15.06.2020

Vollpension verlängert Geschäftsmodell „Halbpension“ bis Ende Juni

Das Generationencafe Vollpension in der Schleifmühlgasse stellte im Juni das Geschäftsmodell auf "Halbpension" um. Der Beta-Test war derart erfolgreich, dass das Modell bis Ende Juni verlängert wird.
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Vollpension, Halbpension,
(c) Vollpension - Die Vollpension verlängert ihr neues Geschäftsmodell bis Ende Juni.

Anfang Juni öffnete das Generationencafe Vollpension im vierten Wiener Gemeindebezirk mit einem neuen Geschäftsmodell „Halbpension“ wieder seine Tore nach der Corona-bedingten Schließung. Nachdem das Sozialunternehmen für die geringfügig beschäftigten Senioren keine Kurzarbeit nutzen kann und keinen staatlich gesicherten Kredit erhielt, mussten, wie bei so vielen anderen Kleinstunternehmen, andere unternehmerische Lösungen gefunden werden; So erhält der Gast nun um 9,90 Euro (8,40 Euro zum Sozialtarif) pro Stunde unbegrenzt Kaffee, Tee und Hauslimos nach Wahl und ein Stück Kuchen oder Brote von der Oma. Dieses Modell wurde nun bis Ende des Monats verlängert.

+++ Wie GoStudent den Pivot zu einem funktionierenden Geschäftsmodell schaffte +++

“Das Feedback ist zu 90 Prozent positiv. Wir konnten dank des neuen Geschäftsmodells einen Teil des ‚Corona-Schadens‘ abfangen. Wir hatten nur ein Drittel der Gäste aus dem Vergleichszeitraum im Vorjahr, aber immerhin 50 Prozent des Umsatzes“, berichtet Vollpensions-Mitgründer Moriz Piffl über die vergangenen zwei Wochen.

Mehrwertsteuersenkung für Gastro bringt keine Abfederung der Verluste

„Die aktuelle Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie wird die Einbußen durch die ausbleibenden Gäste und Touristen nicht abfedern können, die im Sommer sonst 60 Prozent der Gäste ausmachen,“ blickt auch Co-Founderin Julia Krenmayr in die Zukunft. Und nimmt damit gleich Mitbewerber mit ins Boot.

Cafe Landtmann: „Umsatz pro Sitzplatz pro Stunde“

Das Stundenmodell im Kaffeehaus scheint sich nämlich in der Gastroszene herumgesprochen zu haben. Berndt Querfeld, Chef des Café Landtmann, blickt interessiert auf diese Geschäftsmodellinnovation und sagt: „Natürlich steht das ’sich wohl fühlen‘ bei einem Lokalbesuch im Vordergrund, besonders im Café. Allerdings kosten Zeit, Raum und Dienstleistung Geld. Und in der Kalkulation heißt das: ‚Umsatz pro Sitzplatz pro Stunde.‘ Warum also nicht den Sitzplatz, den Ort, die Zeit als Basis der Rechnung zu machen und weniger das Getränk oder die Speise?“ so der Wiener Gastronom zum neuen Preiskonzept.

Auf einen Quickie in die Pension

Die Vollpension ist laut Aussendung bereit, alle Erfahrungen mit dem neuen Geschäftsmodell zu teilen, getreu dem Motto: Oma-Open-Source. Mit den Learnings aus den ersten 14 Tagen wird das Angebot für all jene erweitert, die „auf einen schnellen Kaffee“ vorbeischauen wollen. Die „Quickie“-Option um  4,90 Euro umfasst 30 Minuten Halbpension und zwei Getränke nach Wahl. Zusätzlich wird auch die Frühstückskarte des Lokals angepasst.

Vollpension: „Noch nicht klar, ob Einmaleffekt“

Mit der „Halbpension Schluckspecht“ kommt zudem ein Abendpaket für laue Sommernächte im Gastgarten. Da noch nicht klar ist, ob das ein Einmaleffekt war, der nach ein paar Wochen wieder verfliegt, wird  die verlängerte Beta-Phase vorerst bis 30. Juni laufen. „Eine mögliche Hitzewelle mit leergefegten „Hundstagen“ in Wien und die ausbleibenden Touristen wären fatal, von einer, zweiten Welle ganz zu schweigen“, so das Vollpension-Team: „Doch es kummt, wie es kummt. Wir gem Vollgas.“.


