10.02.2023

Diese Startups aus Österreich treiben Innovationen in der Landwirtschaft voran

Startups aus Österreich liefern bereits seit mehreren Jahren Lösungen für die Landwirtschaft. Wir bieten euch einen Überblick über erfolgreiche Startups am Markt.
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(c) pixofarm / markta / smaXtec | collage by brutkasten

Die Landwirtschaft in Österreich hat laut Umweltbundesamt einen Anteil von zehn Prozent an den innerhalb Österreichs ausgestoßenen Treibhausgasen. Sie ist allerdings nicht nur ein Treiber des Klimawandels, sondern gehört auch selbst zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Sektoren. Hitze- und Trockenperioden oder das Auftreten von Wetterextremen gehen mit Ertragseinbußen einher, die Landwirt:innen vor große Herausforderungen stellen.

Die Klimakrise setzt Landwirt:innen somit zunehmend unter Druck. Zudem müssen auch Herausforderungen der Digitalisierung bewältigt werden. Diese schafft für landwirtschaftliche Betriebe aber auch Chancen – angefangen von der Ertragssteigerung bis hin zum Vertrieb der eigenen Produkte. Auch österreichische Startups liefern hierfür Lösungen und haben in den vergangenen Jahren Innovationen in unterschiedlichsten Bereichen auf den Markt gebracht. Dazu zählen beispielsweise Tools für Precision Farming, Plattformen für den Vertrieb regionaler Produkte oder Technologien, die völlig neue Formen der Landwirtschaft ermöglichen.


Ackerbox 

(c) Ackerbox

Das Startup Ackerbox schafft eine Selbstbedinungsbox für regionale Lebensmittel. Die beiden Gründer Patrick und Chritstoph haben 2018 mit dem Online-Gärtnern angefangen. Über eine Plattform kann man per Mausklick Gemüse anbauen lassen und im Webshop regionale Spezialitäten kaufen. Das soll ganz einfach und bequem mittels Sprachausgabe funktionieren, die einen durch den Einkaufsprozess begleitet. Aktuell gibt es 22 aktive Standorte und mehr als 1.550 verschiedene regionale Artikel.

AgroBiogel

Agrobiogel, EIC, Capito
(c) Keith Nyanhongo / AgroBiogel

Nach mehrjähriger Forschung ist dem Gründer von AgroBiogel Gibson Nyanhongo gelungen, ein auf Holz basierendes Hydrogel zur Marktreife zu bringen, das ein Vielfaches seines eigenen Gewichtes an Wasser speichert und es langsam an das umgebende Erdmaterial abgibt. Mit diesem Hydrogel vermischte Böden können bis zu 95 Prozent des einsickernden Wassers aufnehmen und so bis zu 40 Prozent an Bewässerung sparen. Indem das Material das zugeführte Wasser speichert, soll so Dürren entgegengewirkt und eine unregelmäßige bzw. geringere Wasserversorgung ausgeglichen werden. Agrobiogel hat im Rahmen seiner Einreichungen im EIC Accelerator des EU-Forschungsprogramms Horizon Europe eine Förderung von 3,4 Millionen Euro erhalten.

Azolla Ecosystems

(c) anteup

Das Wiener Startup Azolla Ecosystems rund um den österreichischen Industriedesigner Philipp Loidolt-Shen hat ein Aquaponik-System für Gastronomie und Supermärkte entwickelt. In einem geschlossenen Kreislauf werden Fische gezüchtet und Gemüse angebaut. Unter anderem setzt der Dogenhof in Wien auf das ausgeklügelte System. Für den ausgebildeten Industriedesigner spielt die Ästhetik der Aquaponic-Systeme eine entscheidende Rolle. Kund:innen sollen dadurch eine Beziehung zur Herkunft ihrer Lebensmittel aufbauen können. Zudem lässt sich das Aquaponic-System in bestehende Interieur-Design-Konzepte integrieren. Dafür wurden die qualitativ hochwertigen Fischbecken und Begrünungselemente bzw. die vertikale Farm gemeinsam mit dem Wiener Designstudio ante-up entworfen.

