25.09.2020

WeDress Collective: Clothes-Sharing-Plattform launcht in drei Städten

WeDress Collective hat zum Ziel, mehr Nachhaltigkeit in die Fashion-Branche zu bringen. Mit ihrer Plattform ermöglicht Gründerin Jasmin Huber, hochwertige Kleidung zum Verleih anzubieten oder sie selbst zu mieten.
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WeDress Collective, Jasmin Huber, Kleider leihen, Kleider tauschen, Fashion
(c) WeDress Collective - Jasmin Huber hat mit WeDress Collective eine Plattform fürs Kleidungs-Sharing geschaffen.

Jeder kennt mittlerweile „ride-sharing“: Ein Trend, bei dem gemeinsame Autofahrten mit Personen, die einen ähnlichen Weg haben, geteilt werden können, um die Umwelt zu schonen. Auch „energy-sharing“, bei dem etwa Solarenergie geteilt werden kann, ist kein so unbeschriebenes Blatt mehr, wie es früher einmal war. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Startup auf die Idee kommt, Kleidung ins „sharing“-Modell zu bringen: WeDress Collective von Gründerin Jasmin Huber tut dies und möchte damit gegen das „fast fashion“-Modell vorgehen.

WeDress Collective-Gründerin war „fast fashion“-Fan

„Seitdem ich 14 Jahre alt war, interessierte mich das Thema Nachhaltigkeit. Ich habe mich immer mehr eingelesen, war selbst aber ein ‚heavy consumer‘ von ‚fast fashion‘ der großen Modekonzerne und hab dann mit 21 Jahren begonnen, mich zu fragen, was dieses ‚Made in China‘ wirklich bedeutet“, sagt Huber.

WeDress Collective, Jasmin Huber
(c) WeDrss Collective – Jasmin Huber möchte mit ihrer Plattform die Kaufgewohnheit der Gesellschaft von „fast fashion“ reduzieren und eine Leih-Plattform für hochwerttige Kleidung etablieren.

Sieben Jahre später und mit einem Gefühl für die Problematik der Kleiderindustrie mit ihrer billig und wenig nachhaltig produzierten Ware, die darauf fußt, dass man Kleidung regelmäßig ersetzen muss, stand die heute 30-jährige vor ihrem Kleiderschrank, merkte, dass sie eigentlich genug zum Anziehen habe, so wie die Person nebenan auch. Und fragte sich, warum sie keinen Kleiderkreislauf in Gang bringt, statt sich ständig neue Sachen zu kaufen.

WeDress Collective in Wien, Berlin und München

So entstand WeDress Collective, das wegen der Coronakrise erst seit dem 12. September des heurigen Jahres online und in Wien, Berlin und München nutzbar ist. User können auf der Plattform Bilder von ihren Kleidern hochladen und dafür einen Leihpreis pro Tag festsetzen. Und sich selbst anderes Gewand besorgen.

Dafür gibt es bestimmte Regeln, wie Huber erklärt. Ihr geht es vor allem darum, dass es sich bei der Kollektion auf ihrer Plattform um hochwertige Kleidung handelt. Sie definiert das in der Unterscheidung zu „fast fashion“-Produkten und gibt einen Richtwert von 110 Euro Neupreis an, wieviel im Schnitt ein zum Leih angebotenes Stück kosten sollte. Sie empfiehlt auch einen Ausleihpreis von zwei Euro pro Tag für angebotene Stücke.

Hygiene und Bewertungen

Auch in Sachen Hygiene gibt es klare Bedingungen: Jede verleihende Person ist dafür verantwortlich, dass das bestimmte Kleidungsstück ordentlich gereinigt wurde – entweder in der Waschmaschine oder von der Reinigung. Ein Bewertungssystem, bei dem User andere Nutzer bewerten können, soll zudem dafür sorgen, dass die Qualität der Plattform gewährt bleibt. Dem Startup bleiben als Einnahmen 20 Prozent vom Mietpreis.

Expansion in weitere Städte

Momentan überprüft Huber alle Kleidungsstücke ihrer Plattform selbst, holt sich nötige Dienstleistungen über externe Anbieter und hat aktuell über 40 User seit Bestehen generieren können. Das nächste Ziel ist es, die Awareness ihres Startups zu steigern und andere Städte mit ins Boot zu holen.

