26.09.2022

Tier: E-Scooter-Anbieter kooperiert mit Google Maps in über 200 europäischen Städten

Die E-Scooter und -Bikes des Fahrzeugverleihs Tier werden ab sofort in 207 Städten Europas in der Google Maps-App angezeigt.
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Tier_Google Maps
Der E-Fahrzeugverleih Tier kooperiert nun mit Google Maps in über 200 Städten Europas. (c) Tier Mobility

Tier ist der weltweit größte Anbieter für geteilte Mikromobilitätslösungen: Das Unternehmen mit Sitz in Berlin betreibt eine digitale Plattform zum Verleih von E-Scootern und E-Bikes. Ab sofort werden die zum Verleih angebotenen Fahrzeuge auch als Verkehrsmittel in der Google Maps-App angezeigt.

Tier-Fahrzeuge in nun 207 Städten Europas

Google Maps zeigt seinen Nutzer:innen nun die Reichweite der zur Verfügung stehenden Tier-Bikes, voraussichtliche Fahrtkosten sowie die Dauer der jeweiligen Route an. Google würde seinen Nutzer:innen durch die Kooperation mit dem Fahrzeugverleih den Zugang zu einer umweltfreundlichen Alternative erleichtern, heißt es aus der Pressestelle des Unternehmens. Die Kooperation wurde in mittlerweile 207 europäischen Städten, davon zwölf in Österreich, umgesetzt. Weitere Städte seien in Planung.

Tägliche Wegplanung wird schneller und nachhaltiger

Zur Kooperation äußerte sich auch Alexander Sprey, Senior Manager der Sektion Market Development & Partner Strategy bei Tier: Die Integration der Tier-Fahrzeuge in die Google Maps-App würde Barrieren abbauen und App-Nutzer:innen im Rahmen ihrer täglichen Routenplanung einen niederschwelligen Zugang zu freistehenden Tier-Scootern und -Bikes ermöglichen.

Außerdem gäbe die Integration des Fahrzeugverleihs in Google Maps vor allem unerfahrenen Nutzer:innen die Möglichkeit, neue Alternativen zu gewohnten Fortbewegungsmethoden zu testen. Tier-Bikes und -Scooter könnten dadurch einfach in die tägliche Wegplanung integriert werden, so der Market Manager des Unternehmens.

Tier-Fahrzeuge bei Google-Radwegbeschreibung

Unter der Google Maps-Registerkarte für Radwegbeschreibungen finden App-Nutzer:innen nun auch die Option “Tier”. Durch einen Klick auf den Tier-Button zeigt Google Maps die nächsten verfügbaren E-Bikes und -Scooter an. Nach der Wahl eines passenden Fahrzeuges werden Nutzer:innen zur Tier-App weitergeleitet.

Tier: E-Scooter und -Bikes als flexibles Fortbewegungsmittel

Tier Mobility sei mit über 350.000 aktiven Fahrzeugen in 560 Städten und 33 Ländern der weltweit größte Anbieter multimodaler Mikromobilitätslösungen. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin stellt Städten und urbanen Regionen verschiedene Elektrofahrzeuge wie E-Scooter, -Bikes und -Mopeds zur Miete zur Verfügung. Die Fahrzeuge können direkt bei der Nutzung über die unternehmenseigene App gebucht werden. Abgerechnet wird nach der Nutzung über die angegebene Zahlungsart der Nutzer:innen.

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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