Blue Planet Ecosystems

(c) Blue Planet Ecosystems

In abgeschlossenen vollautomatischen Fisch- bzw. Meeresfrüchte-Zuchtsystemen kombiniert das Startup Blue Planet Ecosystems Biologie, (Solar-)Energietechnik und KI-gestützte IT-Systeme. Im Betrieb brauchen die Zucht-Systeme nur Solarenergie und CO2. Der Claim: „We turn sunlight into seafood“. Im ersten Schritt will man so Schrimps züchten – inklusive ihrem Futter und dem Futter des Futters. Die Zucht erfolgt in eigenen Schiffscontainern, die das Startup künftig in Wüstenregionen aufstellen möchte. Ursprünglich in Ottensheim in Oberösterreich gestartet, verlegte das Unternehmen seinen Sitz mittlerweile in die USA und holte sich für das weitere Wachstum ein 1,2 Millionen US-Dollar Investment. Zudem wurde das Startup auch im Rahmen des EIC Accelerator gefördert.

DroneTech

(c) martin pacher / der brutkasten

Ein führender Anbieter von Drohnendienste in Österreich ist das oberösterreichische Unternehmen Dronetech, das gemeinsam mit Huawei 2021 am Weingut Nüssböck ein Smart-Farming-Projekt gestartet hat. Mit Hilfe von 5G übermitteln die Drohnen Daten in Echtzeit an die Winzer:innen und beobachten systematisch aus der Luft, wo der Einsatz von Wasser, Dünge- und Pflanzenschutzmittel im Weingarten nötig ist. Künftig sollen Landwirte die Drohne und KI-Dienstleistung über ein Webportal mieten können. Der Einsatz von 5G und Drohnen beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Landwirtschaft. So könnte die Technologie künftig beispielsweise ressourcenintensive Vorgänge wie Wartungen oder Instandhaltungen vereinfachen.

Ensemo

Das Ensemo-Team von links: Marija Gumze (Agronomin), Birgit Mitter (Co-Founderin und Mikrobiologin), Nicolas Gerstenmayer (Mechatroniker) und Nikolaus Pfaffenbichler (Co-Founder und Lebensmitteltechnologe) © Ensemo
(c) Ensemo

Im Jahr 2021 gründeten Lebensmitteltechnologe Nikolaus Pfaffenbichler und Mikrobiologin Birgit Mitter das AgriTech-Startup Ensemo in Tulln. Bei ihrer Arbeit verbinden sie die Biologie mit der modernen Mechatronik und haben dabei eine Technologie entwickelt, mit der Mikroorganismen in Saatkörner eingeschlossen werden können. „Wir impfen Saatgut“, sagt Mitgründerin Birgit Mitter dazu, denn die injizierten Pilze oder Bakterien können der jeweiligen Pflanze beim Wachsen helfen – bspw. bei der Aufnahme von Luftstickstoff. Damit möchte Ensemo eine nachhaltige Alternative zur umweltbelastenden Düngemittelproduktion in der konventionellen Landwirtschaft anbieten.

Farmdok

(c) Farmdok / Website

Die Klimakrise setzt Landwirt:innen bei der Bestellung ihrer Felder zunehmend unter Druck. Abhilfe möchte das im Jahr 2015 gegründete Startup “Farmdok GmbH” schaffen. Das Gründerteam, bestehend aus Andreas, Johann und Peter Prankl sowie Franz Heinzlmaier, hat sich zum Ziel gesetzt, landwirtschaftliche Daten einfach verfügbar zu machen. Durch die Farm-Management-Software, die Maßnahmen am Feld anzeigt oder Unterstützung bei gesetzlichen Dokumentationspflichten für Pflanzenschutz und Düngung liefert, sollen sich Landwirt:innen auf die Arbeit auf dem Feld konzentrieren können. Satellitenbilder, Wetterdaten und Bodenproben liefern Informationen über Ertragspotenziale, Pflanzenstress und Bodeneigenschaften. Precision Farming Lösungen ermöglichen eine Teilflächenspezifische Bewirtschaftung für optimierte Ernten. Schon 2017 stiegen tecnet equity und Walter Riess mit einer kleinen Finanzierungsrunde in das Agrar-Technologie-Startup Farmdok mit Firmensitz in Wieselburg ein. Neben der Mauthner-Gruppe konnten via primeCrowd mit Roland Taucher und Patrick Pöschl zwei weitere Investoren akquiriert werden.

