12.11.2015

Tipps vom Runtastic-CEO: Fit und Produktiv wie Florian Gschwandtner

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(c) Runtastic. Florian Gschwandtner läuft gerne in der Früh.
(c) Runtastic. Florian Gschwandtner läuft gerne in der Früh.

Training ohne Equipment und erholsame Kurztrips – Mister Runtastic verrät seine Geheimnisse. 

So fit sein wie Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner – die meisten Leute haben dafür ja keine Zeit. Dank Arbeit und Familie muss die Sporteinheit aufs Wochenende verschoben werden. Aber Moment einmal: Auch Florian Gschwandtner muss arbeiten und zwar bestimmt nicht wenig. Wie macht er das bloß?

Sport, Sonne, Schlaf und Urlaub

Der Brutkasten hat den gestählten Firmenchef um seine persönlichen Fitness- und Produktivitäts-Tipps gebeten:

  • Morgensport. Mir hilft es oftmals sehr, wenn ich in der Früh zumindest eine kleine Runde Laufen war. Das ist vor allem an Tagen die lange & anstrengend werden eine große Hilfe. Es fühlt sich einfach sehr gut an und man ist viel fitter.
  • Bodyweight-Training. Dafür braucht man kein Equipment und man kann es immer und überall zwischendurch machen. Darum dreht sich auch unsere neue App Runtastic Results.
  • Ausgewogener Schlaf. Seit zirka einem Jahr habe ich meine Schlafroutine etwas geändert und versuche zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und auch nach 7 Stunden wieder aufzustehen.

„Es klingt zumindest so einfach ;)“

  • Wohlfühl-Hotels. Neben den gesamten Gesundheits- und Fitnessthemen ist auch das Reisen wichtig. Ich habe gelernt, dass ich mir das Reisen gut einteilen muss und es einen großen Unterschied macht, ob ich mich wohl fühle oder nicht. In meinem Fall bin ich schon viel entspannter, wenn ich weiß, dass Frühstück und Fitnessstudio dabei sind im Hotel. Das war in den ersten Jahren bei uns nicht so, weil Sparen ganz vorne stand.
  • Sonne, Sonne, Sonne – das klingt einfach, aber oftmals übersieht man im Büro, dass man den ganzen Tag im künstlichen Licht sitzt und das ist nicht gut für die Stimmung. Es hilft schon 30 Minuten draußen zu sein!
  • Kurze Urlaubstrips. Für mich fühlt sich ein 2-3-Tages-Trip oftmals so entspannend an, wie eine ganze Woche Urlaub. Daher mache ich eher mehr Kurztrips, als lange Urlaube. Außerdem verbinde ich Businessreisen mit 1-2 Tagen Freizeit.
  • Das Smartphone im Flugmodus: Schon 1-2 Stunden wirken oft Wunder und es ist so einfach. Es klingt zumindest so einfach 😉
  • Last but not least: Für Freunde & Familie muss man da und dort auch Zeit finden.
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© brutkasten

Wer Blockchain hört, denkt oft noch immer an Kryptowährungen, Kursentwicklungen und die Spekulationsexzesse der vergangenen Jahre. Dieses Bild greift jedoch zunehmend zu kurz. Nach zwei Tagen beim Proof of Talk in Paris, einem der relevantesten europäischen Treffen für Web3, digitale Assets und Finanzinnovation, ist mein Eindruck vor allem einer: Die Diskussion hat sich fundamental verändert.

Bemerkenswert war dabei weniger die Technologie selbst als die Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben Gründer:innen und Technologieunternehmen waren Banken, Asset Manager, institutionelle Investoren, Zahlungsdienstleister und Regulatoren präsent. Viele der Gespräche drehten sich nicht mehr um die Frage, ob Blockchain-Technologien künftig eine Rolle spielen werden, sondern darum, wo und wie sie konkret eingesetzt werden können. Die Debatte hat die Nische verlassen und ist in der Mitte des Finanzsystems angekommen.

