23.06.2025
PARTNERSCHAFT

whatchado und Jobiqo kooperieren für smarteres Social-Media-Recruiting

Eine neue Partnerschaft zwischen whatchado und Jobiqo soll Video-Content mit automatischer Kampagnensteuerung kombinieren.
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Martin Lenz, CEO von © Jobiqo und Jubin Honarfar, CEO von © whatchado.

Soziale Netzwerke dienen längst nicht mehr nur der Unterhaltung oder dem Austausch mit Freunden. Zunehmend gewinnen sie auch im Recruiting an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen nutzen Plattformen wie Instagram, um dort potenzielle Kandidat:innen mit Stellenangeboten zu erreichen. Inmitten der Flut an Inhalten wird es für Unternehmen allerdings immer schwieriger, mit ihren Inseraten Aufmerksamkeit zu erzielen.

Genau hier setzt eine neue strategische Kooperation zwischen der Video-Job-Plattform whatchado und dem Softwareanbieter Jobiqo an. Gemeinsam wollen die Unternehmen laut eigener Aussage „in der Realität des digitalen Recruitings neue Maßstäbe setzen: für gesteigerte Aufmerksamkeit, exakte Zielgruppenansprache und effiziente Reichweite“. Ziel ist es, ein skalierbares System zu entwickeln, das den aktuellen Anforderungen von Recruiting-Teams gerecht wird.

Fokus auf Social-Media-Recruiting

Kern der Zusammenarbeit ist die Verbindung von Bewegtbildinhalten im Reels-Format mit künstlicher Intelligenz und automatisierter Kampagnensteuerung. So soll das Social-Media-Recruiting gezielter, wirkungsvoller und messbarer werden.

Whatchado, ursprünglich als Plattform für Arbeitgebervideos bekannt, hat im vergangenen Jahr „whatchado Reals“ gestartet. Eine datenbasierte Jobbörse, die es ermöglicht, Stellenanzeigen als kurze Clips in sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder LinkedIn auszuspielen.

„Mit den ‚whatchado Reals‘ bringen wir hochwertigen, mobiloptimierten Video-Content in das Recruiting – und zwar dort, wo sich die Zielgruppen heute aufhalten. In Kombination mit der Ausspielungslogik von Jobiqo AIR entsteht damit ein Produkt, das nicht nur innovativ ist, sondern sofort wirkt“, erklärt Jubin Honarfar, CEO von whatchado.

Automatische Kampagnensteuerung

Jobiqo bringt mit seiner Softwarelösung „Jobiqo AIR“ (Automated Intelligent Reach) eine auf Reichweitenoptimierung spezialisierte Technologie in die Partnerschaft ein. Die Lösung wurde eigens für Jobbörsen, Stellenportale und Recruiting-Plattformen entwickelt und erlaubt die automatisierte Ausspielung von Stellenanzeigen über relevante Kanäle hinweg. Dabei sei laut Unternehmen eine reibungslose Integration in bestehende Systeme möglich.

„Unsere Kunden profitieren doppelt von dieser Partnerschaft: Sie sparen Zeit durch automatisierte Kampagnensteuerung – und erhöhen die Wirksamkeit durch echtes Storytelling. Gemeinsam können wir neue Kanäle erschließen, passive Kandidaten ansprechen und den nächsten Schritt im Social Recruiting setzen“, so Martin Lenz, CEO von Jobiqo.

Vorteile für Kund:innen

Für bestehende Jobiqo-Kund:innen bietet die Kooperation folgenden Vorteil: Sie können „whatchado Reals“ ohne zusätzliche Schnittstellen oder Systemumstellungen direkt in ihre Kampagnen integrieren. Die nahtlose Verbindung soll es ermöglichen, mit minimalem Aufwand auf die steigende Nachfrage nach Social-Media-Recruiting zu reagieren.

