26.05.2025
STUDIE

Neue Studie: Venture Building ist über die Experiment-Phase hinaus

Venture Building wird von immer mehr Unternehmen als strategische Notwendigkeit erkannt – das zeigt eine neue Studie von WhatAVenture.
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Venture Building | (c) John Schnobrich via Unsplash
(c) John Schnobrich via Unsplash

Venture Building, also der Aufbau eines komplett neuen Geschäftsfeldes aus einem etablierten Unternehmen heraus, stehe am Beginn einer neuen Phase. Zu diesem Schluss kommt der Wiener Business Builder WhatAVenture in der aktuellen Studie „The state of corporate venture building 2025“. Denn der Bereich gelte für Unternehmen nicht mehr nur als „Spielfeld für mutige Experimente“, er werde mittlerweile zur strategischen Notwendigkeit.

Mehr Budget für Venture Building bringt mehr Umsatzsteigerung

Dazu zitieren die Studienautor:innen zunächst eine andere Studie: Laut einer McKinsey-Untersuchung weisen Unternehmen, die in Venture Building investieren, ein höheres Umsatzwachstum aus, als jene, die dies nicht tun. Und je mehr sie investieren, umso stärker ist der Effekt auf das Wachstum. So kann bei der Investition von zehn Prozent des zur Verfügung stehenden Wachstumskapitals die Umsatzsteigerung im Schnitt um 1,3 Prozentpunkte erhöht werden, bei 40 Prozent sind es bereits 2,3 Prozentpunkte.

„Klarer Shift im Venture Building“

Für die aktuelle Studie wurden knapp mehr als 50 Führungskräfte aus Venture-Building-Units von Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiter:innen und mehr als einer Milliarde Euro Jahresumsatz im DACH-Raum befragt. Dabei zeige sich: Zwar zögen sich auch einige Konzerne aus dem Corporate Venture Building zurück, gleichzeitig entstehe aber eine neue Generation von New-Business-Einheiten. Und diese sei „fokussierter, effizienter und mit einem klaren Anspruch auf Rentabilität innerhalb von drei bis fünf Jahren und deutlich näher am Kerngeschäft“.

„Die diesjährige Studie bestätigt das, was wir auch in unseren Kundenprojekten sehen: Ein klaren Shift im Venture Building – hin zu einer deutlich strategischeren Anbindung ans Kerngeschäft und die strategischen Ziele des Unternehmens. Es ist eine entscheidende Zeit der Weichenstellung“, kommentiert Stefan Peintner, CEO und Managing Partner von WhatAVenture.

Nicht überall werden entsprechende Mittel freigemacht

Konkret geben 77 Prozent der Befragten die Diversifizierung der Revenuestreams als Hauptgrund für ihr Engagement im Bereich Venture Building an, der Zugang zu neuen Märkten liegt bei dieser Frage mit 67 Prozent auf Platz 2. 85 Prozent der Befragten messen den Erfolg ihrer Venture-Building-Aktivitäten am generierten Umsatz, 51 Prozent an Synergien mit dem Kerngeschäft. Und bei einer Mehrheit herrscht Optimismus: 59 Prozent der Befragten glauben, dass Venture Building in den nächsten fünf Jahren wesentlich zum Wachstum und zur Stabilität ihres Unternehmens beitragen wird.

Doch nicht überall wird entsprechend Geld locker gemacht: 67 Prozent der Befragten geben an, dass das Budget für Venture Building in den letzten zwölf Monaten entweder stabil geblieben oder gestiegen ist – bei rund einem Drittel ist es also gestutzt worden. Und ein neues Venture ist laut Studie durchaus eine kostspielige Angelegenheit. Während Teams in der „Discover-Phase“ noch mit durchschnittlich unter 200.000 Euro Budget auskommen, braucht es in der „Launch-Phase“ bereits zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Euro. Erreicht ein Venture die „Grow-Phase“ sind eine bis zehn Millionen Euro Budget zu stemmen.

Weniger als die Hälfte berichtet direkt an den Vorstand

Zur Frage, was für einen Stellenwert Venture Building in den Unternehmen der Befragten hat, liefert WhatAVenture ein weiteres Frage-Set. Etwa 44 Prozent der Befragten berichten demnach direkt an den Vorstand, der Rest u.a. an den Head of Innovation (26 Prozent) oder den Head of New Business (20 Prozent). Insgesamt sind 44 Prozent der Befragten sehr oder sogar extrem zufrieden mit ihrem jeweiligen Reporting-Setup.