Genau darin liegt auch die eigentliche Relevanz der Entwicklung. Im Kern geht es längst nicht mehr um Kryptowährungen. Es geht um die Infrastruktur der Finanzwelt von morgen. Diskutiert wurden Themen wie Tokenisierung, Stablecoins, digitale Identitäten, neue Kapitalmarktmodelle und die Frage, wie Finanztransaktionen künftig abgewickelt werden. Viele dieser Entwicklungen stehen noch am Anfang. Dennoch entsteht zunehmend der Eindruck, dass sich hier grundlegende Bausteine einer neuen Finanzarchitektur herausbilden.

Besonders häufig fiel in Paris das Schlagwort Tokenisierung. Die dahinterstehende Idee ist, reale Vermögenswerte digital abzubilden und damit einfacher handelbar, teilbar und zugänglich zu machen. Befürworter sehen darin die Chance auf effizientere Kapitalmärkte und einen leichteren Zugang zu Investitionen. Ob sich diese Vision in vollem Umfang verwirklichen wird, bleibt abzuwarten. Unübersehbar ist jedoch, dass erhebliche Ressourcen und Aufmerksamkeit in diese Richtung fließen.

Für Europa stellt sich dabei eine weit größere Frage als jene nach einzelnen Technologien oder Geschäftsmodellen, nämlich die Wettbewerbsfähigkeit. In den vergangenen Jahren wurde intensiv darüber diskutiert, wie Europa bei künstlicher Intelligenz, Cloud-Infrastruktur oder Halbleitern eine stärkere Rolle einnehmen kann. Weniger Aufmerksamkeit erhält bislang die Frage, wer die Finanzinfrastruktur des digitalen Zeitalters gestaltet.

Dabei sind die Parallelen offensichtlich. Wer die Standards definiert, die Plattformen betreibt und die Infrastruktur kontrolliert, verfügt über einen erheblichen strategischen Vorteil. Wenn Europa digitale Souveränität ernst meint, sollte diese Debatte daher nicht bei KI oder Cloud-Lösungen enden. Sie muss auch den Finanzsektor umfassen.

Die Voraussetzungen dafür wären grundsätzlich vorhanden. Europa verfügt über starke Universitäten, technologisches Know-how, hohe Sparquoten und etablierte Finanzinstitutionen. Gleichzeitig zeigt sich seit Jahren ein wiederkehrendes Muster: Innovationen entstehen häufig in Europa, werden aber anderswo skaliert. Genau deshalb wird es entscheidend sein, Forschung, Unternehmertum, Kapital und Regulierung stärker zusammenzuführen und die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Proof of Talk hat mir vor allem eines vor Augen geführt: Die Diskussion befindet sich an einem anderen Punkt als noch vor wenigen Jahren. Die Frage lautet nicht mehr, ob Blockchain-Technologien jemals relevant werden könnten. Die Frage lautet zunehmend, welche konkreten Anwendungen sich durchsetzen und welche Regionen von dieser Entwicklung profitieren werden.

Ob Blockchain tatsächlich die Finanzwelt grundlegend verändern wird, kann heute niemand mit Sicherheit beantworten. Sicher ist jedoch, dass Banken, Investoren, Unternehmen und Regulatoren diese Möglichkeit mittlerweile ernsthaft diskutieren. Allein das unterscheidet die aktuelle Situation grundlegend von jener vor einigen Jahren.

Gerade deshalb lohnt es sich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Nicht, weil jede technologische Vision Realität wird. Sondern weil in solchen Phasen oft die Grundlagen jener Infrastrukturen entstehen, die Wirtschaft und Gesellschaft über Jahrzehnte prägen. Die nächste Finanzinfrastruktur wird möglicherweise genau jetzt gebaut. Die entscheidende Frage für Europa lautet daher nicht, ob sie kommt, sondern welche Rolle wir dabei spielen werden.

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