10.07.2023

Wie ChatGPTs neuer Code Interpreter Flat-Earthern beweisen kann, dass die Erde rund ist

Ein neues Feature von ChatGPT kommt diese Woche. Es soll der Matheschwäche von Large Language Models etwas entgegensetzen.
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Ein neues Feature von ChatGPT soll diese Woche kommen. Bild: (c) Unsplash
Ein neues Feature von ChatGPT soll diese Woche kommen. Bild: (c) Unsplash

OpenAI sorgt laufend für neue Aha-Momente. Letzte Woche gab das Unternehmen aus Kalifornien die Zusammenstellung eines neuen Teams bekannt: Es soll eine zukünftige „Superintelligenz“ in Zaum halten. Außerdem verkündete OpenAI letzten Donnerstag auf Twitter, dass es im Laufe dieser Woche ein neues Tool für ChatGPT Plus User:innen freischalten wird – den Code Interpreter. Das neue Feature erlaubt es ChatGPT, Phyton-Skripte zu erstellen und ausführen zu lassen.

ChatGPT kann jetzt auch Mathe

Bisher war ChatGPT ein reiner Chatbot und konnte lediglich Texte verarbeiten. Aber künftig soll dieser auch andere Daten aufbereiten. Konkret sollen User:innen Dokumente auf ChatGPT hochladen und dann um eine Auswertung bitten können. Der Code Interpreter soll Daten analysieren, Visualisierungen erstellen, komplexe Matheaufgaben lösen, Phyton-Skripte schreiben und Dateiformate konvertieren können.

Wo ist der Stern Sirius am Horizont?

Das neue Feature veranlasste das Crypto-Newsportal Decrypt.co zu einem Experiment und folgender Headline: „Der neue ChatGPT Code Interpreter kann Flat-Earthern beweisen, dass die Erde rund ist“. Zuvor hatte Ethan Mollick, Professor an der University of Pennsylvania, dazu geschrieben: „Ich habe ChatGPT gebeten, einem Zweifler mit Code zu beweisen, dass die Erde rund ist. Es lieferte mehrere Argumente, indem es den Text mit Code und Bildern kombiniert hat“.

Dycrypt machte Mollicks Experiment nach: Sie ließen ChatGPT die Geographische Breite berechnen, die es erlaubt den Stern Sirius in einem bestimmten Winkel über dem Horizont zu sehen. ChatGPT berechnete mithilfe von Phyton: Um den Stern Sirius 20 Grad über dem Horizont zu sehen, ist ein Breitengrad Nahe des Nordpols erforderlich. Damit beweist ChatGPT, dass die Krümmung der Erde beeinflusst, wie wir die Sterne sehen.

Das neue ChatGPT-Feature sagt einem der großen Probleme von Large Langue Models den Kampf an: ihrer Matheschwäche. Das neue Phyton-Skript-Feature von OpenAI soll dieser etwas entgegen setzen.

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Empovver,
(v.l.) Clemens Otto, Sofia Surma und Marlene Frauscher von Empovver © Isabella Simon

Bevor die Schließung offiziell verkündet wurde, griff Sofia Surma von Empovver persönlich zum Hörer. Die Mitgründerin der Online-Plattform wollte den „Women Creators“, also den Partnerinnen auf der Plattform, die Nachricht persönlich überbringen. Es folgten intensive Telefonate, die die Mitgründerin als „bittersweet“ beschreibt. „Man merkt einfach, was man für eine Verantwortung hat“, reflektiert die Gründerin im brutkasten-Interview. Für Surma wurde der tatsächliche Impact von Empovver in diesem Moment noch einmal deutlich spürbar: „Man generiert Geld für die Women Creators. Für die Person ist das einfach ein regelmäßiges Einkommen, auf das sie sich verlassen hat.“

Bewusste Entscheidung im Team

Das Aus zum 30. Juni 2026 ist jedoch keine Folge einer akuten Notsituation. Vielmehr traf das Gründer:innenteam – bestehend aus Sofia Surma, Marlene Frauscher und Clemens Otto – die Entscheidung im Übergang zum aktuellen Jahr ganz bewusst und strategisch. Trotz des besten ersten Quartals der Unternehmensgeschichte zeigten sich die Grenzen des Modells.

