11.11.2020

Tractive: Pet-Tracking-Startup gewinnt Amazon und Lindsey Vonn als Partner für US-Start

Ab dem 20. November wird die Show "The Pack" auf Amazon Prime ausgestrahlt. Darin gehen Hundebesitzer und ihre Vierbeiner auf Weltreise und müssen sich diversen Challenges stellen. Moderiert wird das ganze von Skistar Lindsey Vonn. Tractive stattet die tierischen Teilnehmer mit Trackern aus.
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Tractive, Lindsey Vonn, The Pack, USA, Amazon Prime
(c) Amazon - Das Österreichische Startup Tractive stattet Teilnehmer bei "The Pack", moderiert von Lindsey Vonn, mit Trackern aus.

Bei der Amazon-Prime-Show geht es um ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar, sowie 250.000 US-Dollar für eine Tierschutzorganisation. Das Konzept: Auf der Abenteuer-Weltreise treten zwölf Hunde und ihre menschlichen Begleiter in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an. Moderiert wird die Show von Skistar Lindsey Vonn, die ihren Hund Lucy an der Seite hat. Tractive, das GPS-Tracking-Startup für Hunde und Katzen, das vor kurzem seine neueste und kostenlose Funktion, das Aktivitätstracking, gegen Fettleibigkeit bei Haustieren vorgestellt hat, stattet die zwölf Teilnehmer der US-Show mit GPS-Trackern aus.

Ausgewählte Hundetrainer und Tierärzte begleiten das doppelte Dutzend bei ihren Challenges. Das Ziel der Show ist es das stärkste, Band zwischen Mensch und Tier zu finden. Mittendrin ist ein österreichisches Startup.

„Legendäre Abenteuer“

„Unsere legendären Abenteuer führten uns in die unterschiedlichsten Länder weltweit. Egal, wohin wir gingen, wir wussten, dass unsere Tiere mit Tractive sicher und gesund sind”, kommentiert Nicole Ellis, Trainerin bei „The Pack“, die Zusammenarbeit mit dem Pet-Tracking-Unternehmen.

Trailer zu „The Pack“

„Mit Amazon an unserer Seite konnten wir uns als österreichisches Unternehmen keinen besseren Partner für unseren Start in den US-Markt wünschen“, heißt es seitens Tractive zum US-Serien-Coup.

Tractive CGO: „Amazon ist auf uns zugekommen“

Florian Gschwandtner, der operativ bei Tractice als CGO eingestiegen ist, steigt ebenfalls in diesen Tenor mit ein und sagt: „Es ist für uns eine tolle Sache, wenn wir hier mit Lindsey Vonn und Amazon zusammenarbeiten dürfen. Amazon ist auf uns zugekommen, weil sie nach einer Lösung gesucht haben, die auch weltweit funktioniert. Und hier sind wir der passende Partner mit Tractive. The Pack wird eine große Sache werden. Zusätzlich arbeiten wir mit Lindseys Hund auf Instagram zusammen – ilovelucyvonn – und haben auch hier eine tolle Partnerschaft.“

(C) Amazon – Lindsey Vonn und ihr Hund Lucy bei den Dreharbeiten zur Show „The Pack“

Tractive spendet 1000 Tracker

Um sich an dem wohltätigen Gedanken der Show zu beteiligen, spendete Tractive zusätzlich 1000 GPS Tracker an Tierheime in Italien, den USA und Frankreich.

Archiv: Exklusiv-Gespräch zwischen dem Runtastic Co-Founder Florian Gschwandtner und Michael Hurnaus, CEO von Tractive, über ihre neue Zusammenarbeit

Disclaimer: Florian Gschwandtner ist über die 8eyes GmbH zu 2,6566 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Mathias Lipp-Rosenthal, Gründer der KI Schmiede | Foto: Lipp-Rosenthal

Das im August veröffentlichte Gesamtstaatliche Lagebild 2026 des Krisensicherheitsberaters im Bundeskanzleramt enthält einen Satz, der bislang wenig Beachtung fand: Angesichts der Cyberbedrohung rücke digitale Souveränität weiter in den Fokus der nationalen Sicherheit. Daraus leitet es eine unbequeme Handlungsoption ab, nämlich die Förderung von EU-Anbietern und den Verzicht auf externe Anbieter bei künftigen Beschaffungen. Im (ersten) Lagebild 2025 kam der Begriff nicht vor. Aus einem Standortthema wurde binnen eines Jahres eine Sicherheitsfrage.

Der Ist-Zustand ist bekannt. Verwaltung und Wirtschaft in Österreich laufen weitgehend auf Infrastruktur dreier US-Konzerne. Der CLOUD Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten, die diese Unternehmen verarbeiten, unabhängig vom Standort des Rechenzentrums. Als Microsoft im Frühjahr 2025 plötzlich das Konto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs sperrte, wurde sichtbar, dass die Verfügbarkeit einer digitalen Grundleistung an einer Entscheidung außerhalb Europas hängen kann. Die Leistungsfähigkeit der Hyperscaler steht außer Streit. Zu klären ist, welche Funktionen ein Staat in fremder Hand belassen kann.