⇒Die Buchung eines Platzes in der Halbpension ist auf der Website möglich.

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vl. Pedram Parsaian, Marie-Therese Repper und Ilja Jay Lawal | (c) Monika Fellner

Auffallen ist das Geschäft der Wiener Social-Media-Agentur Follow rund um Serial-Founder Ilja Jay Lawal und Pedram Parsaian. Und das gelingt dem Unternehmen nicht nur in der Arbeit für Referenzkunden wie BMW, Universal, Obi, die Stadt Wien oder A1. Auch selbst fallen Founder und Agentur gerne auf – etwa durch ein Investment von Star RAF Camora zu Beginn des Jahres (brutkasten berichtete).

2,8 Millionen Follower

Nun zog Follow einen weiteren Großauftrag an Land. Die Agentur wird offizieller Social-Media-Vermarktungspartner der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe und damit Kooperationspartner von deren Vermarktungs-Unit Seven.One Austria. Die Social-Media-Community der Sendergruppe umfasst laut einer Aussendung aktuell rund 2,8 Millionen Follower und kam dieses Jahr bislang auf rund 821 Millionen Impressions.

Follow soll nun seine Expertise und sein Influencer-Netzwerk einbringen, um Werbekunden der Sendergruppe neue Bewegtbildangebote auf sozialen Medien zu bieten. „Durch die Synergien unserer Reichweitenstärke und Digital-Kompetenz bilden sich erweiterte Vermarktungsmöglichkeiten für uns und unsere Kunden“, kommentiert Marie-Therese Repper, Director AdFactory bei Seven.One Austria.

„Wir wissen, was auf Social wirklich funktioniert“

Follow-Co-Founder und Co-CEO Lawal wirft in seinem Statement ein Schlaglicht auf die Unternehmensgeschichte: „Wir prägen Social Media und Influencer Marketing seit einer Zeit mit, in der beides noch als Spielerei belächelt wurde. Heute arbeiten wir für Konzerne quer durch alle Branchen. Dass jetzt die größte Privatsendergruppe Österreichs auf uns zugeht, ist die schönste Bestätigung für diesen Weg.“ ProSiebenSat.1 PULS 4 bringe Reichweite und Marktzugang, Follow bringe „Social-First-Denke und ein über Jahre gewachsenes Creator-Netzwerk“. Für Kunden heiße das: „Strategie, Content und Reichweite greifen ineinander, statt nebeneinander zu laufen“, so der Agentur-Chef.

Und Co-Founder und Co-CEO Parsaian meint: „Der Unterschied entsteht nicht im Mediaplan, sondern im Content selbst. Wir bringen die Erfahrung aus hunderten Kampagnen mit und wissen, was auf Social wirklich funktioniert und wie Content die richtigen Zielgruppen erreicht.“ Mit der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe und Seven.One Austria habe man jetzt einen Partner, „der diese Qualität mit einer Reichweite verbindet, die in Österreich einzigartig ist“. Zum Start gibt es im Rahmen der Partnerschaft bereits Kampagnen mit Biogena One und Finanzfuchsgruppe.

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AI Summaries

Vollpension verlängert Geschäftsmodell „Halbpension“ bis Ende Juni

  • Anfang Juni öffnete das Generationencafe Vollpension im vierten Wiener Gemeindebezirk mit einem neuen Geschäftsmodell „Halbpension“ wieder seine Tore nach der Corona-bedingten Schließung.
  • Da noch nicht klar ist, ob das ein Einmaleffekt war, der nach ein paar Wochen wieder verfliegt, wird  die verlängerte Beta-Phase vorerst bis 30. Juni laufen.
  • „Eine mögliche Hitzewelle mit leergefegten „Hundstagen“ in Wien und die ausbleibenden Touristen wären fatal, von einer, zweiten Welle ganz zu schweigen“, so das Vollpension-Team: Doch es kummt, wie es kummt.

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