28.10.2020

Tulipans: Ex „2min2mio“-Startup gewinnt Listung bei Metro

Tulipans (vormals naehrsinn) konnte bei ihrem damaligen "2 Minuten 2 Millionen"-Auftritt Investor Hans Peter Haselsteiner überzeugen. Dann kam aber die Corona-Krise dazwischen und verzögerte den ganzen Prozess. Später durfte sich das Startup über den Einstieg des Bau-Tycoons und eines zweiten Investors freuen und erhielt 100.000 Euro Kapital. Nun gewann das Startup den Demo Day des Food and Beverage Accelerator der Modul University.
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Tulipans, Low Carb, Julia Tulipan, Keto, ketogene Ernährung
(c) MODUL University 2020 - Julia Tulipan und Gatte Leonard gewannen beim Fab-Accelerator-Demo-Day mit Tulipans eine Listung bei Metro.

Tulipans von Julia Tulipan und Partner Leo schnappte sich in der Startup-Show Investor Hans Peter Haselsteiner und 50.000 Euro für zehn Prozent Beteiligung. Zudem erhielten die beiden für ihr Low-Carb-Produkt das REWE Startup-Ticket von Markus Kuntke. Später wurde das Kapital durch den Bau-Tycoon und eines zweiten Investors auf 100.000 Euro aufgestockt. Nun gewann das Startup beim Modul University FAB Accelerator die Unterstützung durch Metro, nachdem es bei einigen Events sehr aktiv war.

Netzwerk-Highlight im Oktober

„Wir waren beim Tag des Handels sowie beim Food Innovation Camp dabei. Bei der European Retail Startup Night wurden wir als eines der zehn vielversprechendsten Startups ausgewählt um live zu pitchen. Das große Highlight kam jedoch am 21. Oktober“, sagt Julia Tulipans.

Corona verschiebt Demo Day

Bedingt durch Corona und den Lock-Down fand der Demo Day des Food and Beverage Accelerator der Modul University etwas später als geplant statt. Dort hatten alle pitchenden Startups die Chance sich vor Fachpublikum und Investoren zu präsentieren. Die Jury kürte schlussendlich TULIPANS zum Gewinner des Abends.

Tulipans: ketogene Ernährung alltagstauglich machen

Die beiden Founder sind seit elf Jahren verheiratet und haben ihre Firma Ende 2018 gegründet mit dem Ziel die ketogene Ernährung mit praktischen Lebensmitteln alltagstauglich zu machen. Die Gründerin ist Buchautorin (Der Keto Kompass), Bloggerin und als Ernährungsberaterin seit Jahren mit dem Thema ketogener Ernährung vertraut. Sie hat zusammen mit ihrem Mann weitere Produkte entwickelt, die im eigenen Online-Shop vertrieben werden.

Neben zuckerarmen Snacks mit vollem Geschmack stehe auch Performance und Leistung im Fokus, sagen die Tulipans-Founder. Produziert wird mit zertifizierten Partnern in Österreich und der EU, während die Entwicklung, Vertrieb und Marketing aus Wien gesteuert werden.

Als Partner des FAB Accelerators überreichten Thomas Rudelt, Franco Cliselli und Michael Pirka von Metro den Preis. Julia und Leo Tulipan können sich daher über eine kommende Listung in allen Metro Filialen in Österreich, sowie ein Media Paket und die Sales-Unterstützung des Metro Teams freuen.

Archiv: Talk mit Julia und Leonard Tulipan über das TV-Investment und weitere Ziele

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(c) Verena Nageler

Mit vierundzwanzig habe ich einen großen Teil meines Ersparten in ein Wiener Mobility-Startup gesteckt. Verrückt, ich weiß, aber ich habe verdammt viel gelernt, als ich am Tisch mit namhaften Business Angels aus Österreich und VCs wie Elevator Ventures, Uniqa Ventures und dem aws Gründerfonds sitzen durfte. Die Firma hieß goUrban, eine Plattform für Car- und Micro-Mobility-Sharing und für die Digitalisierung von Firmenflotten. Im September 2024 wurde goUrban von Wunder Mobility übernommen.

