09.10.2018

WeAreDevelopers launcht neue Developer-Hiring-Lösung Talent Solutions

Die Developer-Plattform WeAreDevelopers gibt auf dem HR Inside Summit in Wien den Launch seiner neuen Developer-Hiring-Lösung Talent Solutions bekannt. Ziel ist es, Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels mit präzisen Talent-Vorschlägen beim Recruiting von Entwicklern zu unterstützen.
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WeAreDevelopers - neue Online-Stellenbörse für Developer-Jobs
(c) Tamás-Künsztler. Die WeAreDevelopers Gründer Sead Ahmetovic, Benjamin Ruschin und Thomas Pamminger.

Die Developer-Plattform WeAreDevelopers gibt auf dem HR Inside Summit in Wien den Launch seiner neuen Developer-Hiring-Lösung Talent Solutions bekannt. Ziel ist es, Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels mit präzisen TalentVorschlägen beim Recruiting von Entwicklern zu unterstützen. Talent Solutions von WeAreDevelopers soll Unternehmen aktiv dabei helfen, passende Talente für ihre offenen Developer-Positionen zu finden. Dabei erhalten Firmen monatlich fünf Kandidatenvorschläge, die an den zu besetzenden Developer-Stellen interessiert sind und deren Profile den Anforderungen des Unternehmens entsprechen.

+++ WeAreDevelopers World Congress geht nach Berlin +++

Talent Solutions: „Schneller und günstiger als Headhunter“

Im Anschluss daran entscheiden die Unternehmen selbst, mit welchen Kandidaten sie in Kontakt treten und wen sie zu einem Vorstellungsgespräch einladen möchten. Die Lösung eignet sich vor allem für mittelständische und große Unternehmen, die zehn oder mehr Entwickler pro Jahr einstellen möchten. Aktuell sind zehntausende Developer-Profile auf der Plattform verfügbar. „Der Fachkräftemangel in der IT-Branche spitzt sich immer weiter zu. Die richtigen Talente zu finden, stellt die HR-Abteilungen zunehmend vor große Herausforderungen“, sagt Thomas Pamminger, Chief Product Officer & Mitgründer von WeAreDevelopers. „Mit Talent Solutions bieten wir Unternehmen die Möglichkeit, gezielt mit Entwicklern in Kontakt zu treten, die an einem neuen Job interessiert und zudem passgenau auf das Stellenprofil der jeweiligen Firma zugeschnitten sind. Dies erfolgt auch deutlich schneller und günstiger als mit einem Headhunter.“

WeAreDevelopers Talent Solutions startet in Berlin, München, Wien, Amsterdam und Barcelona

Die Beta-Version von Talent Solutions wurde sowohl von Bestands- als auch Neukunden nach Angaben von WeAreDevelopers erfolgreich getestet, die durch den Einsatz bereits die richtigen Developer-Talente für ihre Unternehmen finden konnten. Aktuell ist die Lösung in Berlin, München, Wien, Amsterdam und Barcelona verfügbar und soll zukünftig weiter ausgebaut werden. „Wir haben Talent Solutions genutzt, um Entwickler für unsere offenen Backend- und Frontend-Stellen zu finden. Das Team von WeAreDevelopers hat dabei hervorragende Arbeit geleistet und unsere Wünsche und Anforderungen an die Kandidaten für einen erfolgreichen Einstellungsprozess detailliert berücksichtigt“, sagt David Boutellier, Co-Head of Drug Development bei Kaia Health. „Während der gesamten Zeit hatten wir die volle Kontrolle und konnten unsere eigenen Prozesse reibungslos in das Bewerbungsverfahren einbinden.“

(PA/red)

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(c) Ruiz Cruz
(c) Ruiz Cruz

Zwei Tage lang haben die Entrepreneurship-Verantwortlichen der österreichischen Hochschulen am 13. und 14. Oktober an der Universität Wien und der WU Wien darüber beraten, wie Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter gelingen können. Das Entrepreneurship Center Network (ECN), das inzwischen 36 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, hat rund um seine sechste Konferenz auch neue Zahlen veröffentlicht: 2025 wurden 530 studentische Startups und akademische Spinoffs an den Partnerhochschulen betreut, ein Jahr davor waren es 457.

Strategiearbeit im Fokus

Auch die Konferenz selbst ist gewachsen. „Als wir 2021 die erste ECN-Konferenz hier in Wien organisiert haben, hatten wir so 25 bis 30 Teilnehmer, und heuer waren über 80 Teilnehmende dabei”, sagt Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Center und Gründer des Netzwerks, im brutkasten-Talk. Statt Keynotes und Workshops gab es heuer Strategiearbeit: In Kleingruppen wurden zuerst die größten Probleme bei Ausgründungen gesammelt, dann ein Wunschzustand formuliert und daraus Maßnahmen abgeleitet.