Geoprospectors

(c) geoprospectors / Website

Das niederösterreichische Unternehmen “Geoprospectors” wurde 2014 von Matthias Nöster, Michael Pregesbauer, Immo Trinks und Klaus Löcker gegründet. Seitdem fokussiert sich das Startup unter anderem auf zerstörungsfreie Bodensensoren wie den “Topsoil Mapper“, der zur Verbesserung und Automatisierung von landwirtschaftlichen Prozessen beitragen soll. Indem Bodenparameter wie die Bodenart, Wassersättigung und Verdichtung kartiert werden, soll der Einsatz von Betriebsmitteln reduziert und die Steigerung des Ertrags erreicht werden. Die Bodenparameter werden dann in Echtzeit zur Maschinensteuerung eingesetzt. Das Unternehmen wurde bereits mehrmals mit Preisen ausgezeichnet, wie beispielsweise 2018, als es die Goldmedaille für ein hohes Innovationsniveau von Grupa MTP erhalten hat.

Kern Tec

Das niederösterreichische Startup Kern Tec hat sich auf das Upcycling von Steinobstkernen spezialisiert, die in Europa für die Industrie größtenteils noch immer ein Abfallprodukt darstellen. Die Rohstoffe werden mit einer eigens entwickelten Technologie zur Aufspaltung, Sortierung und Veredelung der Kerne zu Genuss- und Kosmetikölen oder Proteinmehle weiterverarbeitet. In einer neu errichteten Produktionsanlage im niederösterreichischen Herzogenburg konnten so über 1000 Tonnen Steinobstkerne vor der Verschwendung gerettet werden. Anfang 2021 sorgte das junge Startup mit der Aufnahme in den renommierten US-amerikanischen Food Accelerator von Plug and Play für Aufsehen. 2022 startete das Unternehmen erstmals mit einer eigenen Consumer-Brand namens Wunderkern und schaffte damit den Sprung in den heimischen Einzelhandel.

Livin Farms

Livin Farms rund um Gründerin Katharina Unger hat ein industrielles Verfahren für die Zucht von Insekten entwickelt, um Alternativen für eine nachhaltige Eiweißversorgung zu bieten. Für die Aufzucht werden Abfälle aus Lebensmittel- und Futtermittelfabriken verwendet. Bereits in der Vergangenheit konnte das Startup für die Skalierung der Produktion eine 2,5 Millionen Euro hohe Förderung aus dem European Innovation Council (EIC) an Land ziehen. 2022 konnte das Startup seine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von sechs Millionen Euro abschließen und skaliert international. Mittlerweile hat das Startup sein industrielles Zuchtverfahren patentieren lassen. Dabei handelt es sich um ein automatisiertes System, das Roboterarme einsetzt, um die Larven mit Lebensmittelabfällen zu füttern.

markta

markta, hödlmayer
(c) markta.at – Theresa Imre und Julian Hödlmayr führen nun als Founder-Team den digitalen Bauernmarkt markta.at.

markta wurde 2018 als Startup von Theresa Imre gegründet. Bei dem digitalen Bauernmarkt können Konsument:innen österreichweit Produkte von verschiedenen bäuerlichen Klein- und Familienbetrieben online bestellen. Im Zuge einer Series A-Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen für das weitere Wachstum 2021 ein Millionen-Investment an Land ziehen. Damals beteiligten unter anderem Biogena Gründer und Eigentümer Albert Schmidbauer sowie der ehemalige karriere.at Co-Founder Klaus Hofbauer. Über das Microhub-Netzwerk von Storebox wird künftig auch ein Click & Collect-Service für markta ermöglicht.