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Bitpanda
Bitpanda Headquarter in Wien (c) Bitpanda GmbH

Das Wiener Fintech Bitpanda erweitert sein Angebot um Margin Trading für Aktien und ETFs. Nutzer:innen können damit mehr als 875 Wertpapiere mit einem Hebel von bis zu 20x handeln. Käufe sind ordergebührenfrei, beim Verkauf fällt eine pauschale Gebühr von einem Euro an. Für Kund:innen in Österreich und Deutschland übernimmt die Plattform zudem die steuerliche Abwicklung der Kapitalerträge.

Was „Hebel“ bedeutet

Beim Margin Trading leiht man sich Geld, um mit mehr Kapital zu handeln, als man besitzt. 20x heißt: Wer 500 Euro einsetzt, bewegt eine Position von 10.000 Euro. Gewinne wie Verluste vervielfachen sich entsprechend. Schon ein Kursrückgang von fünf Prozent zehrt den Einsatz komplett auf. Das Produkt richtet sich damit an kurzfristige, risikobewusste Trader:innen – nicht an langfristigen Vermögensaufbau.

Der eigentliche Clou: echte Aktien statt Derivate

Interessant ist, wie Bitpanda den 20x-Hebel möglich macht. Für gehebelte Aktienprodukte gilt in der EU eine strenge Grenze: Die Aufsicht ESMA deckelt Aktien-CFDs – Wetten auf Kursbewegungen ohne echten Aktienbesitz – für Privatkund:innen bei 5:1. Diese Obergrenze gilt jedoch nur für CFDs, und genau die bietet Bitpanda bei diesem Produkt nicht an. Auf Nachfrage von brutkasten stellt das Unternehmen klar: Kund:innen handeln echte Aktien, ETFs und ETCs. Sie setzen eigenes Kapital ein und leihen sich für den Rest den Euro-Stablecoin EURCV von Bitpanda. Weil es sich damit um klassisches Wertpapier-Margin und nicht um ein CFD handelt, gelten die CFD-Hebelgrenzen der ESMA hier nicht – und 20x wird darstellbar.

„Gebührenfrei“ heißt nicht kostenlos

Die beworbene „Zero Order Fee“ gilt nur für die Ordergebühr beim Kauf. Für das geliehene Geld fällt eine Finanzierungsgebühr an: In den ersten 60 Tagen sind es 0,18 Prozent pro Tag auf den geliehenen Betrag, danach sinkt sie schrittweise. Bei sehr kurzen Haltedauern fällt das kaum ins Gewicht – wer eine Position länger offen hält, zahlt spürbar drauf.

Das Risiko, das man kennen sollte

Der zentrale Punkt betrifft den Schutz nach unten. Anders als beim Crypto Margin Trading gibt es hier keinen garantierten Schutz vor einem negativen Kontostand. Reißt der Kurs stark aus – etwa durch eine Kurslücke oder geringe Liquidität – kann der Verkaufserlös das geliehene Geld nicht decken. Dann bleibt eine Restschuld, die Kund:innen begleichen müssen. Das steht in Spannung zur Ankündigung, die vor allem die Risikomanagement-Funktionen betont. Zugang gibt es zudem erst nach einem Angemessenheitstest zu Hebel, Margin und Liquidation, angeboten „execution only“ – also ohne Beratung.

Einordnung: ein Baustein Richtung Börsengang

„Anleger erwarten heute zunehmend dieselben professionellen Möglichkeiten, ihre Portfolios zu steuern und abzusichern, die bislang vor allem institutionellen Investoren zur Verfügung standen“, sagt CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad. Man reagiere mit dem neuen Produkt „auf die steigende Nachfrage nach mehr Flexibilität und Möglichkeiten zur kurzfristigen Absicherung“.

Der Schritt passt zum Wandel vom Krypto-Broker zur Multi-Asset-Plattform – in einem Jahr, in dem am Markt über einen möglichen Bitpanda-Börsengang spekuliert wird. Und er reiht sich in einen breiteren europäischen Trend ein: Immer mehr Retail-Plattformen bringen gehebelte Produkte an ein breites Publikum. Die Gewinnchance ist real – das Verlustrisiko ebenso.

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