07.11.2025
ABGÄNGE

Wefox Austria: zwei Geschäftsführer hören auf

Der bisherige Country Head René Besenbäck wechselt mit Jahresende ins Management eines "führenden Industriemaklers". Lukas Lindenhofer bleibt noch bis Ende März 2026 Wefox-Austria-Geschäftsführer und soll "für eine geordnete Übergabe" sorgen.
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vl.: Lukas Lindenhofer, René Besenbäck und Stephan Ehrenfeldner | (c) Wefox Austria
vl.: Lukas Lindenhofer, René Besenbäck und Stephan Ehrenfeldner | (c) Wefox Austria

Erst Ende Juli wurde mit Stephan Ehrenfeldner als COO ein Neuzugang in der bis dahin dualen Geschäftsführung von Wefox Austria präsentiert – brutasten berichtete. Nun kündigte die Österreich-Tochter des Berliner InsurTech-Scaleups den Abgang der beiden länger gedienten Geschäftsführer René Besenbäck und Lukas Lindenhofer an.

Abgang mit Ende Dezember und Ende März

Besenbäck hatte 2023 Rainer Vogelmann als Country Head abgelöst (brutkasten berichtete). Er wechselt nun bereits mit Jahresende ins Management eines „führenden Industriemaklers“, wie es in einer Aussendung von Wefox Austria heißt. Lindenhofer, der bereits 2022 zum Geschäftsführer aufstieg, geht mit Ende März 2026 und soll für eine „geordnete Übergabe“ sorgen. Neuzugang Ehrenfelder soll das Unternehmen „bis zur Nachbesetzung der Country Head Funktion im ersten Quartal 2026“ weiter gemeinsam mit Lukas Lindenhofer führen.

Wefox-CEO: „Bedauere ihre Entscheidung“

Joachim Müller, CEO der Muttergesellschaft wefox Holding AG, sieht Wefox Austria in einem Statement in einer „hervorragenden Ausgangsposition“ und kommentiert: „Rene Besenbäck und Lukas Lindenhofer haben dies mit hohem persönlichen Einsatz vorangetrieben und gleichzeitig ein starkes Team entwickelt. Dafür möchte ich beiden herzlich danken, bedauere ihre Entscheidung und wünsche ihnen für ihre weitere Karriereentwicklung nur das Beste.“ In Österreich trete man nun in „die nächste Phase unserer strategischen Weiterentwicklung“ ein und werde dazu „zeitnah die relevanten Weichenstellungen im Führungsteam bekannt geben“.

„Unendlich dankbar für diese herausfordernde Zeit“

Besenbäck spricht in seinem Resümee von „großem Wehmut und unglaublichem Stolz“. „Ich bin unendlich dankbar für diese herausfordernde Zeit und möchte meinem gesamten Team die höchste Anerkennung für die erreichten Meilensteine aussprechen“, so der bisheriger Country Head. Lindenhofer spricht indes von „einem lachenden und einem weinenden“ Auge, mit dem er Wefox Austria verlassen. „Es ist mir ein großes Anliegen, eine geordnete Übergabe sicherzustellen. Deshalb begleite ich den Übergangsprozess noch aktiv bis 31. März, um gemeinsam mit dem Team diesen wichtigen Schritt vorzubereiten und eine stabile Basis für die Zukunft zu schaffen“, kommentiert er.

Seit kurzem neue Strategie

Das Unternehmen präsentierte erst kürzlich eine neue Strategie, die auf Übernahmen von Makler-Kanzleien im Rahmen von Betriebsnachfolge basiert – brutkasten berichtete. Kürzlich erfolgte zudem der App-Relaunch. Das Unternehmen berichtet auch von einer positiven Entwicklung in den vergangenen Jahren. Das Maklerpartner-Netzwerk sei massiv ausgebaut worden, das Prämienvolumen über das „wefox Serviceportal“ sei seit Ende 2023 um mehr als 30 Prozent gesteigert worden.


Anm. der Redaktion: Dieser Beitrag wurde nach Veröffentlichung adaptiert. Lukas Lindenhofer ist nicht, wie ursprünglich behauptet, bereits 2019 mit der Übernahme des österreichischen Unternehmens „Die Maklergruppe“ durch Wefox (brutkasten berichtete) ins Unternehmen gekommen. Er wurde erst 2022 Geschäftsführer.