Geblieben ist mir aus dieser Zeit vor allem eine Lektion. Sie kommt in der aktuellen Debatte über autonomes Fahren fast nie vor: Ein Fahrzeug ist noch kein Geschäftsmodell.

Beim Sharing entscheidet nämlich nicht die App. Fahrzeuge wollen geladen, gereinigt, gewartet und umverteilt werden. Sie müssen dort stehen, wo in zwanzig Minuten jemand sucht. Stehen sie falsch, kosten sie Geld. Sind sie defekt, ist die Kund:in weg. Bleibt die Auslastung aus, hilft die beste Technologie nichts.

Beim autonomen Fahren ist und wird das nicht anders sein. Die Person am Steuer kann verschwinden. Der Betrieb bleibt ja trotzdem.

Die USA und China machen es logisch, aber anders

Die USA und China skalieren autonome Mobilität dort, wo Dichte, große Flotten und zahlungsbereite Kund:innen zusammenkommen. Das Robotaxi ist als individuelles Produkt gedacht und fährt zuerst in den Gebieten, in denen sich der Betrieb rechnet. Das ist logisch und funktioniert dort auch.

Bei uns sind die Voraussetzungen andere. Wir haben ein dichtes öffentliches Netz, starke Verkehrsverbünde und die politische Erwartung, dass Mobilität auch dort funktioniert, wo sie sich betriebswirtschaftlich nicht ausgeht.

Ein europäisches Waymo zu bauen, löst diese Frage nicht. Der Bahnhof im Seitental, der Weiler am Dienstagabend, der Tourismusort im November: Da fehlt kein weiteres einzelnes Fahrzeug. Da fehlt das System, das dieses Fahrzeug in den öffentlichen Verkehr einhängt.

Die spannendste europäische Position liegt für mich deshalb nicht im Technologie-Layer. Sie liegt bei denen, die Flotten betreiben, Nachfrage bündeln, Fahrten disponieren, Fahrzeuge laden und warten, Schnittstellen zu den Verbünden bauen und Gemeinden, Betriebe und Behörden an einen Tisch bekommen. Also bei der unglamourösen Arbeit.

Ohne Nachfrage keine Skalierung

Autonome Fahrzeuge rechnen sich erst, wenn sie regelmäßig fahren. Und genau hier wird der Tourismus unterschätzt.

Eine Destination bündelt Nachfrage räumlich und zeitlich. Samstagvormittag kommen die Gäste an denselben zwei, drei Bahnhöfen an. Sie fahren zu einer überschaubaren Zahl an Unterkünften, Bergbahnen, Veranstaltungsorten und Ausflugszielen. Diese Wege sind planbarer als die einer beliebigen Stadtbevölkerung. Wir sehen das in unseren Daten immer wieder.

Ein einzelnes Hotel wird trotzdem nie eine autonome Flotte aufbauen. Eine Region kann es. Sie kann die Nachfrage aus Beherbergung, Freizeitwirtschaft, Bevölkerung und öffentlichem Verkehr zusammenlegen. Aus einzelnen Fahrten wird ein Bediengebiet, aus dem Pilotprojekt ein Angebot, das bleibt. Und die Einheimischen fahren mit. Das ist der Punkt, an dem Konnektivität das Leben am Land wieder attraktiver macht.

Nur: Irgendwer muss diese Struktur aufsetzen. Wer übernimmt die Buchung? Wer garantiert den Anschluss, wenn der Zug 18 Minuten Verspätung hat? Wer zahlt die schwachen Zeiten? Wem gehören die Daten? Wer haftet, wenn eine Fahrt ausfällt? Und wer entscheidet, ob das Fahrzeug zum gut ausgelasteten Bahnhof fährt oder zum Betrieb am Ende des Tals?

Das klingt weniger nach Zukunft als Sensorik und Fahrzeugmodelle. Wirtschaftlich entscheidet es mehr.

Menschen steigen nicht wegen der Technik um

Das beste Angebot scheitert, wenn es niemand nutzt. Und die Rolle des Klimabewusstseins wird dabei gehörig überschätzt.

