19.04.2021

UberX startet erneut in Salzburg und führt Barzahlung ein

Uber hat sich mit seinem Service UberX nun gänzlich an die neue Gesetzeslage angepasst und bietet beim Neustart in Salzburg auch neue Features an.
/artikel/uberx-salzburg
Uber Movement - uberx - Diesel- und Benzinpreis bringt Uber in ein Dilemma
(c) Uber

Will man es positiv ausdrücken, könnte man es „das beste aus beiden Welten“ nennen. Oder man könnte auch sagen: Fahrtendienstleister Uber musste sich nach dem schrittweisen Inkrafttreten des novellierten Gelegenheitsverkehrsgesetzes in Salzburg neu ordnen und bietet UberX nun als Service an, das wie ein Hybris zwischen Uber und dem klassischen Taxigewerbe wirkt.

Taxischeinpflicht: UberX in Salzburg über Partner

So können Fahrgäste nun etwa auch bar zahlen. Die für Uber selbst wohl einschneidendste Neuerung ist jedoch die nun geltende Taxischeinpflicht der Fahrer. Ihr dürfte es auch primär geschuldet sein, dass der US-Riese sein Service zwischenzeitlich aussetzen musste. Österreichweit waren Schätzungen zufolge vor Inkrafttreten des „Lex Uber“ bis zu 5000 Mietwagenfahrer (nicht nur Uber) ohne Taxischein tätig.

Nun arbeitet der US-Riese in Salzburg mit Taxi-Unternehmen als Partner zusammen. Für diese sei es ein „zuverlässiges und effizientes Service, das gerade jetzt in der Corona-Pandemie zu mehr Einnahmen führen soll“, meint Uber-Österreich-Chef Martin Essl in einer Aussendung. Und er stellt klar: „Wir haben jedenfalls ausreichend Partner, um unseren Fahrgästen ein zuverlässiges Service, wie sie es gewohnt sind, anbieten zu können“.

Kein Taxameter mehr notwendig – Hoffnung auf höhere Nachfrage

Nachdem mit Anfang des Jahres der erste Teil des Gesetzespakets inkraftgetreten war, ergab sich eine zeitliche Lücke, bis mit 1. März der zweite Teil inkrafttrat, der wieder vorbestellte Fahrten zum Pauschalpreis möglich macht. Dazwischen galt Taxameter-Pflicht, was das klassische UberX-Angebot verunmöglichte. Bei der Bestellung in der App wird nun der Fahrpreis vorab angezeigt, der Fahrgast kann jedoch entscheiden, ob er diesen annehmen möchte.

„Wir wissen aus Umfragen und dem direkten Feedback unserer User, dass ihnen die Preistransparenz extrem wichtig ist. In den letzten Monaten, in denen ausschließlich Fahrten mit Taxameter angeboten werden konnten, haben wir eine deutliche Zurückhaltung gespürt – auch wegen der höheren Kosten. Es hat sich klar gezeigt, ein höherer Preis führt nicht automatisch zu mehr Einnahmen für unsere Partner, da die Nachfrage in diesem Fall sinkt“, meint Essl.

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(v.l.) Christian Neubauer, Antonia Riva-Frizberg (beide Lumetry Diagnostics), Martin Hauer (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien) | (c) Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien

Innovation wird gebraucht, gerade in der Gesundheitsversorgung. Das Grazer MedTech Lumetry Diagnostics arbeitet an solchen innovativen Lösungen. Brutkasten berichtete bereits 2023 über ein sechsstelliges Investment „weit über eine halbe Million“. Nun werden die Grazer abermals mit frischem Kapital unterstützt. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien beteiligt sich mit zehn Prozent als Lead-Investor, neben lokalen und internationalen Kapitalgebern. „Über die Höhe des Betrages wurde Stillschweigen vereinbart“, heißt es von der Raiffeisenbank auf brutkasten-Nachfrage.

„Von einer bemerkenswerten Idee hin zu einer vielversprechenden Zukunft“

„Wir sind vorne mit dabei, wenn es darum geht, Unternehmen, die zu unserem Portfolio passen, zu unterstützen. Lumetry Diagnostics hat gezeigt, wie sich ein Geschäftsmodell von einer bemerkenswerten Idee hin zu einer vielversprechenden Zukunft entwickeln kann. Das hat uns überzeugt. Wir freuen uns, das Unternehmen bei seinem Marktstart zu begleiten“, betont Generaldirektor Martin Hauer, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Mit der Investition bringt das MedTech die erste CE-gekennzeichnete Produktversion eines innovativen Atemanalysegeräts für COPD-Patient:innen in Europa auf den Markt.

Das innovative Atem-Analysegerät

Das Besondere an dem Produkt: Es kombiniert zwei Lungenmessungen für den Gebrauch zu Hause und in Kliniken, für die bisher meist getrennte Geräte nötig waren. Dadurch werden zwei Funktionen in einem Gerät vereint, nämlich die Spirometrie, die das Atemvolumen misst, und die Kapnographie, die das ausgeatmete Kohlendioxid erfasst. Die Ergebnisse werden digital aufbereitet.

„Bei Menschen mit COPD kann sich zu viel Kohlendioxid im Blut anreichern. Dieser Zustand kann lebensbedrohlich werden und muss deshalb zuverlässig überwacht werden“, erklärt Christian Neubauer, Co-CEO von Lumetry Diagnostics und ergänzt: „Künftig wollen wir diesen Wert einfach anhand der Atemluft abschätzen und darüber hinaus die frühzeitige Erkennung von COPD unterstützen – genau dort, wo Patient:innen häufig zuerst hinkommen: in der Hausarztpraxis, in der Apotheke oder in der Ambulanz.“

Lumetry Diagnostics arbeitet bereits an einem Folgemodell, das COPD früh erkennen und Kohlendioxid im Blut monitoren kann. Für beide Funktionen befinden sich KI-gestützte Algorithmen des Startups in klinischer Prüfung.

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