08.11.2019

Millioneninvestment: Umdasch Group Ventures steigt bei PropTech NeoTwin ein

Umdasch Group Ventures investiert in das Münchner PropTech NeoTwin einen nicht näher genannten siebenstelligen Betrag und erwirbt 51 Prozent der Unternehmensanteile. NeoTwin hat eine BIM-fähige Plattform entwickelt, um den gesamten Gebäudelebenszyklus von der Planung bis zum Abriss zu digitalisieren.
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Millioneninvestment: Umdasch Group Ventures steigt bei PropTech NeoTwin ein
(v.l.n.r.): Werner Heinz Bittner (CEO der Umdasch Group Ventures GmbH), Markus Bittner (Geschäftsführer der NeoTwin GmbH) und Robert Cesak (Geschäftsführer der NeoTwin GmbH)

Das Münchner Startup NeoTwin hat eine eigene PropTech-Plattform entwickelt, um alle Prozesse und Daten im Gebäudelebenszyklus auf einer Cloud-Plattform zusammenzuführen – angefangen von der Planung über die Errichtung bis hin zum Betrieb des Gebäudes. Wie nun bekannt wurde, investiert die Umdasch Group Ventures GmbH in das Unternehmen einen siebenstelligen Betrag und erwirbt 51 Prozent der Anteile.

+++ Wie das “Innovator’s Dilemma” gelöst werden kann +++

Die NeoTwin Plattform

Wie es in einer Aussendung hießt, richtet sich NeoTwin an private sowie staatliche Eigentümer und Betreiber von Immobilien- und Infrastrukturassets. Die voll BIM-fähige Plattform analysiert die Daten und wertet diese in Echtzeit aus. Dadurch sollen die Nutzer alle relevanten Kennzahlen zu Kosten, Termine, Risiken, Wirtschaftlichkeit und Verträgen erhalten.

NeoTwin baut auf etablierten Tools wie Autodesk BIM 360 auf und ermöglicht die Integration von anderen Softwareprodukten im Bereich der Planung, Beschaffung oder dem Facility Management. Diese Programme und deren Daten werden auf der Plattform orchestriert und zusammengeführt. Ziel ist es, einen „Single Point of Truth“ für alle Nutzer zu schaffen, damit diese in Echtzeit über alle Änderungen im Prozess der Planung, Errichtung und später im Betrieb des Gebäudes informiert sind.

Pilotphase startet

Noch heuer soll das PropTech-Startup mit einer Pilotphase starten. Laut Umdasch Group Ventures werden bereits Gespräche mit interessierten Unternehmen geführt.

Geleitet wird das Unternehmen vom Gründerteam rund um den Geschäftsführer Robert Cesak gemeinsam mit Markus Bittner, bis dato Project Manager für Digitalisierung und Building Information Management (BIM) bei der Umdasch Group Ventures. „Das Feedback zu NeoTwin vom Markt ist extrem positiv. Mit der Umdasch Group Ventures haben wir den perfekten Partner um das Wachstum voranzutreiben und die Potenziale in vollem Umfang zu realisieren“, so Robert Cesak, Gründer und Geschäftsführer der NeoTwin GmbH.


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V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe "Science to Business" von Forwit | (c) Johannes Zinner

Die Verhandlungen zur gemeinsamen europäischen Gesellschaftsform EU Inc. bewegen sich langsam auf die Zielgerade zu. Mitsprache haben dabei nicht nur die EU-Kommission, die bereits im März ihren Entwurf vorlegte, und das EU-Parlament, das letztlich über das Regelwerk abstimmen wird, sondern auch der Rat der EU, also die Regierungen der Mitgliedstaaten. In der zweiten Reihe machen zudem einige mächtige Interessensvertretungen, etwa mehrere nationalstaatliche Notariatsverbände, ihren Einfluss geltend.

Eines zeichnet sich dabei bereits klar ab: Die Verhandlungen laufen auf einen Kompromiss hinaus, wie brutkasten bereits analysierte. Bereits der Kommissionsentwurf war eine im Vergleich zu den ursprünglichen Forderungen der im Startup-Umfeld formierten Initiative „EU-INC“ abgespeckte Version. Dass es in den Verhandlungen zu Abänderungen im Sinne der Initiative kommt, ist höchst unwahrscheinlich. Vielmehr stehen Streichungen zentraler Punkte im Raum, die für die Initiative zum Kern des Vorhabens zählen.

„Once in a generation-Chance für Österreich und Europa“

Diese adressiert nun auch die Arbeitsgruppe „Science to Business“ des österreichischen Rats für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (Forwit) in einem offenen Brief an mehrere österreichische Regierungsmitglieder. Der Arbeitsgruppe gehören TTTech-Gründer Georg Kopetz, Informatik-Professorin Johanna Pirker, Neurologe Dietrich Haubenberger und Philipp von Lattorff, Aufsichtsratsvorsitzender des Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna, an.

Die EU Inc. sei eine „once in a generation-Chance für Österreich und Europa“, heißt es im offenen Brief. Während die Bundesregierung mit der strategischen öffentlichen Beschaffung und der Errichtung eines Dachfonds bereits zwei „kritische Schwachstellen“ im Wissenstransfer in Österreich angehe, könne dies gemeinsam mit der EU mit der EU Inc. auch beim Thema Skalierung „schlagkräftig“ gelingen.

Regierung soll sich für zentrales Handelsregister und Mitarbeiter:innenbeteiligung einsetzen

Zwei aus Sicht von Forwit dafür maßgebliche Elemente der EU Inc., nämlich ein zentrales europäisches Handelsregister und eine standardisierte Mitarbeiter:innenbeteiligung, würden aber aktuell drohen, im Zuge der Verhandlungen gestrichen zu werden. Ersteres brauche man, damit es sich bei der EU Inc. tatsächlich um einen europäischen Standard handle, zweiteres, damit europäische Wachstumsunternehmen im Wettbewerb um Talente bestehen könnten. Zudem betont die Forwit-Arbeitsgruppe auch die Möglichkeiten, die die neue Gesellschaftsform KMU im Allgemeinen bieten könne.

Entsprechend fordert sie die Regierungsmitglieder im offenen Brief konkret dazu auf, sich in den Verhandlungen für das zentrale Handelsregister und die Mitarbeiter:innenbeteiligung einzusetzen, ebenso wie für die freie Wahl des Registrierungssitzes, den Zugang für alle Unternehmen und die Geltung des lokalen Arbeits- und Steuerrechts. Und zudem „die EU Inc. als Bestandteil der Umsetzung der Industriestrategie 2035 zu erachten und in der Folge entsprechend mitzugestalten.“ Man stehe den Adressat:innen und der gesamten Bundesregierung „für eine Vertiefung und Begleitung der österreichischen Position selbstverständlich zur Verfügung.“

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