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(c) whataventure
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„Unternehmen, die heute rekalibrieren statt pausieren, bauen sich einen Vorsprung auf, den andere in drei Jahren nicht mehr aufholen können.“ – mit diesen Worten ordnet Stefan Peintner, CEO von whataventure, die aktuelle Marktlage im Corporate Venturing ein. Die neue Studie „The state of new business building 2026“, für die 50 Führungskräfte und Innovationsverantwortliche aus dem DACH-Raum befragt wurden, zeichnet ein Bild der Konsolidierung. Restrukturierungen, strategische Kurswechsel und wirtschaftliche Unsicherheiten haben den Druck auf Innovationsabteilungen massiv erhöht und bei vielen Unternehmen zu Budgetkürzungen geführt.

Kapitalintensive Instrumente besonders von Kürzungen betroffen

Die finanzielle Zurückhaltung der Unternehmen trifft vor allem die kapitalintensiven Instrumente im Corporate Venturing. Laut der Studie berichten 40 Prozent der Befragten im Bereich Venture Acquisitions über verringerte Mittel im vergangenen Jahr. Im Corporate Venture Building (CVB) verzeichnen 39 Prozent Budgetrückgänge, im Corporate Venture Capital (CVC) sind es 26 Prozent. Venture Clienting zeigt sich in diesem Umfeld resilienter: Hier vermelden nur 17 Prozent der betroffenen Befragten finanzielle Einschnitte.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der subjektiven Erfolgsbewertung der verschiedenen Instrumente wider. Entsprechend bewerten 81 Prozent der Befragten aus CVC-Units und 74 Prozent jener im Venture Clienting diese Instrumente als zumindest „eher erfolgreich“, während Corporate Venture Building mit 62 Prozent etwas schwächer abschneidet.

Strategie-Kopplung als Überlebenskriterium

Eine zentrale Erkenntnis der Studienautor:innen ist, dass die Phase der „breiten Exploration“ vorbei ist – das war bereits in der Studie vergangenes Jahr deutlich herausgekommen, wie brutkasten berichtete. Inzwischen werde die klare Kopplung an die Unternehmensstrategie zum Überlebenskriterium. Die erhobenen Daten untermauern diese These: 77 Prozent der nach eigener Einschätzung erfolgreichen New Business Building Units leiten ihre Themen direkt aus der übergeordneten Unternehmensstrategie ab. Bei den weniger erfolgreichen Initiativen tun dies nur 18 Prozent.

Für Einheiten, die ihre Aktivitäten als weniger erfolgreich einstufen, kristallisieren sich drei Kernprobleme heraus: 64 Prozent kämpfen mit dem Governance-Modell, 55 Prozent mit fehlendem Top-Management-Commitment und weitere 55 Prozent bemängeln eine unklare strategische Ausrichtung. Wer diese strategische Verbindung hingegen konsequent herstellt, treffe bessere Entscheidungen bei der Wahl der Instrumente und riskiere nicht den Verlust des internen Mandats, so die Schlussfolgerung in der Studie.

Mit externer Hilfe „mehr mit weniger“ erreichen

Um den gestiegenen Erwartungen bei gleichzeitig sinkenden Budgets gerecht zu werden, müssen Teams schlanker und zielgerichteter agieren. Unternehmen berichten der Studie zufolge von schnellerer Entscheidungsfindung und höherer Resilienz, wenn sie in kleinen Teams arbeiten und externe Partner gezielt einbinden. Diese Praxis nimmt spürbar zu: Die Nutzung externer Unterstützung im Corporate Venture Building stieg von 41 Prozent im Jahr 2025 auf 59 Prozent im Jahr 2026 an.

Optimismus trotz „Venture-Building-Winter“

Trotz der angespannten Ressourcenlage ist die Stimmung unter den Innovationsverantwortlichen keineswegs pessimistisch. Rund zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass New Business Building in den nächsten fünf Jahren wesentlich zum Wachstum und zur Stabilität ihrer Unternehmen beitragen wird.

Dass antizyklisches Handeln in dieser Phase ein Vorteil sein kann, unterstreicht Axel Deniz, CEO der Venture-Building-Unit Bosch Business Innovations, der in der Studie zitiert wird: „In Europa und den USA sehen wir einen Venture-Building-Winter, aber Bosch Business Innovations verdoppelt seine Einsätze – und das ist ziemlich außergewöhnlich.“ Die Konsequenz für Verantwortliche im DACH-Raum ist laut whataventure deutlich: Wer seine Aktivitäten jetzt schärft und liefert, baut Vorsprung auf; wer die Druckphase lediglich aussitzt, riskiert Budget und Mandat.

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