Vorbilder im öffentlichen Sektor

Das Österreichische Bundesheer hat mit der Umstellung auf LibreOffice die Kontrolle über einen zentralen Arbeitsplatzbaustein zurückgeholt, die Schweizer Armee migriert ihr Kommando Cyber auf openDesk.

Am weitesten gehen die Niederlande. Dort stellt die Regierung die gesamte Bundesverwaltung auf digitale Souveränität um. Seit Juli 2026 ist von US-Clouds für E-Mail und Dokumente abzuraten, Daten müssen in Europa bleiben und für jeden Dienst muss ein Ausstiegsplan vorliegen.

Sicherheit als Grundbedürfnis der Wirtschaft

Die Frage stellen sich zunehmend auch heimische Unternehmen. Sie wollen wissen, ob ihre Daten in Europa liegen, wer darauf zugreifen kann und ob der Dienst, auf dem ihr Tagesgeschäft läuft, morgen noch verfügbar ist. Souverän zu arbeiten heißt für sie vor allem, Sicherheit zu haben: dass Daten nicht von Drittstaaten abgegriffen werden können und dass sie sich auf die Infrastruktur, die ihr Geschäft trägt, tatsächlich verlassen können.

Anbieter, die diesen Wechsel möglich machen, gibt es in Österreich und Europa bereits. Sie stellen Rechenleistung, Plattformdienste und KI-Modelle bereit, die europäischem Recht unterliegen und deren Betrieb nachvollziehbar bleibt. Was ihnen fehlt, ist nicht die Kompetenz, sondern die Nachfrage, die sie in jene Größe trägt, in der sie für den Mittelstand zur echten Option werden.

Mehr als ein Hackathon

Im Mai 2026 haben das Bundeskanzleramt und die TU Austria dazu einen Public AI Hackathon veranstaltet. In 48 Stunden entwickelten 25 Talente Prototypen für die öffentliche Verwaltung, präsentiert vor Staatssekretär Alexander Pröll und einer Jury aus Verwaltung, Politik und Forschung. Das Format zeigt, dass der Wille zur Zusammenarbeit zwischen Staat und Nachwuchs vorhanden ist. Es zeigt auch, wo die Grenze liegt. Zwei Tage Hackathon ersetzen keine Strategie, mit der die Startup-Szene dauerhaft in den Aufbau souveräner Infrastruktur eingebunden wird. Auf einen Prototyp sollte eine Beschaffung folgen, auf eine Veranstaltung ein Förderprogramm, auf ein Teilnahmezertifikat ein zahlender Kunde.

Der Hebel heißt öffentliche Nachfrage

Genau hier liegt der Hebel für Österreich. Öffentliche Nachfrage entscheidet, ob heimische Anbieter jene Größe erreichen, die sie brauchen, um für die Wirtschaft eine echte Option zu sein. Wenn Bund, Länder und Förderstellen gezielt bei europäischen und österreichischen Anbietern beschaffen, stärkt das deren Marktposition und signalisiert der gesamten Startup-Branche, dass sich Investitionen in souveräne Technologie lohnen. Souveränität und Innovation stehen dabei nicht im Widerspruch, sie bedingen einander: Wer die Kontrolle über seine Infrastruktur behält, kann auf ihr aufbauen, statt sie nur zu mieten.

Für Österreich heißt das, die Empfehlung des Lagebilds über einzelne Prototypen hinaus zu denken. Jede Ausschreibung, jedes Förderprogramm und jede Anschlussfinanzierung entscheidet mit darüber, ob die österreichische Startup-Branche zu jenem Anbieter heranwächst, von dem Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Mittelstand in zehn Jahren abhängen können. Wer Gründerinnen und Gründer heute mit mehr als einem Zertifikat ausstattet, entscheidet mit über die technologische Souveränität von morgen.


Über den Gastautor:

Mathias Lipp-Rosenthal ist Gründer der KI Schmiede, einer im Juni 2026 gestarteten Beratung, die Unternehmen im DACH-Raum bei der Einführung und Schulung von KI begleitet. Zuvor war er stellvertretender Klubdirektor der Neos und Mitgründer von Voter AI; die Gründung der KI Schmiede hat brutkasten hier bereits vorgestellt.

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AI Summaries

Tractive: Pet-Tracking-Startup gewinnt Amazon und Lindsey Vonn als Partner für US-Start

  • Das Konzept: Auf der Abenteuer-Weltreise treten zwölf Hunde und ihre menschlichen Begleiter in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an.
  • Moderiert wird die Show von Skistar Lindsey Vonn, die ihren Hund Lucy an der Seite hat.
  • 4 Gründe, warum Tractive regelmäßig bei Arbeitgeber-Rankings vorne ist
  • „Mit Amazon an unserer Seite konnten wir uns als österreichisches Unternehmen keinen besseren Partner für unseren Start in den US-Markt wünschen“, heißt es seitens Tractive zum US-Serien-Coup.
  • Um sich an dem wohltätigen Gedanken der Show zu beteiligen, spendete Tractive zusätzlich 1000 GPS Tracker an Tierheime in Italien, den USA und Frankreich.
  • Disclaimer: Florian Gschwandtner ist über die 8eyes GmbH zu 2,6566 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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  • Moderiert wird die Show von Skistar Lindsey Vonn, die ihren Hund Lucy an der Seite hat.
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