MyAcker

(c) MyAcker

Das eigene Gemüse ernten, ohne von der Couch aufzustehen? Das ist möglich durch das Startup Myacker.com. Bekannt ist es unter anderem aus der Startup-Show “2 Minuten 2 Millionen”. Bisher gibt es mehr als 3.000 Online Gärtner:innen, die insgesamt rund 30.000 Pflanzen bewirtschaftet haben. Das Startup ist mit dem österreichischen BIO-Label zertifiziert, da ausschließlich biologisches Saatgut, Pflanzen und Hilfsmittel verwendet werden. 

Um loszulegen, meldet man sich online an und wählt zwischen verschiedenen Abos. Der Acker, auf dem Kund:innen hhr Gemüse pflanzen lassen können, befindet sich in Mühldorf in Kärnten. Vom Samenkauf, über die Pflege der Pflanzen, die Ernte oder den Zustand des Gemüses – all das kann online erledigt und überprüft werden. Sobald es am Acker etwas zu tun gibt, erhält man eine Benachrichtigung. Nach der Ernte wird das Gemüse österreichweit am nächsten Werktag zugestellt. 

Nahgenuss 

Nahgenuss
Micha (li.) und Lukas (re.) Beiglböck von nahgenuss.at (c) Lukas Sauseng

Das Grazer Startup Nahgenuss trat schon vor ein paar Jahren mit einem Konzept an, mit dem Kund:innen die Herkunft von (Bio-)Fleisch denkbar genau im Blick behalten können. Sie können zuvor bestellte Fleischpakete nämlich direkt am Hof abholen (zusätzlich wird auch die Lieferung angeboten). Geschlachtet wird erst, wenn alle Teile des Tieres vorbestellt sind, sodass es nicht zu Verschwendung kommt. Dazu hat Nahgenuss in den vergangenen Jahren ein Netz mit mehr als 200 Partner-Betrieben in den meisten österreichischen Bundesländern aufgebaut. Nach dem Start mit Bio-Schweinefleisch kamen mit der Zeit weitere Produkte wie etwa Fisch, Rindfleisch, Ziegenkitzfleisch oder Bio-Wein.

Nourivit Technologies GmbH

(c) Nourivit Technologies

Das niederösterreichische Unternehmen “Nourivit Technologies GmbH” bietet eine umweltverträgliche Alternative zu chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Durch die Nutzung von Bakterien, Hefen und Kalzium können Nährstoffe im Boden verfügbar und die Bildung von Humus angeregt werden. Herstellen können Landwirt:innen die Nourivit-Starterkulturen selbst. Diese helfen auch dabei, CO2-Emissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren. Entstanden ist das Unternehmen durch ein Forschungsprojekt der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), gefördert wurde dieses von der Österreichischen Agentur für Forschungsförderung (FFG) im Rahmen von „Research Studios Austria”. 

Pixofarm

Pixofarm
(c) Pixofarm

Das Wiener Startup Pixofarm hat eine AI-gestützte Smartphone-Lösung entwickelt, die Obstbäuer:innen bei ihrer Ernteprogonose unterstützt. Mit Hilfe des Tools können Nutzer:innen Fotos von ihren Apfelbäumen machen, wobei eine eigens entwickelte AI-Software Anhaltspunkte für die gezielte Bewässerung oder den Einsatz von Düngemittel liefert. Die Pixofarm erkennt beispielsweise die Anzahl der Äpfel am Baum oder die jeweilige Fruchtgröße. Zudem kann auch die Wachstumskurve überwacht werden, um zeitnah Logistik, Lagerung, Verpackung und Vertriebsprozesse zu organisieren. 2021 holte das Startup im Zuge einer Finanzierungsrunde in Millionenhöhe den Agrarkonzern ULP als Investor an Bord, der in über 130 Ländern weltweit aktiv ist und ebenfalls Innovationen in der Landwirtschaft vorantreibt.

