25.09.2023

„Waterdrop auf Tee“: Startup TeaBlobs entwickelt wasserlösliche Teetabletten

Mit TeaBlobs möchten die beiden Founder Sebastian Kadhim und Kai Stork für weniger Verpackungsmüll sorgen.
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(c) TeaBlobs/FB - Sebastian Kadhim, Co-Founder von TeaBlobs.

Was Waterdrop mit ihren Microdrinks geschafft hat, versucht nun ein Rosengartener-Startup aus Deustchland: Es möchte Teetrinken schnell, einfach und nachhaltig machen. Sebastian Kadhim und Kai Stork entwickeln mit TeaBlobs gepresste Teetabletten, die ohne Sieb oder Beutel auskommen. Das spare Zeit, Verpackungsmüll und Platz im Regal.

TeaBlobs: Loser Tee gepresst

„Jedes Jahr werden in Deutschland 50 Milliarden Tassen Tee getrunken, davon werden 76 Prozent mit einem Teebeutel zubereitet. Und das, obwohl der Teebeutel nicht zu Ende gedacht ist“, erklären Stork und Kadhim.

Denn, ein Teebeutel kann bis zu viermal verpackt sein und lande schließlich im Müll. Um auf die mehrfache Verpackung verzichten zu können, haben beide Founder ihre Idee zu einem Startup ausgebaut und einen Bio-Tee in einer neuen Darreichungsform entwickelt.

„In einem speziellen Produktionsverfahren mahlen wir losen Tee sehr fein und pressen diesen mit ausschließlich organischen Zutaten in unsere praktischen TeaBlobs“, erklärt Stork. „Einen TeaBlob in heißem Wasser auflösen und der Tee ist innerhalb kürzester Zeit fertig.“

Aktuell haben die Gründer verschiedene Grüntees, Earl Grey, Minz- und Früchtetees in ihrem Sortiment. Verpackt sind die TeaBlobs in einer Pappdose – so soll gegenüber dem Teebeutel bis zu 70 Prozent an Abfall eingespart werden.

Co-Founder zog sich zurück

Zu den Anfängen: Gegründet hat Kadhim TeaBlobs gemeinsam mit Benjamin Maurer, der aber aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste. Somit entschlossen sie sich, mit Stork einen weiteren Co-Gründer an ihre Seite zu holen.

„Verrückterweise haben wir uns tatsächlich erst einen Tag vor der Aufzeichnung der Startup-Show ‚Die Höhle der Löwen‘ das erste Mal in echt getroffen, da wir bis dahin ausschließlich remote zusammengearbeitet haben. Für unseren Pitch in der Höhle hat Kai damals seinen Aufenthalt in Südafrika beendet und ist vorzeitig zurück nach Deutschland gekommen“, erklärt Kadhim.


Mehr von TeaBlobs heute Abend in der Höhle der Löwen. Weiters dabei: The Blood, Spacies, sollso und elly&bruce.

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
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Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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