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Wenn sich Anfang Juli Investor:innen aus 33 Nationen in Kitzbühel versammeln, dann nicht für Pitch-Marathons, sondern für Gespräche am Berg: Das World Venture Forum (WVF) ging heuer von 6. bis 11. Juli in seine zwölfte Ausgabe – unter dem Motto „Vectors of Change“. Den heutigen Namen trägt die Veranstaltung seit vier Jahren, davor lief sie als Venture Week. Das Format ist bewusst klein gehalten: Rund 200 Teilnehmer:innen, die laut Veranstalter ein Kapital von mehr als 40 Milliarden Euro repräsentieren, verteilen sich über eine Woche auf Themen-Chalets zu Web3, Family Offices, Corporate Innovation und Impact. Dazu kommen ein Golfturnier, eine Trekking-Tour auf die Streif und die Gala im K3 KitzKongress samt Award-Verleihung. Am Donnerstag und Freitag verschmilzt das Programm traditionell mit dem Business Angel Summit, dem Jahrestreffen der österreichischen Angel-Szene.

Hinter dem Event steht Berthold Baurek-Karlic, Gründer und CEO von Venionaire Capital, der das Forum vor zwölf Jahren mit ins Leben gerufen hat. brutkasten traf ihn vor Ort zum Gespräch – über die Anfänge als Golfrunde, die Philosophie hinter dem Format, die neu eingetragene gemeinnützige Stiftung und die Frage, warum Österreich seiner Ansicht nach zehn Jahre in der Standortdebatte verloren hat.


brutkasten: Das World Venture Forum geht mittlerweile in die zwölfte Ausgabe. Wie ist das Ganze entstanden – und wie hängt es mit dem Business Angel Summit zusammen?

Berthold Baurek-Karlic: Vor zwölf Jahren gab es hier in Kitzbühel eine kleine Golfrunde – gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Standortagentur Tirol. Wir haben gesagt: Wir bringen informell lokale und ein, zwei internationale Investoren zusammen und reden darüber, wie wir mehr Kapital mobilisieren und international mehr Augen auf unseren Heimatmarkt und die EU bringen. Das Feedback war sehr gut, es gab Folgeveranstaltungen. Dann hat sich herauskristallisiert, dass es Bedarf an einem Jahrestreffen der Business Angels gibt – stark auf Österreich fokussiert, mit Bayern und Südtirol als Umfeld. Daraus wurde der Business Angel Summit, den wir bis heute in Partnerschaft und Freundschaft begleiten. Wir selbst haben daraus eine europäische Venture Week in Kitzbühel entwickelt – das heutige World Venture Forum. Es beginnt bereits am Montag; am Donnerstag und Freitag verschmilzt das Programm dann mit dem Summit, unserem Partnerevent.

Was ist die DNA des Forums?

Wir machen ein Event von Investoren für Investoren. Unser Versprechen ist: Hier sitzt du am Tisch und nicht am Menü. Du gehst nicht in einen Raum, wo auf einen Investor zehn Startups kommen, die Geld wollen. Stattdessen hast du eine entspannte Atmosphäre über mehrere Tage, in der du Vertrauen aufbauen kannst, um international zu co-investieren. Kitzbühel ist dafür wunderbar geeignet: Wir machen den Content am Berg – dort kann keiner weglaufen, und es gibt wenig Ablenkung. Im zwölften Jahr haben wir 33 Nationen versammelt und repräsentiertes Kapital von weit über 40 Milliarden. Gleichzeitig sind wir bewusst klein geblieben, knapp über 200 Teilnehmer – Qualität ist wichtiger als Quantität.

Berthold Baurek-Karlic bei der Eröffnung des Gala Dinners am Mittwoch | (c) World Venture Forum

Seit dem Vorjahr gibt es auch eine Stiftung.

Ja, die World Venture Forum Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung nach Bundesstiftungsrecht. Es war unglaublich schwierig, sie zu bekommen – zwei Jahre und zehn Monate. Sie kann nicht wieder aufgelöst werden, sie hat den Anspruch, ewig zu bestehen. Wir mussten aber lernen, dass sie ein Jahr eingetragen sein muss, bis die Spendenabsetzbarkeit greift. Das letzte Jahr war deshalb in Wahrheit die Hölle. Heuer konnten wir mit unserer Charity Auction erstmals Kapital einsammeln – knapp 60.000 Euro. Dazu haben wir mittlerweile Chapter Presidents in 19 Ländern, die das ganze Jahr die lokale mit der internationalen Community vernetzen. Die Stiftung lebt nach einem einfachen Prinzip: Innovation in Isolation ist eine Illusion.

Im Fokus der Stiftung steht Bildung. Was heißt das konkret?

Es geht um Innovations- und Entrepreneurship-Empowerment. Einerseits Capacity Building: Investoren die Skills zu geben, um lokal einen guten Job zu machen und internationale Standards einzuhalten. Andererseits haben wir mit der Hochschule Fresenius ein Programm entwickelt, das Scaleup-Gründern die Werkzeuge gibt, international zu raisen. Am Anfang hast du Friends, Family, Fools und lokale Angels – aber irgendwann brauchst du internationale Investoren, die dir neue Märkte aufmachen. Dort helfen wir.