Refarmo

(c) Refarmo | Science Park Graz

Das Startup “Refarmo” informiert Landwirt:innen per App über den Zustand ihrer Böden. Möglich ist das mittels einer Kombination aus ESA-Satelliten-Daten, Sensoren und einem speziell entwickelten Algorithmus. Tomaž Ščavničar, der Gründer des Startups, stellt Landwirt:innen damit eine individuelle Analyse ihrer Böden zur Verfügung, sodass diese entsprechend reagieren, ihr Bewässerungsmanagement adaptieren und ihren Ertrag steigern können. Die Daten können jederzeit auf mobilen Geräten abgerufen werden. Anfangs hatte Ščavničar nur einen Prototypen. Gemeinsam mit Expert:innen des ESA BIC Austria, dem im Science Park Graz angesiedelten Business Incubation Centre der ESA, entwickelte er daraus ein marktfähiges Produkt.

smaXtec

(c) smaXtec

Das steirische AgriTech-Scaleup bietet eine sensorbasierte Lösung zur Früherkennung von Tiergesundheit, Fütterungsmanagement und Reproduktion bei Kühen an. Die Datenerfassung von smaXtec erfolgt dabei direkt im Pansen jeder einzelnen Milchkuh. Mit Hilfe der Lösung ist beispielsweise eine Brunsterkennung möglich, wobei Landwirt:innen Handlungsempfehlungen gegeben werden. Im Jänner 2022 gab das Unternehmen den Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von fünf Millionen Euro bekannt. Das Investment soll unter anderem den Markteintritt in die USA ermöglichen – einer der größten Milchmärkte weltweit.

Spirulix 

Spirulix
(c) Spirulix

Die beiden Startup-Gründer:innen Karl und Martina Pfiel starteten 2017 mit der Produktion der Spirulina Alge im niederösterreichischen Sitzberg-Reidling. Für die Aufzucht kommt eine ausgeklügelte Aquakultur zum Einsatz, in der eine Wassertemperatur von 37 Grad vorherrscht und CO2 zugeführt wird. Die Algen werden zu rein pflanzlichen Müsli, Nougat & Cracker weiterverarbeitet. ​​Im März 2021 war das Startup zudem bei der Puls4 Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen und konnte sich neben einem 250.000 Euro Investment von Hans Peter Haselsteiner auch über das „startupticket“ eine Listung bei Rewe sichern.

Wuggl

Das Founder-Team von Wuggl © Wuggl
(c) Wuggl

Das Startup Wuggl wurde im März 2014 von den beiden Steirern Alois Temmel und Marcus Schweinzger gegründet. Die beiden Gründer entwickelten ein mobiles Messinstrument, mit dem das Gewicht von Schweinen ohne mechanische Waage ermittelt wird. Das Messinstrument verfügt über einen 3D-Bildsensor, der eine optische Gewichtsmessung ermöglicht. Durch die neue Messmethode wird laut dem Startup der Arbeitsaufwand beim Wiegen erleichtert.


Landwirtschaft & Startups

Ein österreichisches Startup mit Fokus auf Landwirtschaft sollte unbedingt noch in die Liste aufgenommen werden? Dann schreibt uns auf [email protected]

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Fünf der RBI Global FinTech Scouts gaben uns Einblicke in die aktuellen globalen FinTech-Trends (vl.): Vel Vasic, Aditi Subbarao, Ken Thomas, Scarlett Sieber und Nnanna Ijezie | (c) brutkasten / Dervisevic

„Die große Stärke des Programms ist Neugier. Es geht darum, das Beste aus der ganzen Welt zusammenzutragen und dann zu nutzen“, sagt Aditi Subbarao, Enterprise Account Director beim US-AI-Data-Cloud-Anbieter Snowflake, im Gespräch mit brutkasten. Sie spricht über das Global FinTech-Scouts Program der Raiffeisen Bank International (RBI), für das sie seit dem Start vergangenes Jahr als Expertin fungiert. Ziel ist es, die wichtigsten Erkenntnisse im FinTech-Bereich von globalen Top-Expert:innen zusammenzutragen und für die gesamte RBI-Gruppe – und damit im ganzen CEE-Raum – nutzbar zu machen.

Im Mai holte die RBI ihre „Scouts“ wieder nach Wien. Brutkasten war vor Ort und bat fünf der Expert:innen, darunter auch Subbarao um ihre Einschätzung zu den aktuell wichtigsten FinTech-Trends.

