26.11.2021

Vresh: Linzer Fashion-Startup schließt am Black Friday seinen Online-Shop

Das Linzer Fashion-Startup Vresh, das nachhaltige Kleidung und Textilien produziert, hat sich zum Black Friday eine besondere Aktion ausgedacht: Es schließt seinen Online-Shop für 24 Stunden.
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Black Friday - Klaus Buchroithner und Michaela Gahleitner von Vresh, bzw. Das Merch.
Klaus Buchroithner, hier mit Michaela Geiseder von Vresh, bzw. Das Merch.

„Wir haben heute keinen Black Friday für dich!“ Mit diesen Worten begrüßt am wohl umsatzstärksten Tag des Jahres der Online-Shop des Linzer Fashion-Startup Vresh seine Besucher. Das Startup möchte damit bewusst ein Zeichen gegen den „Black-Friday-Konsumwahn“ setzen. Anstatt Rabatte und Angebote für Schnäppchenjäger anzubieten, bleibt der Shop am Freitag für ganze 24 Stunden geschlossen.

Wie Vresh die Aktion rechtfertigt

Auf der Website stellt sich das Startup rund um CEO & Gründer Klaus Buchroithner selbst die Frage: Seid ihr denn wahnsinnig? Und liefert zugleich die Antwort darauf: „Vielleicht, denn am umsatzstärksten Tag der Branche zu schließen, ist sicher nicht gewinnmaximierend“.

Buchroithner führt weiters aus: „Die Tatsache, dass wir unseren Shop am umsatzstärksten Tag des Jahres schließen und keine Angebote raushauen ist für uns ein kleiner, aber dennoch wichtiger Beitrag zu einer längst notwendigen Veränderung. Wir wollen nicht, dass unsere Kund:innen mehr kaufen, sondern mit gutem Gewissen und auch nur, wenn sie wirklich ein neues Kleidungsstück benötigen.“

(c) Screenshot des Online-Shops von Vresh am 26. November 2021

Holen wir uns den Freitag zurück: #itsmyfriday

Weiters ruft das Startup dazu auf, sich den „Freitag zurückzuholen“. Anstatt unnötig Geld für Konsumgüter auszugeben, die man nicht braucht, sollen sich die Konsumenten lieber den Dingen widmen, die ihnen gut tun. „Lasst uns daher gemeinsam diesem Tag einen neuen Sinn geben“, so das Startup auf der Website. Zugleich ruft Vresh seine Kunden dazu auf, unter dem Hashtag #itsmyfriday auf Social Media zu posten, wie man dies tut. Zu Mitternacht öffnet der Online-Shop wieder regulär seine Pforten.


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Erst im August dieses Jahres wurde die Early-Stage-Investment-Firma „Traxit“ vom ehemaligen Tractive-Führungsteam gegründet (brutkasten berichtete). Nun investiert das 19-köpfige Team rund um Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus in 7hauben, einem oberösterreichischen Kochkurs-Startup. Die Finanzierungsrunde liege im mittleren sechsstelligen Bereich.

„Hochwertige Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell“

„7hauben hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich hochwertige digitale Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell erfolgreich verbinden lassen. Das starke Wachstum, die konsequente Weiterentwicklung des Produkts und die klare internationale Perspektive haben uns überzeugt. Wir freuen uns, das Team bei der nächsten Wachstumsphase zu begleiten“, sagt Michael Hurnaus, Mitgründer von Tractive und Investor bei Traxit.

Übernahme von Vegan Masterclass

Parallel zu der Investition übernimmt 7hauben die deutsche Vegan Masterclass, eine digitale Kochschule für pflanzenbasierte Küche, sowie das Weiterbildungsangebot der vefa Fernschule für pflanzliche Kulinarik. Mit der Akquisition wachse das Kursangebot auf mehr als 150 Online-Kochkurse.

„Mit Vegan Masterclass übernehmen wir eine starke Marke mit herausragenden Inhalten und einer Community, die für hochwertige pflanzliche Küche begeistert ist. Wir sehen enormes Potenzial, die Plattform mit unserer Erfahrung in Marketing, Technologie und Kursproduktion weiterzuentwickeln“, sagt Johannes Sailer, Geschäftsführer von 7hauben.

Die Zusammenarbeit mit Vegan-Masterclass-Gründer Sebastian Copien werde fortgesetzt und das deutsche Unternehmen als eigenständige Marke weitergeführt. 7hauben plant, das Angebot durch zusätzliche Kursproduktionen, gezieltes Marketing und technologische Weiterentwicklungen auszubauen. Dabei sollen insbesondere Synergien bei der Videoproduktion, Vermarktung und Plattformtechnologie genutzt werden.

Wachstum um „knapp 40 Prozent“

Der Umsatz von 7hauben liege „um knapp 40 Prozent“ über jenem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Bis Jahresende peile man mehr als drei Millionen Euro wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) an. Insgesamt sollen bisher mehr als 100.000 zahlende Kund:innen das Angebot von 7hauben genutzt haben. Besonders stark entwickle sich die Neukundengewinnung mit einem Plus von nahezu 70 Prozent. In Zukunft möchte man zunehmend internationaler werden.

„Unser Ziel ist es, hochwertiges Kochwissen weltweit zugänglich zu machen. Wir wollen sowohl durch strategische Übernahmen als auch durch die internationale Expansion die nächsten Wachstumsschritte setzen“, erklärt Sailer.

 

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