Der Vorstand der World Venture Forum Stiftung: Alexander Rapatz und Berthold Baurek-Karlic | (c) World Venture Forum

Es sind auch Startups vor Ort. Welche Regeln gelten für sie?

Die Oberregel ist: Hier wird nichts verkauft. Es sind ausschließlich Scaleups vor Ort, in der Regel im Windschatten eines Sponsors – und jeder Founder, der hier ist, hat selbst schon investiert. Ein gutes Beispiel ist Florian Wimmer von Blockpit, der seit Jahren auch als Business Angel aktiv ist. Am Ende soll es keine Verkaufsveranstaltung sein. Die Leute sollen nach Hause gehen und sagen: Ich habe etwas gelernt.

Beim Business Angel Summit wurde viel über die politischen Rahmenbedingungen in Österreich diskutiert. Ist das auch hier Thema?

Wir haben ganz bewusst Martin Ohneberg als Festredner eingeladen und ich bin sehr glücklich über seine Rede. Er hat zu hundert Prozent recht: Wir labern viel zu viel und tun viel zu wenig. Politischer Diskurs ist wichtig, aber wenn wir zehn Jahre über einen Dachfonds diskutieren, haben wir zehn Jahre verloren. Ursprünglich wurde an einem Fund of Funds mit fünf bis zehn Milliarden gearbeitet – heute reden wir über einen Scaleup-Fonds mit 500 Millionen. Wir haben also weniger und zehn Jahre verloren. Am Panel kam die Frage, ob der Staat nicht mehr Geld in Fonds stecken sollte. Die Antwort eines deutschen Scaleup-Gründers war treffend: Viel gescheiter wäre, der Staat würde die Produkte kaufen, die in Europa entstehen – Umsatz ist besser als Eigenkapital.

Disclaimer: brutkasten ist Medienpartner des World Venture Forum

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AI Summaries

WeDress Collective: Clothes-Sharing-Plattform launcht in drei Städten

  • Jeder kennt mittlerweile „ride-sharing“, einem Trend, bei dem gemeinsame Autofahrten mit Personen, die einen ähnlichen Weg haben, geteilt werden können, um die Umwelt zu schonen.
  • Auch „energy-sharing“, bei dem etwas Solarenergie geteilt werden kann, ist kein so unbeschriebenes Blatt mehr, wie es früher einmal war.
  • Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Startup auf die Idee kommt Kleidung ins „sharing“-Modell zu bringen: WeDress Collective von Gründerin Jasmin Huber tut dies und möchte damit gegen das Fast Fashion-Modell vorgehen.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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  • Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Startup auf die Idee kommt Kleidung ins „sharing“-Modell zu bringen: WeDress Collective von Gründerin Jasmin Huber tut dies und möchte damit gegen das Fast Fashion-Modell vorgehen.

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  • Jeder kennt mittlerweile „ride-sharing“, einem Trend, bei dem gemeinsame Autofahrten mit Personen, die einen ähnlichen Weg haben, geteilt werden können, um die Umwelt zu schonen.
  • Auch „energy-sharing“, bei dem etwas Solarenergie geteilt werden kann, ist kein so unbeschriebenes Blatt mehr, wie es früher einmal war.
  • Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Startup auf die Idee kommt Kleidung ins „sharing“-Modell zu bringen: WeDress Collective von Gründerin Jasmin Huber tut dies und möchte damit gegen das Fast Fashion-Modell vorgehen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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  • Jeder kennt mittlerweile „ride-sharing“, einem Trend, bei dem gemeinsame Autofahrten mit Personen, die einen ähnlichen Weg haben, geteilt werden können, um die Umwelt zu schonen.
  • Auch „energy-sharing“, bei dem etwas Solarenergie geteilt werden kann, ist kein so unbeschriebenes Blatt mehr, wie es früher einmal war.
  • Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Startup auf die Idee kommt Kleidung ins „sharing“-Modell zu bringen: WeDress Collective von Gründerin Jasmin Huber tut dies und möchte damit gegen das Fast Fashion-Modell vorgehen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

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  • Jeder kennt mittlerweile „ride-sharing“, einem Trend, bei dem gemeinsame Autofahrten mit Personen, die einen ähnlichen Weg haben, geteilt werden können, um die Umwelt zu schonen.
  • Auch „energy-sharing“, bei dem etwas Solarenergie geteilt werden kann, ist kein so unbeschriebenes Blatt mehr, wie es früher einmal war.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

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WeDress Collective: Clothes-Sharing-Plattform launcht in drei Städten

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