Der Gast lässt das Auto nicht stehen, um ein guter Mensch zu sein. Er lässt es stehen, wenn die Alternative bequemer ist und er sich darauf verlassen kann. Wenn sie günstiger ist, umso besser.

Der Urlaub ist dafür ein guter Moment. Menschen sind aus ihren Routinen raus, probieren Sachen aus, organisieren ihre Wege ohnehin neu. Ob das zuhause nachwirkt, ist noch nicht ausreichend belegt, da würde ich mich nicht zu weit hinauslehnen. Für eine Destination reicht der Urlaub trotzdem: Hier lässt sich zeigen, dass es ohne eigenes Auto geht, ohne dass sich jemand einschränken muss.

Die Technologie macht es möglich. Genutzt wird sie erst, wenn sie im Alltag der Gäste die bequemere Variante ist.

Wer das System organisiert, dem gehört der Markt

Europa pilotiert viel und skaliert wenig. Das liegt nicht nur an Regulierung und technischer Vorsicht. Meistens fehlt jemand, der aus Fahrzeug, öffentlichem Verkehr, touristischer Nachfrage und regionaler Verantwortung ein Produkt macht.

Waymo wird uns das nicht bauen. Und auch kein europäischer Fahrzeughersteller wird entscheiden, wie der Gast vom Bahnhof in ein österreichisches Seitental kommt.

Die unternehmerische Chance liegt zwischen den Zuständigkeiten. Sie gehört denen, die Betreiber, Verkehrsverbünde, Destinationen, Gemeinden und Betriebe koordinieren und daraus ein Angebot machen, das an einem Dienstag im November genauso funktioniert wie am Anreisesamstag im Winter.

Wer damit anfangen will, braucht dafür übrigens kein autonomes Fahrzeug. Es reicht, in einer Region die Fragen von oben zu beantworten: Buchung, Anschluss, Finanzierung der schwachen Zeiten, Daten, Haftung. Wer das geklärt hat, ist bereit, wenn die Fahrzeuge kommen. Die anderen pilotieren dann noch.

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Tulipans: Ex „2min2mio“-Startup gewinnt Listung bei Metro

  • Tulipans gewann beim Modul University FAB Accelerator die Unterstützung durch Metro, nachdem es bei einigen Events sehr aktiv war.
  • Bedingt durch Corona und den Lock-Down fand der Demo Day des Food and Beverage Accelerator der Modul University etwas später als geplant statt.
  • Dort hatten alle pitchenden Startups die Chance sich vor Fachpublikum und Investoren zu präsentieren.
  • Als Partner des FAB Accelerators überreichten Thomas Rudelt, Franco Cliselli und Michael Pirka von Metro den Preis.
  • Julia und Leo Tulipan, die Gründer von Tulipans, können sich daher über eine kommende Listung in allen Metro Filialen in Österreich, sowie ein Media Paket und die Sales Unterstützung des Metro Teams freuen.

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  • Als Partner des FAB Accelerators überreichten Thomas Rudelt, Franco Cliselli und Michael Pirka von Metro den Preis.
  • Julia und Leo Tulipan, die Gründer von Tulipans, können sich daher über eine kommende Listung in allen Metro Filialen in Österreich, sowie ein Media Paket und die Sales Unterstützung des Metro Teams freuen.

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  • Tulipans gewann beim Modul University FAB Accelerator die Unterstützung durch Metro, nachdem es bei einigen Events sehr aktiv war.
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  • Dort hatten alle pitchenden Startups die Chance sich vor Fachpublikum und Investoren zu präsentieren.
  • Als Partner des FAB Accelerators überreichten Thomas Rudelt, Franco Cliselli und Michael Pirka von Metro den Preis.
  • Julia und Leo Tulipan, die Gründer von Tulipans, können sich daher über eine kommende Listung in allen Metro Filialen in Österreich, sowie ein Media Paket und die Sales Unterstützung des Metro Teams freuen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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  • Als Partner des FAB Accelerators überreichten Thomas Rudelt, Franco Cliselli und Michael Pirka von Metro den Preis.
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