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„Der Fall der krummen Karotte“ oder „Das Geheimnis der blassen Wassermelone“ – diese Titel erinnern nicht zufällig an Kinder-Literatur wie Tom Turbo oder Knickerbocker-Bande. Tatsächlich steht Autor Thomas Brezina dahinter. Es sind die Headlines aktueller Social-Media-Videos des Wiener Unternehmens Unverschwendet, bei denen Brezina als Sprecher fungiert.
Eines der neuen Werbevideos:
Gin aus Manner-Waffeln und Großteil des Volumens über Hofer-Kooperation
Das Unternehmen nimmt sich seit mittlerweile fast zehn Jahren der Verarbeitung sonst weggeworfener Lebensmittel an. Mit der Eigenmarke werden unter anderem Marmeladen, Saucen, Chutneys, Gewürzen und ein Gin aus geretteten Manner-Waffeln (brutkasten berichtete) angeboten. Daneben setzt das Unternehmen auch auf Kooperationen. So läuft etwa bereits seit drei Jahren eine Zusammenarbeit mit der Supermarkt-Kette Hofer unter dem Markennamen „Rettenswert“ (brutkasten berichtete). Im Rahmen davon seien seit dem Start 2022 rund 1.400 Tonnen Lebensmittel gerettet worden, hieß es kürzlich von Hofer – ein Gros des Gesamtvolumens seit der Gründung 2016, das Unverschwendet mit ca. 1.500 Tonnen beziffert.
„Immer mehr Betriebe retten, spenden und verarbeiten Überschüsse bereits“
Außerdem betreibt das Unternehmen einen Marktstand am Wiener Schwendermarkt und bald auch am Naschmarkt und setzt gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium die Vermittlungsplattform „Kostbar Markt“ für die Weitergabe von Lebensmittelüberschüssen an soziale Einrichtungen um. „Unser Ziel ist es, Lösungen zu finden und zu unterstützen. Immer mehr Betriebe retten, spenden und verarbeiten Überschüsse bereits“, erklärt Cornelia Diesenreiter, die Unverschwendet gemeinsam mit ihrem Bruder Andreas Diesenreiter gegründet hat.
Brezina-Kampagne soll Bewusstsein schaffen
Die neue Online-Kampagne mit Thomas Brezina und heimischen Landwirt:innen, die ebenfalls vom Landwirtschaftsministerium unterstützt wird, soll nun Bewusstsein für das Thema schaffen. „In mittlerweile fast zehn Jahren Unverschwendet sind uns schon hunderte Gründe untergekommen, warum Lebensmittel nicht genutzt werden. Zu klein, zu groß, zu krumm, zu reif oder einfach zur falschen Zeit geerntet – oft sind es optische Makel (auch durch Auswirkungen des Klimawandels), Preisdruck und Marktmechanismen sowie Food-Trends, die entscheiden, ob Karotten, Äpfel oder Marillen im Abfall landen“, so das Gründer:innen-Duo einer Aussendung.




