29.11.2022

USound: Grazer Startup gewinnt Apple-Supplier als Partner

Luxshare-ICT, ein Zulieferer von globalen Unterhaltungselektronikmarken, hat das Startup USound, Anbieter von MEMS-Lautsprecher-basierten Audiolösungen, als strategischen Lieferanten für sein neues Hybrid-Audiomodul ausgewählt.
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USound, Apple,
(c) USound - Die USound Founder Jörg Schönbacher, Andrea Rusconi Clerici und Ferrucio Bottoni.

Das Grazer Lautsprecher-Startup USound gab Ende 2021 eine Finanzierungsrunde über rund 25 Millionen Euro bekannt, die von den Bestandsinvestoren eQventure und Hermann Hauser angeführt wurde. Heuer im April teilte man die Erforschung neuer Märkte mit, der brutkasten berichtete.

Nun hat Luxshare-ICT, ein globaler Entwickler und Hersteller von Kabelmontage- und Connectorsystem-Lösungen (für Verbraucher-, Automobil-, Cloud- und Unternehmensanwendungen), USound als strategischen Lieferanten von MEMS-Lautsprechern ausgewählt.

Mit USound Leistung und Größenfaktor verbessern

Zur Erklärung: Lösungen mit zwei Lautsprechern (Dual-Driver) seien besonders bei globalen Markenherstellern gefragt, weil jene darauf abzielen, das Klangerlebnis bei „True Wireless Stereo“-Kopfhörern (TWS) zu verbessern. Hybrid- oder Dual-Driver-Ohrhörer vereinen zwei Mikro-Lautsprecher in einem Ohrhörer und sollen so für stärkere Bässe und klare Töne sorgen.

Durch die aktuelle Kombination von Luxshare-ICT- und USound-Technologien soll dieses neue hybride Audiomodul die Herausforderungen überwinden, die derzeitige TWS-Kopfhörer in Bezug auf Audioleistung und Größenfaktor mit sich bringen.

Dank der kompakten Größe des Moduls können, dem Unternehmen nach, tragbare Audiogeräte ergonomischer gestaltet und weiter miniaturisiert werden, ohne die Audioqualität zu beeinträchtigen. Das Modul verfügt außerdem über einen Verstärker und MEMS-Mikrofone.

Luxshare-ICT: 24 Milliarden Dollar Umsatz

Mit einem Umsatz von 24 Milliarden US-Dollar und 172.000 Mitarbeitern ist Luxshare-ICT Zulieferer großer, globaler Unterhaltungselektronik-Marken, wie etwa Apple. Die gemeinsame Expertise der neuen Partner soll einen neuen Standard für TWS-Produkte in der Audioindustrie einführen.

„Die Zusammenarbeit mit Luxshare-ICT ist ein weiterer Meilenstein für die Verbreitung der MEMS-Technologie in der Audio-Branche“, sagt Ferruccio Bottoni, Mitbegründer und CEO von USound. „Mit unserem ultrakompakten hybriden Audiomodul als fertige Produktlösung können die Hersteller ihre Produktion beschleunigen und qualitativ hochwertige Audioprodukte anbieten.“ Das neue Hybrid-Audiomodul wird ab 2023 in Serie produziert.

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Denise Mayr, Gründerin von topergo © Denise Mayr

Jede:r, der schon einmal auf Jobsuche war, kennt die endlos scheinenden Listen der gängigen Jobportale. Seit Jahrzehnten wird im Web in dieser Form nach Stellen gesucht. Denise Mayr aus Südtirol will der Jobsuche jetzt eine neue Perspektive geben: Mit topergo stellt sie die gängige Darstellung infrage und verlegt die Stellensuche kurzerhand in ein vertrautes Interface: eine interaktive Landkarte à la Google Maps.

Visuelle Standortsuche im Fokus

Das topergo-Webinterface © topergo

Statt vager Ortsangaben markieren Pins die konkreten Arbeitsplätze in der Umgebung. Jobsuchende sollen so auf einen Blick erkennen, welche Stellen in der Nachbarschaft offen sind. „Mir persönlich war das Listen-System zu unübersichtlich. Das gibt es im Grunde seit den 2000ern unverändert“, erklärt die Gründerin im Gespräch. Die Bewerbung erfolgt mit einem Klick: Über den Button öffnet sich direkt der Mail-Client mit vordefiniertem Betreff. Registrieren müsse man sich laut Mayr nicht.

Auch die umgekehrte Richtung ist vorgesehen: Arbeitssuchende können sich als Symbole auf der Karte sichtbar machen, damit Betriebe sie direkt ansprechen. Aktuell dominieren vor allem Inserate aus der Gastronomie und der IT-Branche, wie die Gründerin uns im Gespräch schildert.

B2B-Modell soll monetarisieren

Für Jobsuchende soll das Angebot dauerhaft kostenlos bleiben. Das Geschäftsmodell richtet sich laut der Gründerin rein an Arbeitgeber: Um die Plattform zu etablieren und eine hohe Angebotsdichte zu erreichen, seien die ersten 1.000 Pins gratis. Anschließend sei geplant, dass Betriebe ein monatliches Modell pro Stellen-Pin zahlen, ergänzt durch Premium-Optionen zur optischen Hervorhebung.

Neben einer nativen App mit integriertem Job-Alert für Pendler steht laut Mayr die geografische Expansion im Fokus: Nach dem Start in Südtirol ist der Ausbau nach Österreich, Deutschland und schließlich ganz Europa geplant.

Eigeninitiative neben dem Klassenzimmer

„Mich interessiert es extrem, Dinge zu schaffen. Ich lebe dafür“, betont die 18-jährige Gründerin, die kurz vor der Matura steht. Ohne Investoren oder Team will sie die Skalierung nun aus eigener Kraft weiter vorantreiben.

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