„Wir hätten das Business jetzt nur sage ich mal das ganze Jahr und dann noch vielleicht das nächste Jahr weitermachen können“, erklärt Surma im brutkasten-Interview. „Aber irgendwann ist die Frage nicht nur können wir weitermachen, sondern wollen wir so wie wir es machen, weitermachen“, so die Gründerin weiter. Das Team entschied sich jedoch dagegen, eine Lösung, die „offensichtlich nicht gut skalierbar ist“, künstlich weiterzupushen. „Das hätte so in der Konstellation, wie wir sie jetzt haben nicht funktioniert“, ergänzt Co-Founderin Marlene Frauscher.

Als gebootstrapptes Unternehmen wäre die Weiterführung allein langfristig nicht stemmbar gewesen. Zwar profitierte das Startup stark von der österreichischen Förderlandschaft – insbesondere durch die Unterstützung der aws (Austria Wirtschaftsservice), doch für den nächsten großen Wachstumsschritt reichte es nicht aus. Kurzzeitig war man laut eigenen Angaben auch mit Investor:innen in Kontakt und hatte sogar Zusagen erhalten, allerdings nicht in einem Ausmaß, das die Gründer:innen dazu bewogen hätte „diese Runde wirklich zu closen“.

Fokus und Resilienz als Learnings

Rückwirkend blickt das E-Commerce-Startup, das sich über die Jahre eine starke Community aufgebaut hat, kritisch auf die zu breite Produktpalette zu Beginn. Surma reflektiert im Interview, sie hätten sich „am Anfang mehr fokussieren müssen und nicht direkt in die Breite gehen“. Das Learning lautet daher: „Fokus, Fokus, Fokus – identifizieren, was gut läuft und da dann lieber voll drauf setzen“.

Zudem nimmt sich das Team für die Zukunft mit, selektiv mit oft widersprüchlichen Ratschlägen umzugehen: „Man kann nicht von allen gemocht werden und man kann nicht alle glücklich machen und muss wirklich, und da geht’s wieder um Fokus, selektiv sein, von wem nehme ich Feedback an?“. Frauscher hebt in diesem volatilen Umfeld den Wert von Resilienz und „Gelassenheit“ hervor. Es gelte, sich bei Rückschlägen nicht in die Situation hineinzusteigern, sondern „schnell in die Problemlösung zu gehen“.

Trotz des operativen Endes des Marktplatzes blicken die Gründer:innen mit erhobenem Haupt auf das Erreichte zurück. „Wir sind wirklich stolz darauf, was wir in den letzten Jahren erreicht haben. Wir haben einen Impact gemacht“, betont Frauscher. Für das Team ist das Aus des Online-Marktplatzes daher keineswegs ein absolutes Scheitern. Während der spezifische geschäftliche Pfad nun an sein Ende gelangt, bleibt das übergeordnete gesellschaftliche Ziel intakt. Für Surma steht fest: „Nur der Weg, den wir jetzt verfolgt haben, ist der der zu Ende geht. Aber die Mission und die Vision, die bleibt auf jeden Fall bestehen“.

Vom Nischen-Shop zur Plattform

Empovver blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Das Projekt startete ursprünglich unter dem Namen „Vulva Shop“, bevor ein umfassendes Rebranding im Jahr 2022 schließlich den heutigen Namen einläutete. Was anfangs noch als spezialisierter Onlineshop begann, entwickelte sich in der Folgezeit jedoch rasch zu einer breiteren E-Commerce-Plattform mit starkem Community-Netzwerk weiter.

Unterstützt durch prominente Expertise im Advisory Board, wie etwa von der bekannten Designerin Marina Hoermanseder, expandierte das Wiener Unternehmen schließlich sogar in die Schweiz. Durch diese verschiedenen strategischen Entwicklungsschritte gelang es dem Startup, über die Jahre hinweg insgesamt einen sechsstelligen Betrag an frauengeführte Unternehmen zurückzuspielen.

Letzter Sale im Juni

Bis zum Stichtag Ende Juni bleibt der Marktplatz für einen finalen Abverkauf geöffnet. Wie es mit der Community und dem Podcast weitergeht, lässt das Team noch offen, um eine geordnete Abwicklung zu priorisieren.

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