24.08.2021

Unite: Wiener Startup will mit seiner App Visitenkarten ersetzen – für das Klima

Die App Unite des Wiener Startups M&M Enterprise soll unter anderem über einen NFC-Writer und automatische Kontakt-Aktualisierung punkten.
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Unite: Die M&M Enterprise-Gründer Max Petersohn und Matthias Münz
(c) Unite: Die M&M Enterprise-Gründer Matthias Münz und Max Petersohn

„Jeder von uns kennt die Herausforderung, lose und unregelmäßige Kontakte zu pflegen. Häufig ändert sich zum Beispiel die Telefonnummer oder die E-Mailadresse. Mit der automatischen Aktualisierung der Daten über die digitalen V-Cards von Unite gehört diese Herausforderung der Vergangenheit an“, schreiben Matthias Münz, CFO, und Max Petersohn, CEO des Wiener Startups M&M Enterprise in einer Aussendung.

NFC-Visitenkarte für den Klimaschutz

Die App Unite wurde vor kurzem gelauncht und soll klassische Visitenkarten ersetzen. Dabei gehe es auch um den Klimaschutz, meinen die Gründer: „Rund 27 Millionen Visitenkarten werden täglich gedruckt. Davon landen 90 Prozent jedoch bereits im ersten Monat im Müll“. Unite ermögliche „nachhaltiges Netzwerken“. Das können Nutzer entweder direkt mit dem Smartphone oder mit einer NFC-Karte, auf die sie mittels NFC-Writer der App aktuelle Daten spielen können, die dann an das Smartphone des Gegenübers gehalten wird.

Das Startup setzt auf ein Freemium-Modell. Eine „V-Card“ ist gratis, für alles weitere, darunter die NFC-Karte, muss gezahlt werden. „Der integrierte NFC-Writer in der App sorgt für den Hardware- und App-unabhängigen, dynamischen Austausch. Durch das Erstellen von verschiedenen Kontaktprofilen hat der User immer die richtigen Daten für jede Situation parat“, heißt es vom Startup. Wenn ein User seine Kontaktdaten in seiner digitalen V-Card ändere, erfolge eine automatische Synchronisierung bei allen Personen, die ihn oder sie eingespeichert haben. Zusätzlich gebe es eine Benachrichtigung zur erfolgten Änderung.

„Potenzial, Unite in der breiten Bevölkerung zu implementieren“

Unite ermögliche dabei die Einbindung aller gängigen digitalen Transaktionswege (QR-Code, Near-By, NFC, SMS, etc.). Damit soll sich die Sammlung aller digitaler Kontaktdaten wie Telefonnummer, E-Mail, Geburtstag und Social-Media-Profile deutlich einfacher gestalten. Im ersten Schritt konzentriere man sich auf den Endkundenbereich, heißt es von M&M Enterprise. Ab Herbst soll auch das B2B-Segment mit erweiterten Funktionen, wie einem integrierten Meeting-Manager, angesprochen werden. Jedenfalls sehe man „das Potenzial, Unite in der breiten Bevölkerung zu implementieren“.

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Innovation Circle
© Technisches Museum Wien/APA-Fotoservice/Heinz Tesarek.

Das Technische Museum Wien (TMW) hat sich seit jeher den Auftrag gegeben, Innovationen zu fördern, sie zu zeigen und technischen Fortschritt in die Gesellschaft zu tragen. Diese Mission steht auch im Mittelpunkt der Arbeit eines neu gegründeten Netzwerks: Am 18. Juni 2026 fand die Auftaktveranstaltung des Innovation Circle im TMW statt.

Innovation Circle

Der Innovation Circle lädt zum Perspektivwechsel ein, um gemeinsam zukunftsweisende Formate zu entwickeln, die insbesondere der Förderung junger Talente aus Wissenschaft und Technik zugutekommen, heißt es per Aussendung: „Die Mitglieder des Innovation Circle verbindet die Leidenschaft für technische Innovation und Forschung“, präzisiert TMW-Generaldirektor und Begründer des Innovation Circle Peter Aufreiter. „Der Gedanke war naheliegend, das Museum nicht nur als Vermittler zwischen Technik und Gesellschaft zu sehen, sondern auch einen direkten, nachhaltigen Austausch von Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu etablieren, um so das ganze Potenzial innovativen Denkens in Österreich sichtbar zu machen und zu fördern.“

Für Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria und Gründungsmitglied des Innovation Circle, entsteht Innovation nicht im Alleingang: „Sie braucht Exzellenz, offene Zugänge und echten Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Innovation Circle im Technischen Museum Wien will genau dafür einen Rahmen schaffen und dazu beitragen, Technik verständlich zu machen, Begeisterung zu wecken und damit Zukunftskompetenz zu stärken.“

Ein entscheidender Faktor dabei ist das gesellschaftliche Standing des Museums. Laut Aufreiter genießt das TMW hohes Vertrauen in der Öffentlichkeit. Diese Verantwortung wolle man nutzen, um „Interessierten die Werkzeuge in die Hand zu geben, innovativ zu denken und zu handeln, mutig zu sein und sich einzubringen.“

Vorteile für Mitglieder

Für Unternehmen, Investor:innen und innovationsgetriebene Privatpersonen soll der Circle zudem nicht nur eine Möglichkeit für CSR (Corporate Social Responsibility) und Nachwuchsförderung sein, sondern auch Vorteile fürs Business und Networking bieten.

Mitglieder erhalten Zugang zu einem exklusiven Kreis an Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft und Forschung. Neben dem ganzjährig freien Eintritt lockt das TMW mit speziellen „Members only“-Events oder kuratierten Blicken hinter die Kulissen der Ausstellungen. Wer Teil des neuen Netzwerks werden will, kann zwischen vier Stufen wählen, die sich in erster Linie durch den Grad der Sichtbarkeit und die inkludierten B2B-Vorteile unterscheiden.

Schnittstelle von Mensch und Maschine

„In Zeiten des Wandels ist die Bereitschaft, immer wieder Neuland zu betreten, unverzichtbar“, sagt Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien und Gründungsmitglied des Innovation Circle. „Die Zukunft wird wesentlich von Innovationen geprägt sein, die an der Schnittstelle von Mensch und Maschine entwickelt werden. Wo könnte man die innovative Wirkung der kooperativen Intelligenz von Mensch und Maschine besser zeigen und diskutieren als in einem technischen Museum.“

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