29.09.2020

Vlogfund-Gründer Agardy: „Influencer sind zu kommerziell“

Die Wiener Community- und Charity-Plattform Vlogfund hat einen Spenden-Tanz-Livestream durchgeführt und dabei Geld für Flüchtlinge in Moria eingesammelt. Gründer Nicholas Agardy freut sich indes über Influencer, die nicht bloß ein Produkt nach dem anderen bewerben.
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Vlogfund, Nicholas Agardy, Charltte Weise, Charity, Moria, Lena Lucki
(c) Vlogfund . Nicholas Agardy und Lena Lucki wollen die Macht und Reichweite von Influencern für den guten Zweck nutzen.

Am achten September kam es im griechischen Flüchtlingslager Moria zu einem verheerenden Brand. Die Folgen der Zerstörung waren, dass dortige Menschen im Freien und auf dem Boden schlafen mussten. Zurzeit des Feuers lebten dort nach Angaben des griechischen Migrationsministeriums rund 12.600 Flüchtlinge und Migranten – bei einer Kapazität von 2.800 Plätzen. Seitdem streitet die europäische Politik darüber, ob man zumindest Kinder aus dem Lager retten soll oder ob das berühmte Schlagwort „Hilfe vor Ort“ sinnvoller wäre.

Mehrere EU-Länder haben sich bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen – Österreich ist in dieser Auflistung nicht vertreten. Während die Politik auf kommende Wahlkämpfe schielt und nach Lösungen sucht, hat indes Vlogfund, eine Charity- und Community Plattform aus Wien, entschieden, ihre Connections zu nutzen und die Influencerin Charlotte Weise für den guten Zweck tanzen zu lassen.

Spende für civilfleet in Moria

Der Spenden-Tanz-Live-Stream hat innerhalb einer Woche über 2500 Euro einsammeln können, die an die Organisation civilfleet unter der Aktion „leave no one behind 2020“ für Moria gehen.

Refurbed als Sponsor dabei

Für den exklusiven Livestream wurden im Vorfeld Tickets verkauft, mit denen man auch
automatisch an einer Verlosung von Produkten der zehn Sponsoren im Nachhaltigkeitsbereich teilgenommen hat. Verlost wurden unter anderem ein iPhone 8 von Refurbed, Schmuck von stilnest und Gutscheine.

Joko & Klaas 15 Minuten live: A Short Story of Moria

Vlogfund verbindet Charity, Brands und Influencer

Vlogfund wurde vom Salzburger Nicholas Agardy und Lena Lucki aus Braunschweig, Deutschland, gegründet, um das Thema Charity, Brands und Influencer zu verbinden.

„Die ganze Influencer-Szene ist zu stark kommerziell. Sie bewerben ein Produkt nach dem anderen. Dadurch werden sie unauthentisch“, sagt Agardy. „Dabei passiert so viel Schreckliches auf der Welt. Lena und ich haben uns gefragt, warum man die Reichweite nicht für den guten Zweck nutzt. Deshalb haben wir Vlogfund gegründet.“

„Instagram sollte öfter für Gutes genutzt werden“

Die Influencerin Charlotte Weise sei dabei sogar selbst auf die beiden Gründer zugekommen und habe Moria ins Spiel gebracht. „Charlotte ist eine, der das am Herzen liegt und die öfter den Fokus auf Charity legt. Instagram sollte sowieso öfter für ‚Gutes‘ genutzt werden“, so Agardy weiter.

(c) Charlotte Weise/Instagram – Influencerin Charlotte Weise tanzte für den guten Zweck im Live-Stream.

Für Vlogfund stehen bereits die nächsten Events in den Startlöchern. Im November soll Influencerin Anna Klinski ein Live-Workout anbieten, bei dem User durch Ticketkäufe mitmachen können. Der Erlös soll an Kinder in Not gehen. Für Dezember arbeitet das Gründer-Paar gerade an einem Charity-Adventkalender, bei dem sich jeden Tag ein neues Live-Stream-Türchen öffnet. Auch hier soll das Spendengeld einer karitativen Organisation zugute kommen.

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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AI Summaries

Vlogfund-Gründer Agardy: „Influencer sind zu kommerziell“

  • Während die Politik auf kommende Wahlkämpfe schielt und nach Lösungen für Moria sucht, hat indes Vlogfund, eine Charity- und Community Plattform aus Wien, entschieden, ihre Connections zu nutzen und die Influencerin Charlotte Weise für den guten Zweck tanzen zu lassen.
  • Influencerin Charlotte Weise wanderte von Hamburg nach Moria aus und setzt sich seitdem wiederholt für den guten Zweck ein.
  • Vlogfund wurde vom Salzburger Nicholas Agardy und Lena Lucki aus Braunschweig, Deutschland, gegründet, um das Thema Charity, Brands und Influencer zu verbinden.
  • Die Influencerin Charlotte Weise sei dabei sogar selbst auf die beiden Gründer zugekommen und brachte Moria ins Spiel.
  • Im November soll Influencerin Anna Klinski für User ein Live-Workout anbieten, bei der User durch Ticketkäufe mitmachen können.

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  • Vlogfund wurde vom Salzburger Nicholas Agardy und Lena Lucki aus Braunschweig, Deutschland, gegründet, um das Thema Charity, Brands und Influencer zu verbinden.
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  • Im November soll Influencerin Anna Klinski für User ein Live-Workout anbieten, bei der User durch Ticketkäufe mitmachen können.

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  • Im November soll Influencerin Anna Klinski für User ein Live-Workout anbieten, bei der User durch Ticketkäufe mitmachen können.

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