13.05.2026
VIENNAUP

ViennaUP: Internationales Startup Festival mit 65 Events steht in den Startlöchern

Internationale Startups, Investor:innen und Unternehmen folgen kommende Woche der Einladung zur ViennaUP nach Wien. Die sechste Ausgabe der Eventreihe, initiiert von der Wirtschaftsagentur Wien, bringt internationale Expertise und Kapital in die Stadt. Im Fokus des Festivals stehen Zukunftstechnologien und Wachstumsfragen.
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Festivalgelände bei der ViennaUP, sehr viele Menschen tummeln sich herum.
Die Homebase der ViennaUP beim Karlsplatz in Wien (c) Philipp Lipiarski

Eine Woche nach dem Eurovision Song Contest prägt das nächste globale Großevent die Stadt Wien: Die ViennaUP. Vom 18.-22. Mai wird Wien mit über 65 Veranstaltungen fünf Tage lang zur Bühne für Innovation, Entrepreneurship und internationale Vernetzung. Hier geht’s zum Programm.

Heuer wird die ViennaUP erstmals im Wiener Rathaus eröffnet. Der erfolgreiche Startup-Unternehmer Fredrik Debong, Mitgründer der Diabetes-App mySugr und Investor im Gesundheitsbereich, eröffnet mit einer Keynote.

Chance für Investitionen

Mit über ganz Wien verteilten Event-Locations bietet die ViennaUP eine Plattform für den direkten Austausch zwischen Startups, Investor:innen und Expert:innen. Durch gezieltes Networking und Pitching-Gelegenheiten soll die Präsenz der Jungunternehmen gestärkt und der Zugang zu potenziellem Kapital erleichtert werden.

So lassen sich für das Vorjahr 7,6 Millionen Euro an Investitionen durch neu angesiedelte Startups auf die ViennaUP zurückführen. 2025 reisten zudem Besucher:innen aus 95 Ländern an. Die ViennaUP wurde im selben Jahr von der globalen Startup-Plattform StartupBlink zu einem der Top-5-Startup-Events in Europa gelistet. Laut einer Evaluierung des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung generierte das Startup-Festival eine direkte Bruttowertschöpfung von rund 3,5 Millionen Euro und sicherte 48 Arbeitsplätze.

„Die ViennaUP hat Wien in den letzten Jahren ins internationale Rampenlicht für Technologie und Innovation gerückt und hat sich zu einem starken Hebel für den Wirtschaftsstandort Wien entwickelt. Sie macht unsere Stadt international sichtbar, bringt Innovation, Kapital und neue Unternehmen nach Wien und schafft gleichzeitig neue Chancen für Wiener Unternehmen. Und das stärkt Wien insgesamt“, betont die Wiener Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak.

Die ViennaUP findet heuer zum sechsten Mal statt (c) Philipp Lipiarski

Wachstumsthemen im Fokus

„Wenn Europa im globalen Startup-Wettbewerb bestehen will, müssen wir Startups vor allem in der Wachstumsphase unterstützen. Daher liegt in diesem Jahr auch bei der ViennaUP ein stärkerer Fokus auf Skalierung und Wachstum“, sagt Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien.

Das Programm umfasst über eine Woche hinweg mehrere Schwerpunkte: Der Connect Day ermöglicht den direkten Austausch zwischen über 1.000 Gründer:innen, Investor:innen und Unternehmen. Während die Impact Days den Fokus gezielt auf soziale und ökologische Geschäftsmodelle legen, bringt der World Summit Awards Global Congress mehr als 400 internationale Akteur:innen aus den Bereichen Digitalwirtschaft, Technologie und Impact in Wien zusammen. Im Rahmen des Kongresses werden globale Lösungsansätze für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen präsentiert.

Ein weiteres wichtiges Thema wird Health Tech sein, was den Standort Wien als einen der spannendsten Health-Tech-Standorte Europas unterstreicht.

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Hivesense
© Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer - Alexander Moosmann (l.) und Florian Entleitner von Hivesense.

Die beiden FH-Absolventen Florian Entleitner und Alexander Moosmann teilen eine Leidenschaft namens IT-Security. Daraus ist ein Startup geworden: Mit Hivesense entwickelten beide eine sogenannte Deception-Plattform, die Cyberangriffe frühzeitig erkennt, indem sie Angreifende mit gezielt platzierten digitalen Fallen aufdeckt und dadurch wichtige Informationen für Cyberdefense liefert. Dabei setzen sie bewusst auf europäische Infrastruktur und digitale Souveränität. Die Idee entstand im Studium an der FH Salzburg.

Hivesense mit „Deception Technology“

Konkret haben sich Entleitner und Moosmann im Studium Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg kennengelernt. Die Idee für das Startup entstand schließlich im Rahmen von Entleitners Abschlussarbeit. „Ich habe mich in meiner Masterarbeit intensiv mit sogenannten ‚Honeypots‘ beschäftigt, einem Teilbereich der Täuschungstechnologie. Dabei wurde mir klar, wie viel Potenzial in diesem Ansatz steckt“, erklärt er.

Die Founder pitchten ihre Idee beim FHStartup Center und wurden im Herbst 2025 in die Startup Factory des Netzwerks Startup Salzburg aufgenommen. Im März 2026 gründeten sie schlussendlich ihr Unternehmen.

Hivesense entwickelt – wie erwähnt – eine „Deception Technology“, eine – eigenen Angaben nach – noch wenig verbreitete Form der Cyberabwehr. Das Prinzip: Im Netzwerk eines Unternehmens werden gezielt „Stolperdrähte“ platziert. Angreifer, die sich im System bewegen, sollen dann darauf stoßen und erkannt werden, so der Claim.

„Wir bauen keine klassische Schutzmauer“, sagt Entleitner. „Wir legen bewusst falsche Spuren und warten, bis jemand darüber stolpert – vergleichbar mit einem Stolperdraht, an dem ein Glöckchen platziert wurde.“ Moosmann ergänzt: „Viele Sicherheitslösungen erkennen nur bekannte Bedrohungen. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir erkennen Verhalten und interagieren direkt mit Angreifern.“ Dabei setzt Hivesense im Inneren des Netzwerks an, einem der, wie beide Gründer sagen, kritischsten Bereiche.

Erste Pilotkunden

Die Decoy-Plattform von Hivesense befindet sich im Einsatz bei ersten Pilotkunden. Das Team treibt den Markteintritt im DACH-Raum aktiv voran und sucht weiterhin nach Unternehmen, die die Plattform in ihrer Infrastruktur einsetzen und gemeinsam mit Hivesense weiterentwickeln möchten.

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