09.04.2026
DEVELOPER-EVENT

WeAreDevelopers: Erster World Congress im Silicon Valley fixiert

Im vergangenen Juli wurde es erstmals angekündigt, nun steht das Event: Der WeAreDevelopers World Congress North America wird im September in San José (Kalifornien) stattfinden.
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Die vier WeAreDevelopers-Gründer beim World Congress 2025 in Berlin (vlnr.) Benjamin Ruschin, Markus Wagner Thomas Pamminger und Sead Ahmetović | (c) WeAreDevelopers
Die vier WeAreDevelopers-Gründer beim World Congress 2025 in Berlin (vlnr.) Benjamin Ruschin, Markus Wagner Thomas Pamminger und Sead Ahmetović | (c) WeAreDevelopers

„Wir haben ein bisschen das Gefühl, dass wir am europäischen Markt ein Plateau erreicht haben“, sagte WeAreDevelopers-Co-Founder Benjamin Ruschin im September im brutkasten-Talk, in dem er auch die Expansion nach Indien ankündigte. Bereits zwei Monate zuvor hatte das Unternehmen verlautbart, neben dem Flagship-Event, dem jährlichen WeAreDevelopers World Congress in Berlin, eine North-America-Version davon im Silicon Valley umsetzen zu wollen. Nun wurde dieses fixiert.

Nachdem Ruschin brutkasten bereits im September verraten hatte, dass der World Congress im kalifornischen San José stattfinden wird, folgte nun die offizielle Verlautbarung. Demnach geht das Event von 23. bis 25. September im San José McEnery Convention Centre über die Bühne. Man habe dazu eine langfristige Partnerschaft mit der Stadt im Silicon Valley abgeschlossen. „Wir sind begeistert, den World Congress zu hosten und Tausende von Entwicklern willkommen zu heißen, die kommen werden, um zu coden, zu lernen und Ideen auszutauschen“, kommentiert Bürgermeister Matt Mahan in einer Aussendung.

Entscheidung für Hauptstadt des Silicon Valley

Der Auswahl der „Hauptstadt des Silicon Valley“ sei die „strukturierte Evaluierung“ mehrerer bedeutender US-Städte vorausgegangen, heißt es von WeAreDevelopers. Man habe San José aufgrund seines technologischen Erbes, der Stärke seiner lokalen Tech-Community und des gemeinsamen Engagements für langfristige Zusammenarbeit und Wachstum ausgewählt.

„San José ist ein Ort, an dem Technologie kontinuierlich entwickelt, hinterfragt und skaliert wird“, sagt Sead Ahmetovic, CEO von WeAreDevelopers. Die Stadt stehe am Ursprung moderner Computertechnologie und einer frühen Hackerkultur, aus der viele der heute führenden Tech-Unternehmen hervorgegangen seien – „ein Erbe, das stark mit der WeAreDevelopers-Community und ihrer Mission resoniert, jene sichtbar zu machen und zu stärken, die die Technologien unserer Welt gestalten“, so der CEO. „Für uns könnte es keinen authentischeren Rahmen geben.“

Langfristige Partnerschaften im Fokus

Für den Kongress will WeAreDevelopers mit etablierten Unternehmen, Universitäten und Startups zusammenarbeiten. Bereits bei der ersten Ankündigung wurde der US-IT-Riese Docker als Umsetzungspartner präsentiert. „Von Anfang an war dies als echte Partnerschaft mit langfristiger Perspektive gedacht, nicht als einmaliges Event. Viele unserer Partner, Speaker und Netzwerk-Mitglieder sind bereits im Silicon Valley ansässig. Der Schritt näher zu ihnen ist daher eine natürliche Weiterentwicklung dessen, was wir seit Jahren aufbauen“, sagt Naida Vikalo, COO von WeAreDevelopers.

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Das R-Space-Team mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (8. v.l.) © R-Space

Das 2021 gegründete NewSpace-Unternehmen R-Space schließt die Vorbereitungen für seine erste kommerzielle Satellitenmission ab. Wie das Startup bekannt gab, soll der Satellit „AT-Astra“ im Herbst 2026 an Bord einer Spectrum-Rakete von Isar Aerospace, die erst kürzlich 270 Millionen Euro einsammelten, vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya abheben. „Es zeigt, dass Österreich kommerzielle Satelliten eigenständig entwerfen, bauen und fliegen kann“, zeigt sich CEO Carsten Scharlemann stolz.

IOD (In-Orbit Demonstration) Satellit AT-Astra © R-Space

Ride-Share-Modell und Technologie-Tests

R-Space, das vor kurzem seinen neuen Firmensitz am Flughafen Wien bezog, bietet einen durchgängigen Service für sogenannte In-Orbit-Demonstrationen an, um die Wartezeit auf Tests im All zu verkürzen, ein Konzept, das bereits beim Firmenstart im Fokus stand. Beim aktuellen Erstflug werden Experimente von drei Kund:innen befördert.

Konkret testen die beiden österreichischen Unternehmen Enpulsion (flüssiges Indium-Metall für Antriebe) und SunBooster (mikrometeoritenresistente Solarmodule) ihre Technologien im Orbit. Ebenfalls mit an Bord ist ein kompakter Sternsensor zur Trümmererkennung des portugiesischen Partners Synopsis Planet. Durch dieses „Ride-Share“-Modell liege der Preis laut dem CEO „deutlich unter den anderen kommerziell angebotenen Services.“ Konkrete Zahlen nennt das Startup nicht.

Auslastung und Markthürden

Schwarze Zahlen schreibt das rund zehnköpfige Team derzeit noch nicht. Laut Scharlemann sei es dafür noch zu früh, da in den kommenden Jahren weiter in die Servicekette investiert werden müsse.

Die Nachfrage für Folgemissionen ist dennoch vorhanden: Für das Jahr 2027 plant R-Space bereits zwei weitere Satellitenstarts, deren Kapazitäten bereits zu zwei Dritteln ausgebucht sind. Mehr Starts wären theoretisch denkbar, scheitern aktuell jedoch an den unflexiblen Rahmenbedingungen der Raumfahrtindustrie. „Hierfür ist der Launcher-Markt zu langsam und unflexibel“, so Scharlemann. Raketenstarts müssten meist 12 bis 24 Monate im Voraus gebucht werden, kurzfristige Slots seien eine Seltenheit.

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