16.10.2024
INSOLVENZ

Tiroler MedTech occyo in Konkurs

Das MedTech Startup occyo wollte die Augenheilkunde revolutionieren. Mit einer neuen Finanzierungsrunde rechnete man Ende 2024 - nun musste Konkurs angemeldet werden.
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Das Team von occyo (c) occyo

Das in Innsbruck gegründete MedTech-Startup occyo spezialisiert sich auf Digital Health in der Augenheilkunde: Im Jahr 2022 schloss es seine erste Finanzierungsrunde in Millionenhöhe ab – brutkasten berichtete. Zuvor wurde das MedTech von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), der FFG und dem Land Tirol gefördert. Im Juli 2022 kam schließlich der Münchener Neuinvestor Floris Capital rund um Peter Blumenwitz hinzu. Die Pläne waren groß: Im Frühjahr 2024 Zulassung und Markteintritt des Produktes, neue Finanzierungsrunde gegen Ende des Jahres. Nun kommt es aber anders.

Produkt zur Telemedizin in der Augenheilkunde

Heute wie damals fokussierte sich das Digital Health Unternehmen auf Telemedizin-Anwendungen, die die dezentrale Kommunikation in der Augenheilkunde vereinfachen. Konkret: Das von occyo entwickelte Gerät namens Occyo One sollte es „zum ersten Mal möglich“ machen, „den gesamten Augenvordergrund standardisiert und hochauflösend aufzunehmen“.

Damit wollte man die medizinische Diagnostik für die breite Masse zugänglicher gestalten. Volkskrankheiten wie trockene oder gerötete Augen könnten damit von Fachmediziner:innen und -personal „einfacher diagnostiziert und behandelt“ werden, hieß es. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2019 von Vito Romano, Bernhard Steger, Ulrich Hausmann und Giulia Angi.

Neue Finanzierungsrunde für Ende 2024 geplant

Für seine Lösung und kontinuierliche Fortentwicklung des Modells erhielt occyo schließlich auch im Jänner diesen Jahres sein letztes Investment. Der Neuinvestor Paolo Belloco übernahm nämlich 15 Prozent der Firmenanteile für einen sechsstelligen Betrag. Damals plante man den Markstart des Produktes Occyo One im diesjährigen März. Eine Zulassung wurde für den Vormonat Feber erwartet. Für Ende dieses Jahres plante man mit einer weiteren Finanzierungsrunde. Damals umfasste das Team knapp 20 Personen, wie brutkasten berichtete.

190.000 Euro Passiva

Zumindest aus der angedachten Finanzierungsrunde wird allerdings vorerst nichts. Denn mit dem heutigen Mittwoch vermeldet der Kreditschutzverband KSV1870 das Konkursverfahren des Innsbrucker MedTechs. Der Antrag ist vonseiten des Schuldners, also von der occyo GmbH selbst, eingereicht worden.

Wie der KSV1870 weiter vermeldet, liegen aktuell noch keine geprüften Informationen zur Insolvenz vor. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Schuldnerangaben auf etwa 190.000 Euro. Anfragen vonseiten der brutkasten-Redaktion blieben bislang unbeantwortet. Informationen werden laufend ergänzt. Ob das Produkt des MedTech-Startups in einer anderen Gesellschaft weitergeführt wird, ist somit noch unklar.

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Das Wiener HealthTech-Unternehmen myBioma — das mit Next-Generation-Sequencing und Machine-Learning-gestützter Datenanalyse arbeitet — setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort. Das Scaleup und allmo by Helsana, die Gesundheitsplattform der Helsana Services AG, starten eine Vertriebspartnerschaft für personalisierte Darmgesundheit. Die Schweizer erweitern somit ihr digitales Gesundheits- und Präventionsangebot um den Mikrobiom-Test von myBioma und ermöglichen unter der Marke allmo by Helsana allen ab sofort den Zugang zur Mikrobiom-Technologie.

myBioma: Einblicke für User:innen

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Nutzerinnen und Nutzer der Analyse. Diese sollen fundierte Einblicke in das eigene Darm-Mikrobiom sowie individuelle Tipps und Tricks rund um den Aufbau des Darm-Mikrobioms erhalten. Der myBioma Mikrobiom-Test analysiert im ersten Schritt die Zusammensetzung und bereitet dann die Ergebnisse in einem Ergebnisbericht auf. Im nächsten Schritt erhält dann jede Person personalisierte und alltagstaugliche Empfehlungen, um das eigene Darm-Mikrobiom zu stärken.

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Die drei „P“ der Zukunftsmedizin

Barbara Sladek, Gründerin und Geschäftsführerin von myBioma, ergänzt: „Die Zukunft der Medizin ist prädiktiv, präventiv und personalisiert. Das Darm-Mikrobiom ist der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis unserer ganzheitlichen Gesundheit – von der Immunabwehr bis zur mentalen Resilienz. Die Kooperation mit allmo by Helsana ist für uns ein gutes Beispiel, wie man mittels Gesundheitsplattformen personalisierte Gesundheitsangebote für Nutzerinnen und Nutzer leicht zugänglich macht.“

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