24.06.2019

Wiener Docu Tools eröffnet zwei Standorte in Deutschland

Docu Tools, ein Wiener Anbieter für cloudbasierte Software für Baudokumentation, Mängelmanagement und Aufgabenkoordination startet eine Deutschland-Tochter und eröffnet Büros in Berlin und Regensburg.
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docu tools: Gerd Ingo Janitschek
(c) docu tools: Gerd Ingo Janitschek

Auf den ersten Blick können viele mit “Baudokumentation, Mängelmanagement und Aufgabenkoordination” vielleicht nicht allzu viel anfangen. Doch der Markt für Digitalisierungslösungen in der Baubranche scheint derzeit kaum Grenzen zu kennen. Allein in Österreich haben eine ganze Reihe von Startups und Tech-Unternehmen die Nische für sich entdeckt und erzielen Erfolge – eines der bekanntesten Beispiele ist wohl das Wiener Startup PlanRadar. Dass am Markt noch ausreichend Platz für mehrere Player ist, zeigt auch das Wiener Unternehmen docu tools. Dieses expandierte nun nach Deutschland.

+++ PlanRadar Co-Founder Sander Van De Rijdt im Interview +++

“Logischer und notwendiger Schritt”

Anfang Juni wurde die docu tools GmbH in Deutschlands gegründet und Büros in der Hauptstadt Berlin und in Regensburg eröffnet. Kunden in den nördlichen Ländern werden vom Berliner Büro im Stadtteil Treptow-Köpenick betreut, der Standort Regensburg übernimmt die südlichen Länder. “Die große Kundenbasis in Deutschland profitiert durch rasche, persönliche und effiziente Beratung in nächster Nähe”, heißt es in einer Aussendung dazu. “Die Gründung einer eigenständigen Tochtergesellschaft in Deutschland mit den Büroeröffnungen in Berlin und Regensburg war ein logischer und notwendiger Schritt in unserer Unternehmensentwicklung, da sich die Anzahl der Kunden in Deutschland rasant entwickelt hat”, kommentiert Gründer und Geschäftsführer Gerd Ingo Janitschek.

Sven Wiegand wird docu tools-Deutschland-Chef

Geschäftsführer der Deutschland-Tochter wird BIM (Building Information Modeling)- und AEC (Architecture, Engineering und Construction)-Experte Sven Wiegand. Er war bereits seit mehreren Jahren für docu tools vertrieblich tätig. “Mit dem Engagement von Sven Wiegand ist uns ein Coup gelungen. Mit seiner Expertise im AEC und BIM-Bereich sind wir für die zukünftige Etablierung von docu tools in Deutschland bestens gerüstet”, kommentiert Gründer Janitschek. (PA/red)

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Andreas Babler | (c) SPÖ/David Višnjić
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Der Wahlkampf im “Superwahljahr” 2024 nimmt immer mehr an Fahrt auf. Bereits vor zwei Wochen kündigte die SPÖ Pläne für einen “Transformationsfonds” im Wahlprogramm an. Nun präzisierte SPÖ-Chef Andreas Babler in einem ZIB2-Interview den Vorschlag. Demnach sollen innerhalb von zehn Jahren 20 Milliarden Euro in die Transformation von Industrie und Wirtschaft im Lichte des Klimawandels gesteckt werden. Dazu soll die ÖBAG zu einer “aktiven staatlichen Beteiligungs- und Energieholding” umgebaut werden, die sich an Unternehmen beteiligt – auch an Startups.

Finanzieren soll sich das Modell laut Babler selbst über Unternehmenserlöse staatlicher und teilstaatlicher Unternehmen. Die 20 Milliarden Euro auf zehn Jahre seien “ein Kraftakt, aber eine Notwendigkeit” und “eine kalkulierbare Summe”, meint der SPÖ-Chef.

“Deutsches Modell” als Vorbild für Startup-Beteiligungen

An Startups soll sich der Fond laut Babler “mit 25 Prozent beteiligen” [ Anm.: gemeint dürften wohl bis zu 25 Prozent sein]. “Wir wollen nicht unternehmerisch tätig sein, aber diese Anschubfinanzierung geben und mit den Erlösen aus erfolgreichen Marktreife-Einführungen wieder neue grüne Projekte finanzieren”, so der SPÖ-Spitzenkandidat. Vorbild sei das “deutsche Modell”, wo es derartige Beteiligungen bereits gebe. Diese stünden im Gegensatz zum aktuellen Fördermodell in Österreich, das “über Zinsen, Zuschüsse und verpuffte Investitionsförderungen” laufe.

Babler erhofft sich “Ausschüttungen” bei vier von zehn Startups

Doch bei Startup-Investments könne das Steuergeld ebenfalls “verpuffen”, merkt ORF-Journalistin Margit Laufer an. “Das Risiko ist minimiert, so wie es in Deutschland auch mitgedacht wurde. Es gibt marktreife Startups, die Erfolg haben und Gewinne machen und es wird einige geben, die das nicht durchsetzen können”, meint darauf Babler. Mit zinslosen Zuschüssen sei das staatliche Geld bei zehn von zehn Startups weg. Mit dem vorgeschlagenen Modell könne es beispielsweise bei vier von zehn Startups Ausschüttungen geben. Der SPÖ-Chef nennt ein Beispiel, das nicht dem Startup-Bereich entstammt: “In der Coronakrise haben wir 150 Millionen Euro an die AUA als Zuschüsse gegeben. Die sind verpufft. Deutschland hat sich an der Lufthansa beteiligt und 750 Millionen Euro Gewinn gemacht.”

Anmerkung der Redaktion: Das staatliche Fördersystem für Startups in Österreich ist sehr differenziert. Die von Andreas Babler angeführten nicht-rückzahlbaren Zuschüsse machen nur einen kleinen Teil des Volumens aus. Viele Förderungen laufen über geförderte Kredite bzw. Kreditgarantien. Mit dem aws Gründerfonds gibt es auch eine Startup-Beteiligungsgesellschaft mehrheitlich in Staatsbesitz. Zudem betreiben mehrere Bundesländer eigene Risikokapitalgesellschaften.

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