(c) Ruiz Cruz

Mehr Role Models?

Diskutiert wurde dabei auch, wen das Thema überhaupt erreicht. Sara Matt, Leiterin der Transferstelle Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Innsbruck, sieht die bisherigen Role Models fast ausschließlich im MINT-Bereich. „Ganz viele helle Köpfe kommen nicht aus der Technik, sondern aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die muss man auch abholen.“ Und nicht jede Person mit unternehmerischen Fähigkeiten müsse ein eigenes Unternehmen gründen: „Die könnten zum Beispiel Betriebsnachfolgen übernehmen oder in bestehenden Unternehmen Innovation vorantreiben.”

Im Rahmen der Konferenz wurde – in Anwesenheit von Sektionschef Elmar Pichl aus dem BMFWF – auch der neue Ausgründungsrahmen für diese sog. SHAPE-Disziplinen vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy, also für Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Künste. Dieser Rahmen ergänzt den 2024 erarbeiteten Ausgründungsrahmen für den technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Frage des Budgets?

Die Ergebnisse der Konferenz treffen auf einen schwierigen Moment. Wie sich das Universitätsbudget in den nächsten Jahren entwickelt, ist offen, mehr Geld wird es nach Einschätzung von Dömötör wohl nicht geben. Die Frage sei, wo gespart werde: bei etablierten Bereichen oder im Transfer, „der noch nicht so etabliert ist und auch keine starke Lobby in Budgetdiskussionen hat”. Das Budget sei deshalb ein Leitmotiv der Konferenz gewesen: „Was können wir tun, um dieses weiterhin zwar größer werdende, aber immer noch zarte Pflänzlein, das in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden ist, zu schützen?”

(c) Ruiz Cruz

Matt beobachtet die Folgen bereits. An einigen Universitäten sei das Personal im Transferbereich zurückgefahren worden. „Das finde ich einen falschen Ansatz, weil gerade jetzt müssen wir darauf achten, Innovation voranzutreiben.” Dass überall gespart werden müsse, sehe sie ein, „aber für die langfristige Sicht eines Wirtschaftsstandortes ist es nicht die richtige Entscheidung, an der Innovation zu sparen”.

Konkret bedauert Matt, dass es im Herbst keine Fellowship-Ausschreibung gab. Eine Handvoll Forscher:innen an ihrer Universität hätte gerne eingereicht. Wenn man in dieser Situation doch die akademische Karriere wähle, sei das nachvollziehbar, weil man es sich auf dem Weg dorthin kaum leisten könne, ein paar Jahre für einen unternehmerischen Versuch liegen zu lassen. Eine bei der Konferenz diskutierte Maßnahme sei deshalb ein Forschungsfreisemester, „damit diese Entscheidung nicht so früh fallen muss: Unternehmertum oder Forscherkarriere”.

Gründen soll in der akademischen Laufbahn zählen

Genau an diesem Punkt setzt der Maßnahmenplan an, den das ECN aus der Konferenz ableitet und Ende des Jahres veröffentlichen will. Gründen soll ein gleichwertiger Karriereweg werden, der auch in der akademischen Laufbahn anerkannt wird. „Kulturwandel bedarf auch der entsprechenden Incentives”, sagt Dömötör. „Wie wird es von meiner Uni gewürdigt, wenn ich gründe? Werde ich nur für die traditionellen Kernaufgaben einer Universität belohnt, Forschung und Lehre, oder wird auch die Third Mission stärker berücksichtigt?” In den letzten Jahren habe es eine positive Entwicklung gegeben, „aber da ist immer noch Luft”.

Der zweite Kernpunkt richtet sich an den Gesetzgeber: Das ECN fordert einen klaren Rechtsrahmen für Ausgründungen im Universitätsgesetz (UG) und im Fachhochschulgesetz (FHG). Dazu kommen österreichweite Standards für IP und Beteiligungen sowie Entrepreneurship Education für alle Studierenden. Die Details sollen im Plan Ende des Jahres folgen.

Verbündete in der Politik?

Unterstützung erhofft sich das ECN aus der Politik. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, stellte sich bei einem Kamingespräch den Fragen der Community. Für Dömötör „ein sehr wertschätzendes Signal”. Man nehme aus dem Gespräch mit, „in ihr eine Verbündete zu haben”. Für die Änderungen an UG und FHG, die das ECN anstrebt, ist allerdings nicht ihr Ressort zuständig, sondern das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

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