29.10.2018

Wiener Startup Waterdrop morgen bei die Höhle der Löwen

Bei "Die Höhle der Löwen" gibt es morgen wieder einmal einen Beitrag aus Wien. Die drei Gründer von waterdrop aus Wien sprechen vor den "Löwen" vor. Werden sie ein Investment bekommen oder gehen sie leer aus? Das zeigt VOX am 30. Oktober um 20.15 Uhr.
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waterdrop bei die höhle der löwen
V.l.: Christoph Hermann, Martin Donald Murray und Thomas Henry Wieser
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„Mit diesen kleinen Drops bringen wir mehr Geschmack in die Welt“, versprechen die Gründer Christoph Hermann (34, studierte Architektur), Martin Donald Murray (33, studierte BWL) und Henry Wieser (28, studierte BWL) von waterdrop. Die kleinen zuckerfreien Brausewürfel reichern einfaches Wasser mit natürlichen Aromen, echten Frucht- und Pflanzenextrakten und Vitaminen an. Insgesamt sechs Geschmacksrichtungen von FOCUS bis GLOW sollen für jede Menge Geschmack im Glas sorgen.

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Waterdrop: „Microdrink“ beliebt in der Hotellerie

Mit waterdrop werde es nicht nur leichter die empfohlene Tagesmenge an Wasser zu trinken, sondern auch die Natur werde geschont, sagen die Gründer. Denn es werden keine unnötigen Plastikflaschen, Aluminiumdosen und damit verbundene Schwertransporte benötigt. Seit 2017 sind die Wiener auf dem Markt und vertreiben ihren „Microdrink“ über den Onlineshop und beliefern u.a. auch die Hotellerie, die waterdrop etwa im Konferenzbereich einsetzt. Mehr als 30.000 KundInnen habe man bereits, heißt es auf der Page des Startups.

Angebot: 10 Prozent für eine Million

Darüber hinaus sind sie im österreichischen Handel gelistet und betreiben eigene „waterdrop“-Stores. Jetzt sind die Gründer auf der Suche nach durstigen „Löwen“, die mit ihnen gemeinsam waterdrop auch in Deutschland groß machen. Für eine Million Euro bieten sie zehn Prozent der Firmenanteile an – ist das ein interessantes Angebot für die Investoren?

Die 9. Folge der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ wird morgen, 30.Oktober, um 20:15 auf VOX ausgestrahlt. waterdrop veranstaltet dazu ein Public Viewing in Wien – der brutkasten wird live vor Ort sein.

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(c) Enpulsion
(c) Enpulsion

Das am Wiener Flughafen ansässige Scaleup Enpulsion hat sich in den vergangenen Jahren eine beachtliche Position auf dem SpaceTech-Weltmarkt herausgearbeitet. Nach eigenen Angaben ist man mittlerweile Europas führender industrieller Hersteller für Weltraum-Antriebssysteme. Im Zentrum stehen dabei bislang elektrische Antriebe für Mikro- und Nano-Satelliten, die die „FEEP-Technologie“ nutzen, bei der flüssiges Metall (Indium) in winzige geladene Teilchen zerlegt und ausgestoßen wird. Mittlerweile bietet man zudem auch Antriebe für größere Satelliten mit bis zu 500 Kilogramm Gewicht an.

Konkurrierende Antriebssysteme

Diese elektrischen Antriebe, mit denen Enpulsion groß geworden ist, sind eine Alternative zu vielfach genutzten chemischen Antriebssystemen. Ein nun kommunizierter strategischer Schritt kann daher auf den ersten Blick durchaus verwundern: Mit Lift Me Off Ltd (LMO) aus dem Vereinigten Königreich will man ein Unternehmen zu 100 Prozent übernehmen, das auf chemische Weltraum-Antriebssysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen ist unter anderem an den ESA-LEO-Missionen (Low Earth Orbit) und geplanten Mondmissionen beteiligt.

Über den Kaufpreis gibt es dabei keine Angabe. Erst im März dieses Jahres hatte Enpulsion eine 22,5 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde verkündet. Die aktuelle Transaktion muss noch von den britischen Behörden im Rahmen des National Security and Investment Act 2021 (NSIA) bewilligt werden. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Mit Technologie-Kombination zum Komplettanbieter

Bei Enpulsion argumentiert man die Übernahme als strategischen Schritt, um hybride Antriebssysteme aus einer Hand anbieten zu können. Man wolle durch die Kombination mit dem konkurrierenden Antriebssystem einen „complete spacecraft mobility backbone“ aufbauen, wird Gründer und CEO Alexander Reissner in einer Aussendung zitiert: „LMO bringt Erfahrungen im institutionellen Bereich, ein talentiertes Team und eine komplementäre Technologiebasis im Bereich chemischer Antriebe und Tanksysteme mit.“ In Kombination mit den industriell produzierten elektrischen Antrieben könne man Kunden ermöglichen, ihre gesamte Weltraum-Mobilitätsarchitektur über einen einzigen Partner aufzubauen, so Reissner.

LMO-Chef Shaun Dormon sieht einen logischen Schritt für beide Unternehmen, die eine ähnliche Vision, aber unterschiedliche technologische Zugänge hätten. „Gemeinsam können wir eine Kombination aus hocheffizientem und agilem Manövrieren im Weltraum bei minimaler Komplexität schaffen“, so Dormon. Das LMO-Team, das im Harwell Space Cluster nahe dem ESA-Zentrum ECSAT angesiedelt ist, soll erhalten bleiben. Auch die laufenden Missionen werden weitergeführt.

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