31.03.2022

Visa launcht NFT-Programm für Kleinunternehmer:innen

Visa launcht ein Programm zur Unterstützung von "small businesses" bei ihrem Schritt in die NFT-Welt. Bewerbungen können seit dieser Woche eingereicht werden.
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© CardMapr

Der US-amerikanische Zahlungskarten-Anbieter Visa hat ein einjähriges “Creator Program” ins Leben gerufen, das speziell Kleinunternehmen beim Aufbau bzw. Ausbau ihrer Arbeit mit NFTs unterstützen soll. Das Programm sei dabei speziell für jene small businesses aus beispielsweise der Film-, der Musik- oder der Modebranche gedacht. Bewerben können sich Menschen aus aller Welt. Nachdem Visa bereits im August 2021 mit dem Kauf eines CryptoPunks NFTs Schlagzeilen machte, unterstreicht das Unternehmen nun erneut sein Interesse und Fokus auf das Thema der Non-Fungible Token.

Das sogenannte Visa Creator Program biete demnach Unterstützung durch Mentor:innen, community building, Zugang zu Visa-Kund:innen und Partner:innen, sowie ein einmaliges Stipendium. Außerdem profitiere man auch von der Krypto-Expertise des Unternehmens selbst. Innerhalb eines Jahres soll die Möglichkeit gegeben werden, aktiv in die Welt der Non-Fungible Token einzutauchen und zu lernen, wie man das eigenen Business mithilfe von NFTs aufbaut. Seit gestern werden bereits Bewerbungen für das Programm akzeptiert.

Ehemaliger US-Sportler als erster Teilnehmer

Das Programm richtet sich also an Künstler:innen bzw. Creators, die bei ihrem Schritt in die E-Commerce-Welt begleitet werden und sie zudem dabei unterstützt, ihre Kenntnisse im Krypto-Handel zu vertiefen. Einer der ersten Teilnehmer und Partner des Programms ist der ehemalige Baseball-Spieler Micah Johnson, der 2021 seine NFT-Figur “Aku” gelaunched hat. Inspiriert von den Worten seines Neffen, der ihn fragte, ob schwarze Menschen Astronauten werden könnten, kreierte der Künstler Johnson die Figur Aku – ein schwarzes Kind mit großem Astronautenhelm.

Der Visa-Head of Crypto, Cuy Sheffield, erklärte gegenüber TechCrunch, dass NFTs eine neue Form des Onlinehandels repräsentieren würden und dabei sogar den Schritt in die Online-Unternehmensgründung bzw. in den Onlinehandel vereinfachen könnten. NFT-Käufe sollen also bald so einfach gemacht werden, wie reguläre Online-Käufe. Visa möchte dabei eine zentrale Rolle spielen – das Ziel sei, dass jeder NFT-Marketplace zukünftig Visa Karten akzeptieren könne.

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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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