31.05.2021

Nach Konkurs: Waytation-Gründer Yelgin über den Kampf für sein Startup

Vergangene Woche musste das Wiener Neustädter Startup Waytation Konkurs anmelden. CEO Cemsit Yelgin erklärt, wie es dazu kam.
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Waytation: Gründer Cemsit Yelgin
(c) Waytation: Gründer Cemsit Yelgin

Dem Wiener Neustädter IoT-Startup Waytation wurde die Corona-Pandemie zum Verhängnis – der brutkasten berichtete vergangene Woche. Dabei waren die Aussichten noch knapp vor der Krise hervorragend gewesen. Doch mit dem rein auf physische Großevents ausgelegten Produkt blieb Gründer Cemsit Yelgin zuletzt nur mehr übrig, Konkurs anzumelden. Im Interview erzählt er, wie er in den vergangenen Monaten versuchte, das Unternehmen zu retten und erzählt über sein größtes Learning.

Du hattest mit Waytation vor der Pandemie sehr gute Aussichten. Warum haben in eurem Fall die Corona-Hilfen nicht gegriffen, sodass ihr jetzt zusperren musstet?

Im Gegensatz zu anderen analogen Geschäftsmodellen, wie die Hotellerie und Gastronomie, hatten Event-Veranstalter seit Beginn der Pandemie nicht die Chance, zwischen den Lockdowns zu öffnen. Trotz virtueller Veranstaltungen ist der betriebswirtschaftliche Schaden extrem und dementsprechend auch die zukünftigen Marktperspektiven sehr düster. In Prognosen wird davon ausgegangen, dass sich vor allem der europäische Markt nicht vor 2024/2025 erholen wird.

Investor Bernhard Lehner sagt, du hättest für Waytation „wie ein Löwe“ gekämpft. Was haben du und die Investoren seit Beginn der Pandemie unternommen, um das Unternehmen durchzubringen?

Mit zusätzlichem Eigenkapital von Bestands- und neuen Investoren wie Niki Futter, konnte ich Anfang Q3 einen guten Zwischenstatus präsentieren. 2021 hatte aus damaliger Sicht das Potenzial, ein vielversprechendes Comeback-Jahr für Waytation zu werden.

Doch dass die Pandemie jederzeit eine weitere negative Wendung nehmen kann, war uns allen bewusst und natürlich ein Faktor, der in der Planung und den Maßnahmen berücksichtigt wurde. Leider ist dieser negative Fall eingetreten und die Mutationen, die sich um Neujahr herum rasant ausgebreitet haben, haben weitere Lockdowns verursacht und Großveranstaltungen bis im ersten Halbjahr 2021 zur Unmöglichkeit gemacht.

Auch ob es nun im zweiten Halbjahr Events geben wird, kann niemand mit Sicherheit sagen und genau diese Planungsunsicherheit ist für Event-Veranstalter aber vor allem Tech-Supplier wie Waytation , die normalerweise zwölf Monate Vorlaufzeit haben, extrem herausfordernd.

Was war dein größtes Learning aus all dem?

Die Pandemie hat Unternehmer auf der ganzen Welt getroffen – manche stärker als andere. Aber ein Schock, mit dem wir umgehen mussten, und eine Zeit mit vielen Learnings war es für uns Alle. Wir Menschen wollen immer auf den nächsthöheren Berg klettern, aber wir haben vergessen, dass wir auch mal vom Berg runter müssen, bevor wir den nächsthöheren bezwingen können.

Es ist vielleicht etwas früh für die Frage, aber wirst du wieder gründen?

Die persönlichen Erfahrungen und das Vertrauen der wichtigsten Business Angels Österreichs, sind gute Startbedingungen für mich. Ich hoffe nur, das die angekündigten Reformen kommen, weil nach der Pandemie wird es wichtig sein, die richtigen Rahmenbedingungen für Neugründungen zu fördern und Österreich attraktiver zu machen. Das Momentum, sich als globale Gründer Metropole zu etablieren, wäre da und ich hoffe, wir verpassen diese Chance nicht.

Wenn du nochmal gründest, wird es wieder diese Branche, oder etwas anderes?

In der Kombination aus Technologie und B2B habe ich Traction gezeigt. Aber zeitgleich glaube ich an Veränderung und bin daher offen.

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Moritz Plassnig
© zVg - Moritz Plassnig.

CloudBees zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Software-Delivery und wird von namhaften Investoren wie Goldman Sachs Asset Management, Morgan Stanley Expansion Capital und HSBC unterstützt. 2018 übernahm das milliardenbewertete US-Unternehmen das Wiener Startup Codeship, das Gründer Moritz Plassnig ab 2011 aufgebaut hatte. Nach mehreren Führungspositionen in der Softwarebranche kehrt Plassnig nun zu CloudBees zurück und übernimmt dort die Rolle des CEO sowie einen Sitz im Board of Directors.

Zuletzt war Plassnig als Chief Product Officer bei Immuta tätig, einer Plattform für Datensicherheit und -governance, wo er die Bereiche Produktentwicklung, Technik und Kundenerfolg leitete.

Plassnig: „Softwareentwicklung im Umbruch“

„Die Softwareentwicklung befindet sich erneut in einem Umbruch“, sagt Plassnig. „Unternehmen stehen unter dem Druck, Agentic Coding einzuführen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Das erfordert Aufsicht, Nachvollziehbarkeit und menschliche Beteiligung. CloudBees hat mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, das Vertrauen der weltweit größten und am stärksten regulierten Engineering-Organisationen zu gewinnen. Die Frage jedes CIOs lautet derzeit: Wie kann ich mithalten, ohne die Kontrolle zu verlieren? Wir sind mit der richtigen Lösung zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Unter Plassnigs neuer Führung möchte CloudBees ein AI-first-Unternehmen werden, sowohl bei den entwickelten Produkten als auch intern. KI-Agenten sind bei CloudBees aktuell in den Bereichen Engineering, Marketing und Kundenbetreuung eingebettet.

„Kurs nicht beibehalten“

Die Plattform hilft Unternehmen dabei, Regeln festzulegen, Risiken zu kontrollieren und den Überblick über die Softwareentwicklung zu behalten. Änderungen durch Menschen oder KI sind jederzeit sichtbar und nachvollziehbar. So können große Unternehmen KI sicher nutzen, ohne ihre bisherigen Tools und Arbeitsweisen auszutauschen. Plassnig spricht bereits mit Kunden und wird dies auch in den nächsten Wochen weiter vorantreiben.

„Wir sind Anuj dankbar, dass er CloudBees profitabel und fokussiert hinterlassen hat. Aber der Vorstand hat Moritz nicht an Bord geholt, um den bisherigen Kurs beizubehalten“, kommentiert Sacha Labourey, Mitbegründer und Vorstandsmitglied von CloudBees, die Bestellung. „Agentic Coding verändert gerade grundlegend, was Unternehmen von uns erwarten, und CloudBees wird sich ebenso radikal wandeln. Moritz weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, Software mittels Agentic Coding zu entwickeln. Das verändert seine Sichtweise auf die Governance, die sowohl Unternehmen als auch Entwicklerteams benötigen. Er hat das nötige Gespür, um diese Transformation anzuführen.“

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