23.08.2023

Unverschwendet bringt Gin aus überschüssigen Manner-Waffeln auf den Markt

Das Wiener Startup Unverschwendet ging mit dem Wiener Süßwarenhersteller Manner und der steirischen Edelbrandmanufaktur Gölles eine Kooperation ein, um einen neuen Gin herzustellen. Zum Einsatz kommen dafür Teig-Überschüsse von Manner.
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Die beiden Gründer:innen von Unverschwendet Cornelia und Andreas Diesenreiter waren bisher dafür bekannt landwirtschaftliche Überschüsse, sprich Obst und Gemüse, aus ganz Österreich vor der Tonne zu bewahren. Nun kam das Wiener Startup auf den „Geschmack“ eines neuen Rohstoffs, der sich ebenfalls retten lässt, nämlich Manner-Waffeln. Aus diesen wird nun in Kooperation mit der steirischen Edelbrandmanufaktur Gölles ab sofort Gin produziert, wie das Startup am Mittwoch bekannt gab.

Backperlen werden zu Gin

Konkret entstehen bei der Herstellung der Manner-Waffeln in der Wiener Süßwarenfabrik täglich Backperlen: So nennt man die Teig-Überschüsse, wenn im Backprozess der Teig unter hohem Druck an den Seiten der Waffeleisen hervorquillt. Die Waffelbrösel werden von Unverschwendet zu Gölles in die Steiermark gebracht, wobei im Anschluss zwei Spirituosen destilliert werden: Einerseits den „Kein Gin Dry“ mit Wacholder und Zitrusnoten als Botanicals und den „Kein Gin Chocolate“ auf Basis von Wacholder und Kakaobohnen.

Unverschwendet „Kein Gin“

Den ungewöhnlichen Namen verdanken die „Kein Gins“ laut Cornelia und Andreas Diesenreiter dem Lebensmittelgesetz. Laut diesem muss der Basisalkohol eines Gins nämlich aus landwirtschaftlicher Produktion stammen muss. „Die gebrannten Waffelbrösel als Alkoholbasis sind hier dem Feld schon ein Stück zu weit entwachsen. Das tut ihrem Gin-Dasein aber keinen Abbruch und veredelt den Genuss sogar noch“, so die beiden Gründer:innen in Aussendung

Zum Start gibt es den Gin über eine eigene Crowdfunding-Kampagne zu erwerben, die ein Monat läuft und eine Summe von 20.000 Euro einsammeln soll. Auf die Unterstützer:innen warten laut Cornelia und Andreas Diesenreiter handnummerierte Flaschen der beiden Unverschwendet-Gründer:innen.


Videotipp der Redaktion

In der Öffentlichkeit kennt man das Wiener Startup Unverschwendet in erster Linie aufgrund seiner Delikatessen, die aus überschüssigem Obst und Gemüse hergestellt werden. Weniger bekannt ist allerdings, dass das Startup seit drei Jahren intensiv mit Daten arbeitet, um der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen. Mehr darüber könnt ihr im brutkasten-Talk erfahren.

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Florian Prucker und Erik Podzuweit teilen sich die Rolle des CEOs bei Scalable Capital © Scalable/Fabian Zapatka
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Die Münchner Bank Scalable Capital ist seit heute in Wien mit einer Bankniederlassung vertreten. Anleger:innen in Österreich profitieren damit laut dem Fintech von einer steuereinfachen, automatischen Abführung der Kapitalertragsteuer. Die KESt werde direkt an der Quelle ermittelt, einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Ein lokales Team in Wien solle die österreichische Bankniederlassung verstärken.

„Wir positionieren uns an der Spitze dieses Wandels“

„Wir sehen auch in Österreich eine massiv wachsende Nachfrage nach einem diversifizierten und langfristigen Vermögensaufbau. Mit der Eröffnung unserer Bankniederlassung und dem Start der Steuereinfachheit positionieren wir uns an der Spitze dieses Wandels“, erklärt Florian Müllner, Leiter der österreichischen Bankniederlassung von Scalable Capital.

2014 gegründet, mehr als 800 Mitarbeitende

Scalable Capital, vor zwölf Jahren in München gegründet, ist mit heute neben Bayerns Hauptstadt in Berlin, Wien und Mailand tätig. Das Fintech startete mit dem Ziel, „Zugang zum Kapitalmarkt durch smarte Technologien, einfache Bedienbarkeit und niedrige Kosten zu ermöglichen“, wie es von Scalable Capital heißt. Mittlerweile hätten über eine Million Kund:innen über 60 Milliarden Euro auf der Plattform investiert, über 800 Personen seien beschäftigt. An der Spitze stehen die beiden CEOs Florian Prucker und Erik Podzuweit, die an einer „neuen Generation von Finanzservices“ arbeiten.

Agentic Investing und Zukunftsdepots

Die Münchner Bank biete seit Ende August dieses Jahres Agentic Investing mit allen gängigen KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Grok an. Scalable Capital habe damit „als erste Bank in Europa seine Plattform für alle gängigen KI-Assistenten (..) geöffnet“. Kund:innen können mittels der KI neben Trading und dem Setzen von Preis-Alerts u. a. auch nach Aktien, Derivaten und Echtzeitkursen suchen. Der KI-Chatbot „Insights“ biete zudem Antworten zu Märkten, Strategien oder zur Nutzung des Brokers.

Das von der österreichischen Bundesregierung angedachte Zukunftsdepot unterstützt das Fintech. Scalable Capital möchte den Bogen zur kapitalmarktbasierten, privaten Altersvorsorge ab der Geburt schlagen. „Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Einführung eines Zukunftsdepots. Sobald der Gesetzgeber den notwendigen Rahmen geschaffen hat, plant Scalable Capital Zukunftsdepots anzubietenˮ, sagt Müllner.

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