13.04.2022

The Plant Box: Startup packt Balkon-Blumen in Schafssocken

Schafswolle verfügt laut The Plant Box-Gründerinnen über spezielle Eigenschaften.
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(c) The Plant Box - The Plant Box-Gründerinnen mit einer tierischen Pflanzen-Idee.

Alice Özserin und Anne Baltes-Schlüter haben mit The Plant Box ein Startup gegründet, das fertig arrangierte Pflanzenkreationen anbietet, die in den Balkonkasten eingelegt werden können. Und in einer Socke aus Schafwolle geliefert werden.

Kalium, Schwefel und Stickstoff in der The Plant Box-Socke

Der Grund für die wollige Verpackung ist, dass Schafwolle besondere Eigenschaften hat. Sie ist biologisch abbaubar und wasserregulierend. Dazu kommen Inhaltsstoffe wie Kalium, Phosphor, Stickstoff oder Schwefel. All das mache sie zum perfekten Langzeitdünger für Pflanzen.

Kund:innen können aktuell unter einer Auswahl von bis zu 25 Pflanzenkreationen wählen, die entweder nur in der Schafwolle oder optional in der Schafwolle und der eigens entwickelten Plant Box (hergestellt aus 100 Prozent recycelten Pflanzenöl) angeboten werden.

Soziales Engegement

Beim Nähen ihrer sgn. Pflanzschläuche aus Schafwolle kooperieren die Gründerinnen mit Jaliba – einem Verein für interkulturelle Begegnungen. So unterstützen sie Emigranten aus Afrika dabei, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen.


Wer mehr über The Plant Box erfahren möchte, hat am Montagabend in der „Höhle der Löwen“ Gelegenheit dazu. Weiters dabei: Smartbraille, WireStyle, Res-T und Bavarian Rescher.

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(c) Enpulsion
(c) Enpulsion

Das am Wiener Flughafen ansässige Scaleup Enpulsion hat sich in den vergangenen Jahren eine beachtliche Position auf dem SpaceTech-Weltmarkt herausgearbeitet. Nach eigenen Angaben ist man mittlerweile Europas führender industrieller Hersteller für Weltraum-Antriebssysteme. Im Zentrum stehen dabei bislang elektrische Antriebe für Mikro- und Nano-Satelliten, die die „FEEP-Technologie“ nutzen, bei der flüssiges Metall (Indium) in winzige geladene Teilchen zerlegt und ausgestoßen wird. Mittlerweile bietet man zudem auch Antriebe für größere Satelliten mit bis zu 500 Kilogramm Gewicht an.

Konkurrierende Antriebssysteme

Diese elektrischen Antriebe, mit denen Enpulsion groß geworden ist, sind eine Alternative zu vielfach genutzten chemischen Antriebssystemen. Ein nun kommunizierter strategischer Schritt kann daher auf den ersten Blick durchaus verwundern: Mit Lift Me Off Ltd (LMO) aus dem Vereinigten Königreich will man ein Unternehmen zu 100 Prozent übernehmen, das auf chemische Weltraum-Antriebssysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen ist unter anderem an den ESA-LEO-Missionen (Low Earth Orbit) und geplanten Mondmissionen beteiligt.

Über den Kaufpreis gibt es dabei keine Angabe. Erst im März dieses Jahres hatte Enpulsion eine 22,5 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde verkündet. Die aktuelle Transaktion muss noch von den britischen Behörden im Rahmen des National Security and Investment Act 2021 (NSIA) bewilligt werden. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Mit Technologie-Kombination zum Komplettanbieter

Bei Enpulsion argumentiert man die Übernahme als strategischen Schritt, um hybride Antriebssysteme aus einer Hand anbieten zu können. Man wolle durch die Kombination mit dem konkurrierenden Antriebssystem einen „complete spacecraft mobility backbone“ aufbauen, wird Gründer und CEO Alexander Reissner in einer Aussendung zitiert: „LMO bringt Erfahrungen im institutionellen Bereich, ein talentiertes Team und eine komplementäre Technologiebasis im Bereich chemischer Antriebe und Tanksysteme mit.“ In Kombination mit den industriell produzierten elektrischen Antrieben könne man Kunden ermöglichen, ihre gesamte Weltraum-Mobilitätsarchitektur über einen einzigen Partner aufzubauen, so Reissner.

LMO-Chef Shaun Dormon sieht einen logischen Schritt für beide Unternehmen, die eine ähnliche Vision, aber unterschiedliche technologische Zugänge hätten. „Gemeinsam können wir eine Kombination aus hocheffizientem und agilem Manövrieren im Weltraum bei minimaler Komplexität schaffen“, so Dormon. Das LMO-Team, das im Harwell Space Cluster nahe dem ESA-Zentrum ECSAT angesiedelt ist, soll erhalten bleiben. Auch die laufenden Missionen werden weitergeführt.

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