07.05.2024
PIVOT

Wiener Startup tubics wird zur YouTube-Agentur

Das Wiener Startup tubics, das auf cloudbasierte Lösungen im YouTube-SEO-Sektor setzt, wird nun zur Agentur. Denn: "Software und AI sind nicht genug".
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Das tubics Team (c) Noah Neumair

Mit seiner YouTube-SEO-Lösung ging das Wiener Startup tubics 2017 an den Start. Zwei Jahre später schrieb es schon Unternehmen wie Samsung, die Erste Group oder L’Oréal auf seine Kundenliste. Das Jahr 2019 erwies sich weiter als Erfolgsjahr: So erhielt das Wiener Startup im Oktober ein sechsstelliges Investment, expandierte schließlich in die USA und holte sich damals binnen einer Woche über 700 Neukund:innen – brutkasten berichtete.

Die Erfolgskurve flachte nicht ab: Im Juni 2022 erhielt das auf YouTube-SEO spezialisierte Startup eine Finanzspritze in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Damit sollte die Produktentwicklung vorangetrieben werden.

Gegründet von Matthias Posch, Matthias Funk, Claudia Eder und Dieter Rappold baute tubics eine cloudbasierte Lösung, die Videomarketing auf Grundlage umfassender Dateneinblicke ermöglicht und Unternehmen dabei helfen soll, ihren Markenauftritt per Video zu stärken.

Mit diesem Purpose begeisterte tubics auch ein Jahr nach der Millionenspritze die deutsche Krankenkasse AOK. Diese schrieb ihre Content-Marketing-Aktivitäten aus – und tubics konnte sich im Team mit der Berliner Agentur TLGG und fount durchsetzen. Der Auftrag sei für vier Jahre datiert und würde eine Summe im zweistelligen Millionenbereich umfassen, hieß es damals. Mittlerweile betreut das Wiener Startup auch Unternehmen wie Lidl Deutschland, WKO und Henkel.

Mehr als SaaS: tubics wird zur Agentur

Nun gibt es weitere Neuigkeiten rund um das Wiener Startup: „Aus der Startup-SaaS-Welt“ entwicklte sich tubics nun „in die Agentur-Welt“, wie Co-Founder Matthias Funk in einer Aussendung berichtet.

„Software is eating the world. But AI is eating software“, zitiert tubics indes den Nvidia-CEO Jensen Huang. Das mit seiner YouTube-SEO-Software gestartete Unternehmen wandelt sich nun vom SaaS-Startup zu einer YouTube Agentur: Ab sofort operiert es als „YouTube Agency & Software Solutions“.

Tubics „verschmelze“ indes nicht nur seine Software-Lösung mit AI, sondern habe auch erkannt, „dass es für erfolgreiches YouTube Marketing mehr als nur Daten und AI braucht, um skalieren zu können“, heißt es in der Aussendung.

„Software und AI nicht genug“

„Um auf YouTube als Unternehmen erfolgreich zu sein, benötigt man die Unterstützung von Video-Marketing-Experten, die wissen, wie man Kanäle- und Video-Algorithmus-gerecht skalieren kann. Software und AI sind nicht genug. Man braucht Hands-On Unterstützung”, so Matthias Funk, CEO von tubics, und meint weiter:

„Wir haben daher zur YouTube-Agentur gepivotet. Für unsere Kunden kombinieren wir unsere AI-Tools mit datengetriebener Video-Kreation und YouTube-Werbung. So können wir die YouTube-Kanäle unserer Kunden besser und nachhaltiger skalieren.”

Tubics erreicht erstmals „schwarze Zahlen“

Positive Bilanz zog die frische Agentur indes gegenüber den Vorjahreszahlen: Erstmals habe man schwarze Zahlen erreicht. Das Wachstum sei im Q1 2024 auf plus 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen.

Besonders am deutschen Markt soll es dem Wiener Startup gelungen sein, mit seinem datengetriebenen YouTube-First-Ansatz Kund:innen zu gewinnen. Das nächste Ziel sei es schließlich, „die führende YouTube-Agentur im DACH-Raum zu werden“, so Funk.

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Die beiden Gründer Dirk van Wassenaer und David Mayer-Heinisch | (c) Froots

Ein weiteres Jahr, ein weiteres Investment in Millionenhöhe bei froots. Zuletzt berichtete brutkasten im Juni 2025 von einer Kapitalrunde über 2,9 Millionen Euro, heuer fließen 2,25 Millionen Euro in den Vermögensverwalter. Die Finanzierungsrunde tragen neben bestehenden Kapitalgebern wie Andreas Treichl, Ex-CEO der Erste Group, und durchblicker-Gründer Reinhold Baudisch neue Investoren wie Paul Fattinger, Ex-CEO von woom. Das frische Geld wird laut froots in erster Linie für den weiteren Ausbau der technischen Plattform und die Stärkung der Marke eingesetzt.

Langfristigkeit als Unternehmens-Credo

Bei froots setze man bewusst auf kleinere Schritte mit „maßgeschneiderten Finanzierungsrunden für die Evergreen-Investoren“, wie es vom Unternehmen heißt. Dabei denke das Fintech langfristig. „Wir müssen niemandem in fünf Jahren einen Exit liefern. Das gibt uns die Freiheit, Entscheidungen für die nächsten zwanzig Jahre zu treffen“, sagt CEO und Co-Gründer David Mayer-Heinisch und ergänzt: „Wir haben gegründet, um zu bleiben. Unsere Kundinnen und Kunden investieren bei uns, weil sie sehr gut verstehen, dass wir sie bei ihrem langfristigen Asset Management unterstützen.“ Sowohl bei Kund:innen als auch Investor:innen zielt das Unternehmen auf einen Zeitrahmen von 20 Jahren ab. Derzeit managt froots ein Anlagevermögen von rund 250 Millionen Euro.

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