1. KI-Agenten und die notwendige Datenstrategie

KI-Agenten seien aktuell wenig überraschend das dominierende Thema in den Führungsetagen der Finanzwelt, erklärt Aditi Subbarao. Dabei gehe es um die effiziente und sichere Umsetzung. Und diese sei an strenge technologische Voraussetzungen geknüpft: „Ohne eine solide Datenstrategie gibt es keine KI-Strategie. Unternehmen werden von KI-Agenten nicht profitieren, solange ihre zugrunde liegenden Daten nicht robust und KI-fähig sind“.

Zusätzlich zur Datenqualität sei die Sicherheit der Systeme entscheidend. Subbarao warnt vor unregulierten Modellen: „Selbst bei einer optimalen Datenbasis können ohne sichere, regulierte KI-Agenten mit angemessenen Leitplanken nicht die zuverlässigen und richtlinienkonformen Ergebnisse erzielt werden, die man für seine Kunden will“.

2. Web3 und Payments wachsen zusammen

Ein grundlegender Wandel vollzieht sich auch in der Infrastruktur digitaler Transaktionen, erklärt Vel Vasic, CEO des in Singapur ansässigen FinTech-Venture-Studios OTLRS. Er beobachtet eine zunehmende Verschmelzung etablierter Systeme: „Wir erleben derzeit, wie der traditionelle Zahlungsverkehr und Web3, die früher völlig getrennte Welten waren, konvergieren“.

Die Integration gehe dabei in beide Richtungen. „Zahlreiche Anbieter digitaler Vermögenswerte betrachten den Zahlungsverkehr mittlerweile als zentralen Bestandteil der Customer Journey“, führt Vasic aus. Er prognostiziert für die Branche eine weitreichende Veränderung: „In den kommenden zehn Jahren wird sich dies in Kombination mit künstlicher Intelligenz zu einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis für digitale Zahlungen entwickeln“.

3. Identitätsprüfung im Zeitalter von KI-Betrug

Die schnelle Verbreitung von künstlicher Intelligenz bringt auch neue Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit mit sich. Für Scarlett Sieber, Chief Strategy and Growth Officer beim New Yorker FinTech-Konferenzveranstalter Money20/20, rücken defensive Strategien in den Fokus. „Mein Hauptinteresse gilt der Rolle von Betrug und Identitätsprüfung im Kontext von künstlicher Intelligenz“, erklärt Sieber.

Sie sieht dabei einen direkten Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und Cyber-Kriminalität: „Mit dem Aufstieg der KI verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen. Infolgedessen spielt die eindeutige Identitätsfeststellung eine wichtigere Rolle als jemals zuvor“.

4. Hyperpersonalisierung durch „Context Pulling“

Im Bereich der Kundenbindung verändert sich die Art und Weise, wie Finanzprodukte angeboten werden, erklärt Ken Thomas, Principal beim Londoner VC BackFuture. Er identifiziert einen Wandel in der Kundenansprache: „Der übergreifende Trend, den ich derzeit beobachte, ist die Hyperpersonalisierung und deren Wechselwirkung mit Banking“.

Die Strategie wandelt sich von traditionellen Marketingmethoden hin zu einer situativen Ansprache: „Wir nennen das ‚Context Pulling‘ anstelle von ‚Product Push‘. Anstatt eine statische Menge an Rewards anzubieten, geht es nun vielmehr darum, den Kunden die richtigen Rewards zur exakt richtigen Zeit zukommen zu lassen, um so die Interaktion und das Engagement zu steigern“.

5. Besserer Zugang zum US-Dollar

Nnanna Ijezie, Product Manager bei Booking.com in Amsterdam, sieht eine starke Nachfrage im Fremdwährungsbereich: „Wir beobachten weltweit einen wachsenden Zugang zum US-Dollar“.
Dieser Trend wird maßgeblich von neuen Marktteilnehmern getrieben. „Startups, FinTechs und Banken arbeiten daran, immer mehr Menschen einen einfacheren, schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu dieser Währung zu ermöglichen“, so Ijezie.

Dabei kommen auch neue Technologien zum Einsatz: „Eine der populärsten Methoden, über die derzeit alle sprechen, sind Stablecoins, doch das zugrunde liegende Bedürfnis bleibt, der breiten Masse einen effizienteren Zugang zum US-Dollar zu verschaffen“.

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