Die neue Partnerschaft richtet sich nicht nur an große Arbeitgeber:innen. Besonders profitieren sollen Online-Stellenmärkte, Verlage und Medienhäuser, die ihren Kund:innen moderne Social-Recruiting-Lösungen anbieten möchten, ohne dafür eigene Ressourcen aufbauen zu müssen.

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Das Gründungs-Trio von AYB: Dominik Jöbstl, Robert Haidl und Fabio Steiner (v.l.) © AYB

„Ausgewaschene Baumwollunterhosen fühlen sich mit der Zeit an wie so ein 40er Schleifpapier“, zumindest, wenn es nach Fabio Steiner, Dominik Jöbstl und Robert Haidl geht. Die drei Grazer wollten sich mit diesem Problem nicht länger abfinden und begannen so an der „perfekten Boxershorts“ zu tüfteln. Daraus geworden ist im November 2025 die AYB Underwear GmbH. AYB steht hier für „About Your Balls“. Seit Mitte Juli 2026 kann man sich vom Website-Claim „kein Zwicken. kein Kratzen.“ nun selbst überzeugen.

Zwei Jahre Materialsuche

Rund zwei Jahre arbeiteten die Gründer mit der Grazer Schneiderin Sarah Kohlendorfer zusammen, testeten laut eigenen Angaben mehr als 30 Stoffe und zwölf Prototypen, ehe die Wahl auf Tencel Modal Micro der oberösterreichischen Lenzing AG fiel.

Auch der Schnitt wurde mehrfach überarbeitet: An der Hüfte, „dort ist der Punkt, wo die Unterhose am meisten spannt“, wie Steiner im Interview erklärt, verzichtet AYB auf eine Naht. Stattdessen verlaufen die Nähte vorne und hinten. Daraus ergeben sich zwei zusätzliche Nähte, dafür aber ohne Druckstellen an der empfindlichsten Zone, wie die Gründer ausführen.

Made in China

Produziert wird in einer Partnerfirma im chinesischen Guangdong. Dort würden laut Steiner „90 Prozent aller Unterhosen der Welt produziert“, die Lieferketten seien entsprechend eingespielt. Eine Produktion in Europa hätte man laut Steiner deutlich teurer kalkulieren müssen: „Wir hätten das Dreifache verlangen müssen.“

Preislich positioniert sich AYB zwischen Billiganbietern und Premiummarken, ein Dreierset kostet 44,90 Euro. Über die genaue Marge wollten die Gründer keine Angaben machen, sie sei aber „für das Textilgeschäft üblich“, erwähnt man im Interview.

Verkaufszahlen übertreffen die eigenen Erwartungen

Die ersten Pre-Sale Bestellungen von AYB wurden selbst ausgeliefert. © AYB

Mitte Juli 2026 ging AYB mit einer ersten Bestellung von 1.000 3er-Sets in den regulären Verkauf. Ursprünglich hatten die Gründer mit 50 verkauften Sets pro Monat kalkuliert „und jetzt haben wir halt einfach mehr als das Zehnfache verkauft“, sagt Steiner.

Rund 600 Dreiersets wurden bislang abgesetzt, eine zweite Bestellung über 2.000 weitere Sets ist bereits unterwegs. Finanziert wird sie aus dem laufenden Cashflow: „Es läuft aktuell in einem positiven Cashflow, was uns sehr happy stimmt“, bestätigt Steiner gegenüber brutkasten. Auf Investor:innen verzichten die drei laut eigenen Angaben bewusst. Man wolle es soweit wie möglich bootstrappen.

Vom Marketingbüro zum Boxershort-Business

Steiner und Jöbstl betreiben parallel eine eigene Marketingagentur, aus deren Einnahmen unter anderem die GmbH-Gründung über 12.000 Euro von AYB mitfinanziert wurde. Aktuell laufen beide Geschäfte parallel. „Um auch zu schauen, was funktioniert am Ende des Tages einfach besser“, meint Steiner. Bis man sich bei AYB etwas auszahlen könne „dauert sicher noch zwei, drei Jahre“, fügt er hinzu.

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