06.07.2020

Stadt Wien App soll mit großem Relaunch (neu)-durchstarten

Die Stadt Wien bietet seit 2015 eine eigene App an, über die sich Bürger über eine Vielzahl an Services der Stadtverwaltung informieren können. Am Montag präsentierte Bürgermeister Michael Ludwig gemeinsam mit Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke den Relaunch der App, die über ein verbessertes User-Interface und neue Funktionen verfügt.
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Stadt Wien App
(c) Stadt Wien App Screenshots

Die Stadt Wien bietet seinen Bürgern und Touristen seit 2015 eine eigene Smartphone-Applikation an. Über diese können sich Nutzer mit Hilfe eines Chatbots über die Services der Stadt informieren, auf einen Stadtplan zugreifen oder Echtzeit-Mitteilungen zu Störungen der Wiener Linien, Unwetterwarnungen, Zivilschutzmaßnahmen und Veranstaltungen erhalten. Die App verzeichnet laut der Stadt Wien bislang rund 140.000 Downloads.

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Relaunch der Stadt Wien App

Am Montag präsentierte Bürgermeister Michael Ludwig gemeinsam mit Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke einen groß angelegten Relaunch der App. Sie verfügt nun über ein verbessertes User-Interface und neue Funktionen.

Maßgeblich überarbeitet wurde die Suchfunktion, die nun basierend auf Künstlicher Intelligenz relevante Informationen schneller anzeigt und dem Nutzer in der Suchmaske individuelle Vorschläge bietet.

Überarbeitung der Kartenfunktion

Zudem gab es auch einen Relauch der Kartenfunktion. Sie verfügt nun über die neueste Vektortechnologie und zeigt basierend auf den Daten der Stadt Wien wichtige Orte und Einrichtungen an – angefangen vom Kinderspielplatz, über den Trinkbrunnen bis hin zum Hundekot-Sackerl-Spender.

Das Kartenmaterial für die Hintergrunddarstellung basiert dabei auf Daten, die im Zuge der Stadtvermessung erhoben wurden. Dies ermöglicht beispielsweise die Darstellung einzelner Stiegen in größeren Wohnkomplexen, wie Gemeindebauten.

„Im Gegensatz zu anderen Anbietern können Nutzer auf Informationen zugreifen, die es sonst nirgends gibt“, so Sindre Wimberger, der die digitale Produktentwicklung der App verantwortete.

Daten der Stadt Wien mit kommerziellen Daten verknüpft

Ein weiterer Vorteil mit dem die Stadt Wien App punkten möchte, umfasst die Verknüpfung von Daten der öffentlichen Verwaltung mit kommerziellen Daten. „Nutzer müssen die App nicht wechseln, wenn sie beispielsweise eine Kaffeehaus suchen möchten“, so Wimberger.

Weiters werden die relevanten Informationen standortabhängig angezeigt. Dazu zählen auch Echtzeitinformationen über die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Öffis.

Amtswege online möglich

Zudem sind über die App Amtswege online möglich. Sämtliche Verfahren, wie zum Beispiel der Antrag für ein Parkpickerl oder einen Schanigarten, die derzeit unter mein.wien.gv.at online erledigt werden können, sind ab sofort auch in der Stadt Wien-App abrufbar. Dadurch sollen laut Stadtrat Hanke insbesondere Wirtschaftstreibende profitieren.

Auch der Vorteilsclub der Stadt Wien wurde in die neue App integriert. Über die Eingabe der Mitgliedsnummer wird die App zu einer digitalen Mitgliedskarte, über die man die neuesten Infos bekommt und an Aktionen teilnehmen kann.

App steht für Android und iOS zur Verfügung

Die Einstellung der alten App sollen laut Wimberger automatisch in die neue App übernommen werden können. Für Android-Endgeräte steht die App seit heute im Google Play Store zur Verfügung. Am Dienstag soll der Download der App auch für iOS-Endgeräte möglich sein.


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Rund zwei Millionen Pakete versendete Niceshops 2025 aus dem Logistikzentrum im südoststeirischen Saaz. Diese gingen in 80 Länder bei einer Exportquote von 88 Prozent. Es war das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr des E-Commerce-Scaleups, wie brutkasten berichtete. An dessen Ende standen 169 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von acht Millionen Euro zu Buche. Und das, obwohl man sich erst 2024 auch mit Hilfe eines Stellenabbaus (brutkasten berichtete) aus einer Krise gekämpft hatte.

Ausbau direkt am steirischen Heimatstandort

Mit dem starken Aufschwung sei man auch bei den Lagerkapazitäten an die Grenzen gekommen, heißt es nun vom Unternehmen, das etwa 30 spezialisierte Onlineshops betreibt: „Zuletzt mussten zusätzliche externe Flächen angemietet werden.“ Deswegen soll nun erweitert werden – und zwar direkt am Heimatstandort Saaz, der rund eine Dreiviertelstunde von der steirischen Hauptstadt Graz entfernt ist.

Dort kaufte man nun ein 23.000 m² großes Grundstück zu, wie das Unternehmen verkündet. „Die Erweiterung schafft die Grundlage, Logistikprozesse wieder zentral zu bündeln, Transportwege zu verkürzen und die gesamte Wertschöpfung in der Region zu halten“, heißt es dazu in einer Aussendung.

Schrittweise Automatisierung in kommenden Jahren

Die Ausbaupläne von Niceshops betreffen aber nicht nur die Logistik. Dieses Jahr sollen insgesamt 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden – aktuell beschäftigt man etwa 400 Mitarbeiter:innen an den Standorten Saaz, Graz und Wien. Gleichzeitig will man in den kommenden Jahren schrittweise Automatisierungs- und Robotiklösungen einführen. „Ziel ist nicht die Vollautomatisierung des Lagers, sondern der gezielte Einsatz in speziellen Segmenten, um die Mitarbeiter:innen bei standardisierten Prozessen zu entlasten und die Effizienz weiter zu steigern“, heißt es dazu vom Unternehmen.

Künftig liege der Fokus auf dem weiteren Ausbau der E-Commerce-Plattform sowie der Skalierung von Logistik- und Technologiedienstleistungen für Partnerunternehmen. Zudem setze man weiterhin auf Nachhaltigkeit, etwa mit 100
Prozent Ökostrom, „nahezu“ plastikfreiem Versand und einer im Branchenvergleich sehr niedrigen Retourenquote von rund drei Prozent.

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