI-gestützter Technologien abzielt.

ELG als Beispiel von nachhaltigem Wachstum

Gerd Sumah, Partner bei Round2 Capital kommentiert: „ELG ist ein herausragendes Beispiel für nachhaltiges Wachstum innerhalb eines hoch skalierbaren digitalen Geschäftsmodells. Die Integration in die Sefera Group markiert die nächste Entwicklungsstufe und schafft eine europäische Bildungsplattform, die sowohl für Studierende als auch für Investoren äußerst attraktiv ist.“

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Sima D. sitzt auch selbst oft am Steuer für Flintaxi. | © FLINTAXI e.U.

Uber, Bolt oder ein Taxi einfach auf der Straße anhalten. Die privaten Fahrdienste sind ein beliebtes Mittel, um schnell und bequem nach Hause zu kommen. Doch sind sie auch sicher? Immer wieder erzählen Frauen von sexuellen Übergriffen oder Anspielungen durch Taxifahrer, wie das Profil im März berichtete. „Mittlerweile gibt meine Schwester zwei Hausnummern weiter an, damit der Taxler nicht weiß, wo sie wohnt“, sagt Sima D., die anonym bleiben möchte. Daher gründete sie Flintaxi: Wer bei ihrem Unternehmen bucht, dem garantiert sie eine sichere Fahrt.

Sicheres Ankommen für FLINTA-Personen

Die Wiener Firma fokussiert sich auf FLINTA-Personen, also u. a. auf Frauen, Lesben und Trans-Personen. So kann bei der Buchung eingestellt werden, dass man nur von einer FLINTA-Person abgeholt werden möchte. Es seien aber auch Männer bei ihr als Gäste willkommen, die die Philosophie von Flintaxi verstanden haben. Die Geschäftsführerin gesteht jedoch ein, dass diese Überprüfung schwierig sei. Ein Verifizierungssystem der Gäste soll für mehr Sicherheit auf Seiten der Fahrer:innen sorgen. Sima D., die hauptberuflich AHS-Lehrerin ist, ist es wichtig, Transparenz und Vertrauen auf beiden Seiten zu schaffen.

„Die Zukunft liegt sicher bei Flintaxi“

Mit fünf Fahrer:innen und einem Auto steht ihr Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Dennoch sieht sich Sima D. für die Zukunft gut aufgestellt. Laut ihr können Mitbewerber wie Sternenmädchen oder Ubers „Women Drivers“ nicht mit Flintaxi mithalten. „Bei Sternenmädchen muss man schon 24 Stunden vorher wissen, wann man heim möchte. Und das ist halt oft auch nicht so planbar. Bei mir ist es kurzfristiger möglich“, sagt Sima D. Gegenüber „Women Drivers“ von Uber sieht sie sich mit besseren Arbeitsbedingungen im Vorteil: „Die Zukunft wird sein, dass man bei Uber in 16 Stunden das verdient, was man bei mir in acht Stunden verdienen kann.“

Das hat im Endeffekt Auswirkungen auf den Preis. Brutkasten verglich Flintaxi mit Uber. Eine Fahrt vom Bahnhof Meidling zum Schottentor kostet auf Flintaxi 21,10 Euro, bei Uber sind es 16,59 Euro. „Also preislich kann ich bei Uber nicht mithalten, möchte ich auch nicht. Aber das wollen die Taxler:innen auch nicht. Die Zukunft liegt sicher bei Flintaxi“, erklärt Sima D., die ihre Angestellten laut eigenen Angaben besser als im Kollektivvertrag vereinbart bezahlt.

„Die Buchungen werden mit der neuen App sicher mehr“

Vor einem Monat wurde die neue Flintaxi-Website gelauncht. Seitdem sei ihre Erscheinung professioneller und es sei einfacher, eine Fahrt zu buchen. Die Entwicklung der Buchungen stimmt Sima D. zuversichtlich. Im letzten Monat kam Flintaxi auf rund 15 Fahrten, eine Verdreifachung gegenüber den Zeiten vor der Website. Nun arbeitet sie an einer App, deren Launch im Oktober angesetzt ist. „Wenn du eine Taxifahrt buchen willst, dann öffnest du im Normalfall schnell eine App am Handy. Deshalb glaube ich, dass die Buchungen mit der neuen App sicher mehr werden“, erklärt sie.

Die Investorensuche beginnt

Flintaxi wird durch eigene finanzielle Mittel und eine Crowdfunding-Aktion finanziert. Seit Juni hat sie 1.862 Euro gesammelt, wobei das Ziel bei 25.000 Euro liegt, um Kosten wie die App-Entwicklung decken zu können. „Also aktuell zahle ich noch von meinem eigenen Gehalt drauf“ erklärt Sima D., die sich auch einen Kredit bei ihrer Mutter aufgenommen hat. Laut der Lehrerin macht Flintaxi aktuell einen monatlichen Umsatz von rund 2.500 Euro. „Ich bin mit dem Tagesgeschäft nicht im Minus. Aber ich muss noch das Auto abfinanzieren“, erklärt Sima D.

Der nächste Schritt liegt für sie darin, das Unternehmen bekannt zu machen und auch Investoren zu finden. Eine Möglichkeit dazu sieht sie bei Events wie dem Gründerinnentag von der Wirtschaftskammer. Förderungen hat sie bereits bei der Wirtschaftsagentur und beim Austria Wirtschaftsservice angefragt, bisher ohne Erfolg.

Expansion aus Österreich

Sima D. kann sich auch bereits vorstellen, ihr Unternehmen auf andere Länder auszuweiten. Sichere Taxifahrten für FLINTA-Personen seien eine Nische, die es noch in jedem Land gebe. „In zehn, 20 Jahren bin ich sicher überall, wo es Bedarf gibt und wo das Ganze irgendwie auch aus österreichischer Sicht gut expandierbar ist“, sagt sie.

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