Viehworld: Diese App soll die Landwirtschaft digitalisieren
Mit ihrer App Viehworld wollen der Unternehmensplaner Aspalter und der Tierarzt Schiessl neue Standard in der Landwirtschaft setzen. Dafür haben sie bereits einen Preis erhalten.
Spätestens seit dem berühmten Kinderlied „Old Mc Donald“ weiß jeder, was einen Bauer ausmacht: Vieh. Egal, ob Hühner, Schweine oder Kühe – die Viehhaltung ist oft ein zentraler Bestandteil des landwirtschaftlichen Erwerbs und genau da setzt Viehworld an.
Mehrwert für Vieh und Landwirt wird versprochen
Viehworld will mit seiner App jedem/jeder Landwirt:in ermöglichen, genug Vieh zu halten. Mit wenigen Klicks am Smartphone, Tablet oder Laptop können Landwirt:innen und Viehhändler Tiere ersteigern oder verkaufen.
In der App stoßen die potenziellen Käufer:innen auf Daten, Fotos und Videos von den Tieren. Die Gründer Florian Aspalter und Wolfgang Schiessl aus Purgstall in Niederösterreich wollen wollen damit eine Alternative zu großen Versteigerungen, in den Tiere in Hallen geführt werden, bieten.
Auch für die Landwirt:innen soll ein Mehrwert entstehen. Sie sollen durch die App vom Hof aus an Versteigerungen stressfreier teilnehmen können. Die Gründer versprechen, dass ihre App Stress für Tiere und Landwirt:innen sparen würde.
Viehworld hat auch eine Klimamission
Durch weniger Transportfahrten würden zudem CO²-Emmissionen eingespart werden. Die Jury des Generali SME EnterPRIZE zeichnete die Idee von Unternehmensplaner Aspalter und Tierarzt Schiessl 2022 auch mit dem zweiten Platz in der Kategorie Nachhaltigkeit durch Digitalisierung aus.
Viehworld soll die Digitalisierung auch verstärkt in die Landwirtschaft bringen. „Wir orientieren uns stark an den Bedürfnissen unserer Zielgruppe. Daher haben wir das Grundkonzept 2019 mit einem Team von Landwirten gemeinsam entwickelt und arbeiten seit dem Start vor einem Jahr laufend Feedback und Wünsche ein“, so die Gründer gegenüber MeinBezirk.at.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Die Entrahmungsanlage und Michael Altrichter | (c) 2nd Cycle
Anfang 2024 ist 2nd Cycle mit dem Ziel gestartet, gebrauchte Photovoltaikmodule automatisiert zu prüfen und wiederzuverwerten. Nun meldet das Amstettner Startup den ersten Verkauf einer Anlage: Die DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG hat als erster Kunde eine vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module erworben. Die Anlage ist laut Aussendung bereits in Betrieb.
Die Anlage erkennt unterschiedliche Modulformate und entfernt die Aluminiumrahmen automatisch. Sowohl intakte als auch bereits gebrochene, gerahmte Module können ohne mechanische Umrüstung verarbeitet werden. Das Unternehmen betont, dass die Anlage besonders materialschonend arbeite. Das soll zu einer hohen Reinheit der verwertbaren Rohstoffe Glas und Aluminium führen und damit den Wert der recycelten Materialien steigern. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die erste vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module am Markt.
Baustein einer vollautomatischen Recyclingstraße
Die Entrahmungsanlage ist eine zentrale Komponente einer von 2nd Cycle entwickelten vollautomatischen Recyclingstraße für gebrauchte PV-Module. Die Prozesskette ist auf Zero-Touch-Betrieb, hochreine Wertstofffraktionen und einen Durchsatz von bis zu 90 Modulen pro Stunde ausgelegt. Weitere Module für Reinigung, Entfernung der Anschlussdose und Delamination seien teilweise bereits entwickelt oder stünden kurz vor dem Abschluss, heißt es in der Aussendung. DAKA kann die Entrahmungsanlage eigenständig betreiben und später um weitere Komponenten ergänzen.
(c) 2nd Cycle
„Mit der ersten Kundenanlage zeigen wir, dass sich die automatisierte Aufbereitung von PV-Modulen in den industriellen Betrieb eines Entsorgungsunternehmens integrieren lässt. Entscheidend sind ein stabiler Prozess, definierte Fraktionen und ein planbarer Durchsatz“, sagt Simon Prüller, CEO und Co-Founder von 2nd Cycle.
Als Argument für den Bedarf verweist das Startup auf Zahlen des Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Dieses erwartet für die EU-27 ein kumuliertes Aufkommen von sechs bis 13 Millionen Tonnen PV-Abfall bis 2040 und 21 bis 35 Millionen Tonnen bis 2050.
Altrichter: „Dieser Stein ist ein massives Gebirge“
Altrichter ordnet den ersten Verkauf entsprechend ein: „Das erste verkaufte Produkt ist für jedes Startup ein Meilenstein. Im Falle von 2nd Cycle ist dieser Stein ein massives Gebirge: Das Produkt ist riesig, der Sales-Prozess komplex, der Markt entwickelt sich dynamisch. Umso beeindruckender ist dieser Erfolg!“
Zuletzt wurde 2nd Cycle auch mehrfach ausgezeichnet. Im September gewann das Startup beim Generali SME EnterPRIZE 2026 die Startup-Kategorie, die mit 10.000 Euro dotiert ist. Beim Riz up Genius Ideen- und Gründerpreis hatte das Projekt schon vor der Gründung den zweiten Platz in der Kategorie ökologisch genial belegt, bei der heurigen Jubiläumsverleihung war 2nd Cycle als Alumni vertreten.
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